Bernhard von Schkopp

Otto Bernhard von Schkopp (* 5. Februar 1817 in Polßen; † 8. Oktober 1904 in Wiesbaden) war ein preußischer Offizier, zuletzt General der Infanterie sowie Gouverneur von Straßburg.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Herkunft

Bernhard war der Sohn des ehemaligen Kapitän im Dragonerregiment „von Brüsewitz“ Nr. 12 und Telegrafeninspektors in Paderborn, Heinrich Gotthard Bogislav von Schkopp (1782-1852) und dessen Ehefrau Wilhelmine Elisabeth, geborene von Hanff († 1820).

Laufbahn

Schkopp besuchte das Joachimsthalsche Gymnasium in Berlin und studierte in Bonn und Berlin Theologie. In Bonn wurde er 1836 Mitglied des Corps Rhenania.[1] Am 1. April 1840 trat er als Füsilier auf Beförderung in das Infanterie-Regiment „Herwath von Bittenfeld“ (1. Westfälisches) Nr. 13 ein, wurde 1841 als Sekondeleutnant in das Füsilier-Regiment „von Steinmetz“ (Westpreußisches) Nr. 37 versetzt und diente von 1843 bis 1847 als Regimentsadjutant. Am 5. August 1843 wurde er zum Infanterie-Regiment „von Lützow“ (1. Rheinisches) Nr. 25 versetzt und 1848 als Adjutant zum Generalkommando des 8. Armee-Korps kommandiert. Am 16. Januar 1849 wurde er unter Belassung in diesem Kommando zum Premierleutnant im Infanterie-Regiment „Graf Werder“ (4. Rheinisches) Nr. 30 befördert, 1852 zum Hauptmann im Füsilier-Regiment „General-Feldmarschall Graf Blumenthal“ (Magdeburgisches) Nr. 36. 1856 wurde er Kompaniechef im Füsilier-Regiment „Prinz Heinrich von Preußen“ (Brandenburgisches) Nr. 35. Im August 1857 trat er in den Großen Generalstab ein, im Januar 1858 kam er zum Generalstab der 11. Division.

Im März 1858 Major wurde Schkopp 1880 Führer des 2. Bataillons des Infanterie-Regiments „von Grolmann“ (1. Posensches) Nr. 18, dann Bataillonskommandeur im 3. Posenschen Infanterie-Regiment Nr. 58 und am 18. Oktober 1861 zum Oberstleutnant befördert. Im August 1864 wurde er als Abteilungschef in das Preußische Kriegsministerium versetzt und am 18. Juni 1865 zum Oberst befördert. Im Feldzug gegen Österreich 1866 war er Kommandeur des Pommerschen Reserve-Infanterie-Regiments im 2. Reserve-Armeekorps. Am 4. April 1867 wurde er zum Kommandeur des 6. Rheinischen Infanterie-Regiments Nr. 68 ernannt. Ab Juni 1869 war er Generalmajor und Kommandeur der 44. Infanterie-Brigade. Am Deutsch-Französischen Krieg nahm er von der Schlacht bei Wörth bis vor Paris als Führer der 22. Division teil. Während der Belagerung von Paris (1870–1871) war er Führer der 21. Division. Am 17. Juni 1871 wurde Schkopp zum Kommandeur der 27. Infanterie-Brigade ernannt, am 12. April 1873 zum Kommandeur der 31. Division, ab 2. September 1873 als Generalleutnant. Am 26. Januar wurde er 1878 Gouverneur von Straßburg. Aus Rücksicht auf die Gesundheit seiner Frau reichte Schkopp im Frührjahr 1881 seinen Abschied ein. Dieser wurde ihm am 12. März 1881 unter gleichzeitiger Verleihung des Charakters als General der Infanterie genehmigt.

Familie

Schkopp war zwei Mal verheiratet. Am 2. Juni 1849 ehelichte er in Luxemburg Louise Charlotte Amalie Wilhelmine Emilie (1827-1853), die Tochter des Generals Wilhelm von Wentzel (1791-1868). Nach deren Ableben heiratete er am 31. Oktober 1855 in Wallau Amalie Henriette Karoline, geborene Freiin von Breidenbach zu Breidenstein (1829-1897).

Auszeichnungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. Kösener Korps-Listen 1910, 26, 164