Bernd Fischerauer

Bernd Fischerauer (März 2009), Foto: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY-SA 3.0

Bernd Fischerauer (* 11. März 1943 in Graz) ist ein österreichischer Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor.

Nach der Matura in Graz 1961 studierte er am Max-Reinhardt-Seminar und schloss 1965 mit der Regieklasse ab. Sein Arbeitsfeld sind Theater und Fernsehen.

1968 inszenierte er die Grazer Erstaufführung von Wolfgang Bauers Erstlingswerk Magic Afternoon (mit Herwig Seeböck). Ab 1969 inszenierte er am Wiener Volkstheater unter der Direktion von Gustav Manker und wurde dort zum maßgeblichen Regisseur junger österreichischer Autoren wie Wolfgang Bauer (Change, 1969, Silvester oder Das Massaker im Hotel Sacher, 1971) Peter Turrini (Rozznjogd, Sauschlachten, Der tollste Tag) sowie Heinrich von Kleists Der zerbrochne Krug (mit Helmut Qualtinger), Hartmut Langes Die Gräfin von Rathenow und Elias Canettis Hochzeit.

Die Inszenierung von Change von Wolfgang Bauer am Volkstheater Wien wurde 1970 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Anschließend machte er daraus ein Drehbuch und lieferte 1975 sein Debüt als Filmregisseur ab. 1971/1972 erhielt er den Karl-Skraup-Preis als bester Regisseur.

Sein Fernsehfilm Liebe und weitere Katastrophen (1999) brachte den Hauptdarstellern den Bambi ein, ihm selbst eine Nominierung für den Adolf-Grimme-Preis.

Typisch für seine oft heimatverbundenen Arbeiten sind Die Wiesingers, Der Salzbaron oder Gipfelsturm. Die Serie Regina auf den Stufen hatte auch international Erfolg.

Er inszenierte auch die 4-stündige Fernsehproduktion Blut und Ehre – Jugend unter Hitler (1982).

Er lebt mit seiner Ehefrau, der Schauspielerin Rita Russek, in München und auf Elba.

Weblinks