Berthold Fischer

Berthold Fischer (* 21. Jänner 1807 in Schaffhausen; † 6. Februar 1879 in Traisen (Niederösterreich) war ein österreichischer Unternehmer.

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Leben

Berthold Fischer wurde am 21. Jänner 1807 als Sohn des Unternehmers Johann Conrad Fischer, der das Tempergußverfahren auf dem Festland bekannt gemacht hat, in Schaffhausen geboren. Zunächst besuchte er Schulen in Schaffhausen. Danach schloss er eine Kupferschmied-Lehre ab. Weitere Ausbildungen in Wien und Paris folgten. Von 1834 bis 1838 war er erfolglos als Unternehmer in Montbéliard tätig. Danach übernahm er im Jahre 1838 die Leitung der von seinem Bruder Georg 1825 gegründeten Spindelfabrik in Traisen. Im Jahre 1844 kaufte er die Fabrik. Unter seiner Führung wurde das Werk Fischer'sche Weicheisen- und Stahlgiesserei zu einer bedeutenden Temperguss- und Stahlgießerei ausgebaut. Seine Erzeugnisse wurden bei der Weltausstellung 1873 sehr anerkennend beurteilt. Ein Teil der Firma, nämlich die Temperguss-Fittingproduktion, wurde 1990 an den Georg Fischer Konzern in Schaffhausen verkauft. Er galt als großer Philanthrop und spendete beachtliche Beträge an gemeinnützige Institutionen.

Berthold Fischer, der unverheiratet blieb, starb am 6. Februar 1879 im Alter von 72 Jahren in Traisen.

Ehrungen

Literatur

  • Berthold Fischer. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 1, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1957, S. 320.
  • Emil Schüz, Rudolf Stotz: Der Temperguß, ein Handbuch für den Praktiker und Studierenden. 1930
  • Bll. Für Geschichte und Technik. l, S. 106.
  • Johann Slokar: Geschichte der österreichischen Industrie und ihrer Förderung unter Kaiser Franz I: mit besonderer Berücksichtigung der Grossindustrie. S. 489.
  • Max Ruh: Die Giessereianlagen Berthold Fischerss in Traisen. In: Schaffhauser Mappe. 1984, S. 12-14.
  • D. Strohm: 170 Jahre Georg Fischer in Österreich. In Georg Fischer + GF + International. Nr. 6, 1997, S. 22-24.
  • Franz Mathis: Big Business in Österreich: Feinstahl Traisen, Seite 105f. Online-Version

Weblinks