Bellaria – So lange wir leben!

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Filmdaten
Originaltitel Bellaria – So lange wir leben!
Bellaria FilmPlakat.jpg
Produktionsland Österreich
Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2001
Länge 100 Minuten
Altersfreigabe FSK 0
Stab
Regie Douglas Wolfsperger
Drehbuch Douglas Wolfsperger
Produktion Douglas Wolfsperger, epo-Film, Wien
Musik Hans-Jürgen Buchner / Haindling
Kamera Helmut Wimmer
Schnitt Götz Schuberth, Clara Fabry

Bellaria – So lange wir leben! ist ein Dokumentarfilm von Douglas Wolfsperger aus dem Jahr 2001. Die Österreich-Premiere war am 11. April 2002 im Wiener Bellaria Kino. In Deutschland kam der Film am 24. Oktober 2002 in die Kinos.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Im Wiener Bellaria Kino haben dessen treue Stammbesucher die Quelle der Jugend für sich entdeckt, in der sie Nacht für Nacht und über Jahrzehnte hinweg dem Alltag entkommen können. Das Bellaria ist ein kleines, unscheinbares Programmkino in einer Seitenstraße, das den Anschein hat, als hätte man irgendwann die Zeit einfach angehalten.

Es handelt sich hier viel weniger um einen Nostalgietrip, als vielmehr um eine verzaubernde Dokumentation, die sich mit exzentrischen Charakteren, schillernden Vergangenheiten und aufrichtigen Reflexionen über das Leben beschäftigt. Hier wird genau so offenherzig über Sex gesprochen wie über Gott oder das Jenseits. Nicht zuletzt entdecken wir hier den Wunsch der Kinogänger, um in den Worten des Filmemachers zu sprechen, „das Rad der Zeit für ein paar Momente an zu halten, an der vergangenen Jugend fest zu halten und dem Tod noch ein letztes Mal ins Gesicht zu spucken – mit viel Feingefühl und natürlich Wiener Charm“.

Prädikat „Besonders wertvoll“

Begründung der Österreichischen Filmbewertungskommission: BELLARIA, ein kleines Kino in einer engen Gasse hinter dem Wiener Volkstheater ist für einige Wiener und Wienerinnen, die die Liebe zu „schönen, alten Filmen“ gemeinsam haben, ein zweites Zuhause geworden. Mit Sensibilität und viel Herz porträtiert der deutsche Regisseur Douglas Wolfsperger sowohl Stammgäste als auch das Personal dieses einmaligen Kinos, in dem man „so schööön“ von der Vergangenheit träumen kann. Douglas Wolfsperger nimmt diesen „Laiendarstellern“ die Scheu vor der Kamera und es gelingt ihm mit wenigen Strichen ihre Biografie lebendig zu machen. Augenzwinkernd, aber dennoch ohne sich über sie lustig zu machen, schafft er diese Gratwanderung – kein leichtes Unterfangen angesichts dieser außergewöhnlichen, manchmal skurrilen Typen. Jede Figur hat ihre Geschichte. Er zeigt sie in ihren eigenen vier Wänden und erzählt ihr Leben, wie es eben so spielt! Eine humorvolle, aber nichtsdestoweniger tiefsinnige und dabei musikalisch leichte filmische Dokumentation von tiefer, einfacher Menschlichkeit – eine Hommage nicht nur an das Kino allgemein, sondern an den Zuschauer im Besonderen –, die von der Mehrheit der Juroren als Meisterwerk angesehen wurde. Eine amüsante Dokumentation, der man aber eine gewisse Ernsthaftigkeit nicht absprechen kann und der es sowohl gelingt ebenso zu fesseln wie auch zu berühren und darüber hinaus zu interessieren. Besonders geschützt wurden die präzis gesetzten Schnitte, die nahtlosen Übergänge bieten und als ein Bonmond empfand man die bewegende Szene, in der Karl Schönböck für seine Fans im Kino Autogramme schreibt. Mit nur einer Stimme für sehenswert, dagegen aber mit 14 Stimmen für besonders wertvoll zeichnet die Kommission diese Dokumentation mit dem Höchstprädikat aus.

