Benedikt Hacker

Benedikt Hacker (* 30. Mai 1769 in Metten; † 2. September 1829 in Salzburg) war ein österreichischer Komponist und Musikverleger.

Hacker kam 1783 nach Salzburg, wo er Schüler von Michael Haydn wurde. Ab 1786 war er als Buchhändler in Salzburg tätig. 1803 eröffnete er einen eigenen Musikverlag, in dem er u.a. zahlreiche Werke von Michael Haydn veröffentlichte. Er komponierte Deutsche Messen, Kantaten, Lieder und Männerchöre. Er verlegte die ersten Salzburger Ansichtsserien, also Vorläufer der Postkarten. Nach dem finanziellen Zusammenbruch seines Verlagsunternehmens beging er verschuldet 1829 Selbstmord in der Salzach.

Inhaltsverzeichnis

Schriften

(Originalexemplare von beiden Werken jeweils in der Universitätsbibliothek Salzburg)

  • Kleine mahlerische Erinnerungen an Salzburg und die Umgebung, Salzburg 1824.
  • Wegweiser, oder kurze Erklärung der Merkwürdigkeiten und mahlerischen Ansichten in der Stadt Salzburg und der Umgebung, Salzburg 1826.

Kompositionen

Kompositionen von Benedikt Hacker befinden sich u. a. in der Bibliothek des Salzburg-Museums, in der Stiftsbibliothek der Erzabtei St. Peter, Salzburg sowie im Archiv des Forschungsinstituts für Salzburger Musikgeschichte an der Abteilung für Musik- und Tanzwissenschaft der Universität Salzburg.

  • Gesellschaftslieder 4stimmig, 1799
  • Gesänge für 4 Männerst. mit gem. Chor und Pianoforte
  • 1 dt. Singspiel für Männerst.: „List wider List, oder Der Teufel im Waldschloß“
  • 7 Deutsche Messen
  • 6 Segenlieder
  • 1 Te Deum mit Orchester
  • 1 Deutsche Seelenmesse
  • 24 Deutsche Kirchengesänge
  • 6 Lustige Gesänge
  • 1 Festszene
  • Türkische Musiken

Literatur

Weblinks