Baworowski (Adelsgeschlecht)

Wappen der Grafen Baworowski, alte Version
Wappen der Grafen Baworowski

Baworowski ist ein polnisches Adelsgeschlecht.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erwähnung findet am 27. Juli 1779 statt, über Viktor Ignatius Alois Baworowski und seinem Bruder Matthias Baworowski. Sie stammten von Wenzel Baworowski ab, der 1775 in den galizischen Ritterstand erhoben wurde.

Josef Graf Baworowski (1822-1885) wurde vom Kaiser am 20. September 1879 ins Herrenhaus, dem Oberhaus des österreichischen Reichsrates, berufen. Als eines von 64 gräflichen Geschlechtern hatte die Familie dann einen erblichen Sitz. Den Sitz nahm nach ihm sein Sohn Emil Graf Baworowski (1864-1908) am 22. April 1889 ein, ihm folgte sein Bruder Rudolf Graf Baworowski (1865-1931) am 24. September 1909.[1]

Ein weiterer bekannter Vertreter der Familie war der polnisch-österreichische Tennisspieler Graf Adam Baworowski (*9. August 1913 in Wien; †1942 in Stalingrad), der beim French Open und Wimbledon spielte.[2]

Besitztümer

Baworowski-Bibliothek in Lemberg

Bekannt wurde vor allem die Stiftung durch Graf Viktor Baworowski (1826–1894), ein großer Sammler von Büchern und Literatur, der Werke von Lord Byron und Victor Hugo ins Polnische übersetzte. Baworowski besaß eine umfangreiche Kunstsammlung und eine Privatbibliothek mit über 60.000 Bändern in seinem Palais in Lemberg.

Einzelnachweise

  1. http://www.coresno.com/adelsrecht/3459-reichsrat.html
  2. http://www.daviscup.com/en/players/player/profile.aspx?playerid=10003098

Literatur

  • Sławomir Górzyński. Arystokracja polska w Galicji: studium heraldyczno-genealogiczne. Warszawa: DiG, 2009, S. 88-89. ISBN 978-83-7181-597-3