Pressestimmen

  • Berlinale Highlight: Ein liebevolles Porträt des Kinos und einiger seiner Besucher ist Douglas Wolfsperger mit seinem Film gelungen. (TIP Berlin)
  • Der bezaubernste Film des diesjährigen Saarbrücker Festivals um den Max-Ophüls-Preis lief außerhalb des Wettbewerbs: Bellaria – so lange wir leben!, ein witzig-märchenhaftes Porträt des Wiener Lichtspielpalastes Bellaria und seiner Gäste. (zitty Berlin)
  • Was für eine Traum- und Zeitmaschine Kino sein kann, hat man lange nicht so rührend, kauzig und respektvoll präsentiert gesehen. (Ticket Berlin)
  • Ein Kinovergnügen mit Schmäh und Gefühl! (Abendzeitung)
  • Warming, humorous and poignantly human. (German Kino, Ron Holloway)
  • Wolfsperger hält die Balance zwischen liebenswerter Skurrilität und erschreckendem politischen Umfeld. (Der Tagesspiegel)
  • Mit Bellaria – so lange wir leben! ist Wolfsperger ein großer Wurf gelungen. (Südkurier)
  • Witziger als ein Dutzend Komödien, eleganter als eine Handvoll Arthaus-Filme und tragischer als eine Jahresproduktion von Hollywood-Schnulzen. (Kleine Zeitung, Österreich)
  • Von der emotionalen Qualität dieses Dokumentarfilms, von den Gefühlen, die er evoziert, können viele Spielfilme nur träumen. (Süddeutsche Zeitung, H. G. Pflaum)
  • Es gab selten einen einfühlsameren Film als „Bellaria – so lange wir leben!“ (Morning Herald, Sydney)
  • Bellaria – So lange wir leben! ist ein Film zum Lachen und zum Weinen, eine „Menschliche Komödie“ und ein wundervolles Werk über das Kino, das Sehen, das Erinnern und den Tod – ein Meisterwerk. (epd-Film)

Auszeichnungen

  • Bayerischer Filmpreis 2002
  • Prix Europa 2002
  • The Silver Plaque For Best Documentary, Chicago International Filmfestival 2002
  • International Grand Prix For Documentary Monte Carlo 2002
  • Ernst-Lubitsch-Preis 2003
  • Intermedia-Globe GOLD, WorldMediaFestival Hamburg 2003
  • The Gold Plaque For Best Documentary, 40th Chicago International Television Competition 2004
  • Lobende Erwähnung der Internationalen Jury der Filmkunst-Theater C.I.C.A.E. 2002
  • Nominierung zum Deutschen Kamerapreis 2002
  • Nominierung zum BaWü-Dokumentarfilmpreis 2003
  • Nominierung zum Dokumentarfilmpreis des Bayerischen Rundfunks

Festivals

Deutschland
International
  • Diagonale 2002, Graz (Österreichische Jahresfilmschau), März 2002
  • Sydneyfilmfestival, 7. – 21. Juni 2002
  • Karlovy Vary International Filmfestival, 4. – 13. Juli 2002
  • Internationales Filmfestival Jerusalem, 18. – 27. Juli 2002
  • Chicago International Filmfestival, im Wettbewerb, 04. – 18. Oktober 2002
  • Flanders International Filmfestival, Ghent, 08. – 19. Oktober 2002
  • Kiev International Festival, 19. – 27. Oktober 2002
  • Max! Filmfestival Hongkong, 12. Oktober – 3. November 2002
  • Festival of Festivals, Aarhus (Dänemark), 21. – 24. November 2002
  • International Documentary Filmfestival Amsterdam, 21. November – 1. Dezember 2002
  • German Film Festival in London , 28. November – 5. Dezember 2002
  • German Film Festival in Rom, 10. – 14. April 2003
  • German Film Festival in Madrid, 10. – 14. Juni 2003
  • German Film Festival in Buenos Aires, 4. – 10. September 2003
  • UMEA International Filmfestival (Schweden), 18. – 24. September 2003
  • German Film Festival in Moskau, 10. – 16. Dezember 2003

Weblinks