Bezirk Sesana

Der Bezirk Sesana (italienisch, auch Sessana, slowenisch: Sežana, deutsch (veraltert): Zizan) war ein Politischer Bezirk in der Gefürsteten Grafschaft Görz und Gradisca. Der Gerichtsbezirk umfasste Gebiete in der heutigen, slowenischen Region Obalno-kraška an der Staatsgrenze zu Italien und wurde nach dem Ersten Weltkrieg ein Teil Italiens. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangte das Gebiet an Jugoslawien.

Geschichte

Die modernen, politischen Bezirke der Habsburgermonarchie wurde 1868 im Zuge der Trennung der politischen von der judikativen Verwaltung geschaffen.[1] Der Bezirk Sesana wurde 1868 aus den Gerichtsbezirken Sesana und Comen gebildet.[2]

Der Bezirk Sesana umfasste 1910 eine Fläche von 471,95 km² und beherbergte eine Bevölkerung von 60.461 Personen. Von den Einwohnern hatte 1910 29.497 Slowenisch als Umgangssprache angegeben. Des Weiteren lebten im Bezirk 146 Deutschsprachige, 475 Italienischsprachige und Anderssprachige oder Staatsfremde. Zum Bezirk gehörten zwei Gerichtsbezirke mit insgesamt 31 Gemeinden.[3] 1869 hatten 27.142 Personen im Bezirk gelebt, 1880 beherbergte der Bezirk 27.167 Einwohner. Bis 1890 stieg die Einwohnerzahl nur geringfügig auf 28.298 Menschen an.

Einzelnachweise

  1. Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich. Jahrgang 1868, XVII. Stück, Nr. 44. „Gesetz vom 19. Mai 1886 über die Einrichtung der politischen Verwaltungsbehörden in den Königreichen ...“
  2. Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich. Jahrgang 1868, XLI. Stück, Nr. 101: Verordnung vom 10. Juli 1868
  3. k. k. Statististische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium für das Österreichisch-Illyrische Küstenland. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. Wien 1918, S. 20

Literatur

  • k. k. Statististische Zentralkommission (Hrsg.): Orts-Repertorium von Triest und Gebiet, Görz, Gradisca und Istrien. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Wien 1873
  • k. k. Statististische Zentralkommission (Hrsg.): Special-Orts-Repertorium vom Küstenlande (Repertorio speciale dei luoghi nel Litorale; Posebni krajevni imenik za Primorje; Posebni popis miestah u Primorju). Wien 1885 (Special-Orts-Repertorien der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder)
  • k. k. Statististische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium für das Österreichisch-Illyrische Küstenland. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. Wien 1918 (Spezialortsrepertorien der österreichischen Länder)