Bertl Mütter

Bertl Mütter (* 6. Juli 1965 in Steyr, Oberösterreich) ist ein österreichischer Musiker, Komponist und Autor.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Bertl Mütter wollte als Kind zuerst Opernsänger, später Pfarrer werden.[1] Er absolvierte das Bundesgymnasium Werndlpark in Steyr und studierte anschließend Theologie an der Universität Graz. Um sich zukünftig ausschließlich auf seine Karriere als Musiker zu konzentrieren, beendete er das Theologie-Studium zugunsten eines Musik-Studiums (Posaune- Jazz und etwas Stimme) an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Graz, das er 1990 erfolgreich mit einem Diplom abschloss.

Mütter lebt freischaffend in Wien .

Musik

Im Zentrum Mütters musikalischer Arbeit steht das Solospiel. Intensive Duoarbeit gab und gibt es mit dem slowakischen Pianisten Miki Skuta, dem Drehleier-Spieler Matthias Loibner und dem Komponisten Christoph Cech, literarische Begegnungen mit H. C. Artmann, Ernst Jandl, Franzobel, Josef Haslinger und – bis zu dessen Tod – mit Gert Jonke. Ebenso gab es Zusammentreffen mit Interpreten mittelalterlicher Musik (Ars Choralis Coeln, Witte-Maria Weber)[2]

Preise und Auszeichnungen

  • 1989 Musikförderungspreis der Stadt Graz
  • 1992 Förderungsbeitrag des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur
  • 1994 Österreichbild-Preisträger der Werkstadt Graz
  • 2002 Staatsstipendium für Komposition des Bundeskanzleramtes
  • 2003 Anton Bruckner Stipendium des Amtes der Oberösterreichischen Landesregierung
  • 2003 composer in residence, KomponistInnenforum Mittersill
  • 2005 Arbeitsstipendium der Republik Österreich

Diskographie

Solo CDs

  • grenzkæmpfe (1993/2007)
  • written images (2000)[3]
  • schubert:winterreise:mütter (2001) [4]
  • parlando (2004) [5]
  • muetters muellerin (2006) [6]
  • muetters dichters liebe – nach schumann nach heine (2007) [7]
  • mütterkinderlieder – nachmahler (2011)[8]

Ensemble CDs

  • abcd (1993), gemeinsam mit Armin Pokorn.
  • SENTIMENT (1994), gemeinsam mit Dimitrios Polisoidis und Siggi Haider. Im Auftrag der Kulturabteilung des Landes Niederösterreich zur Ausstellung „Alfons Mucha – Das Slawische Epos”
  • timbre (1995), gemeinsam mit Lauren Newton, Elisabeth Tuchmann, Oskar Mörth
  • kadash am berg (1997), Text: Roland Heer; Rezitation, Stimme, Posaune: Bertl Mütter; Musik: Kadash
  • camerata obscura | batpulse (1997), gemeinsam mit Florian Bramböck, Christoph Cech, Hans Steiner
  • Lobgesang (1997), gemeinsam mit Christoph Cech
  • Frische Ware (2000), gemeinsam mit Franui
  • timbre plus (2003), gemeinsam mit Lauren Newton, Elisabeth Tuchmann, Oskar Mörth, Fritz Hauser, Joëlle Léandre, Urs Leimgruber
  • 10 initial epilogues (2009), gemeinsam mit Miki Skuta

Kompositionen

  • 2000 wenn sie so wollen ist es halt ein streichquartett (wofür ich mich meinetwegen entschuldige), Brucknerhaus Linz
  • 2001 schubert:winterreise:mütter, Hörgänge, Konzerthaus Wien
  • 2001 anstehen. aufstehenfür Klavierquintett mit obligater Posaune, Start, Salzburg
  • 2001 passagiere - Arnold Schönberg zum 50. Todestag, eine Live-Rauminstallation für unsichtbar postierte Musiker, Blaskapelle, Dichter, Dandy und Soubrette, Kunsthalle Steyr
  • 2001 gehtschon, für Nouvelle Cuisine, Wien
  • 2002 aeiou für tiefes quintett, für das Janus-Ensemble, Grabenfest, Wien
  • 2003 weg. fluchtmusik, für Sopranstimme/Es-Klarinette und Bassklarinette
  • 2003 zusammenspinnerei für Bigband und Harmoniemusik
  • 2003 einspielen. ausspielen für Bassklarinette, Horn, Violonocello und Sprecher/Puppenspieler, Komponistenforum Mittersill
  • 2003 6 patriotische excerpte für zwei Trombonen
  • 2004 verborte, geographisch-erotische Sonate für Sopran und Bassflöte
  • 2004 ortsende von maria taferl für großes Blasorchester und Big Band
  • 2004 ognatango, für das tango-ensemble ognat
  • 2005 nushu für zwei Bassklarinetten (Duo Stump-Linshalm)
  • 2005 pour elise (oryctérope, bleue) pour un seul cor anglais
  • 2005 muetters muellerin
  • 2006 muetters dichters liebe
  • 2006 trombohuwabone. Eine ernste Jandliade vum Bertl Mütter
  • 2007 holzstück mit blech (woodpiece with brass)(Elliott Carter Quintett)
  • 2007 piano sonata contextualized; for a pianist, prepared to act spontaneously (Christopher Hinterhuber)
  • 2007 born. rondo.für Toypiano mit innerer Stimme (Isabel Ettenauer)
  • 2008 milifagottfür Fagott Solo (Maria Gstättner)
  • 2009 rondo profondo für Kontraforte (Robert Buschek)
  • 2009 UNK. rufe. fuer fuenf optimisten und einen ténor Europäisches Forum Alpbach
  • 2009 minütenminiatüre für großes Orchester, Radio-Symphonieorchester Wien
  • 2010 mütterkinderlieder (nachmahler)
  • 2010 quarksquirks für Hackbrett, vl, kb, tb und Stimme
  • 2011 1+1+1=1 (discursus trinitatis) für va, vc, tb und gemischten Chor, im Auftrag von und für Philipp Harnoncourt
  • 2011 dsudl (das schwere und das leichte), ein Stück Musiklaboratorium

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Biografie auf www.muetter.at
  2. http://styriarte.com/de/kuenstler_archiv/bertl_muetter]
  3. Rezension zu "written images", Falter, 20. September 2000
  4. Rezension zu "schubert:winterreise:mütter", Tagblatt, 10. Februar 2009
  5. Rezension zu "parlando", Falter, 26. Januar 2005
  6. Kurzrezension in der nmz - neuen musikzeitung, Ausgabe 9/07 - 56. Jahrgang
  7. Rezension zu den Schubert-Bearbeitungen, Der Standard, 7. Juni 2006
  8. gesammelte Rezensionen auf der Homepage des Künstlers