Bischöfliches Seminar Graz


Bischöfliches Seminar der Diözese Graz-Seckau
Gründung 1830
Ort Graz
Bundesland Steiermark
Staat Österreich
Koordinaten 47° 4′ 55,3″ N, 15° 26′ 16,3″ O47.08203333333315.43785Koordinaten: 47° 4′ 55,3″ N, 15° 26′ 16,3″ O
Leitung Wilhelm Krautwaschl

Das Bischöfliche Seminar in Graz ist das erste der im 19. Jahrhundert in Österreich gegründeten „Knabenseminare“. Das Internat der Diözese Graz-Seckau ist für Burschen ab der Sekundarstufe I. Sie besuchen Allgemein oder Berufsbildende Höheren Schulen in Graz. Das Seminar befindet sich im Augustinum in der Lange Gasse im 3. Bezirk Geidorf.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Da die Diözese Leoben zur damaligen Zeit keine Priester ausbilden konnte, fehlte doch im Diözesangebiet ein Gymnasium, schuf Hofkaplan Sebastian Job 1830 die Stiftung „Carolinum“. Durch sie war es „armen Jüngligen aus der Obersteiermark“ möglich, das Akademische Gymnasium in Graz zu besuchen. Sie wurden privat untergebracht. 1842 folgte mit einer ähnlichen Stiftung Jobs, dem „Augustineum“ die Diözese Seckau. Für die beiden zusammengelegten Stiftungen wurde an der Ecke Lange Gasse - Grabenstraße in Graz, im sogenannten „Warnhauser’schen Haus“ eine Bleibe geschaffen. Die Nachfrage war so groß, dass ab 1956 eine Hauslehranstalt geführt wurde, die im heutigen Bischöflichen Gymnasium eine der traditionsreichsten Bildungsstätten der Steiermark ist. In der Zeit des Zweiten Weltkriegs wurde das Internat von den Besatzungsmächten zwar geschlossen, die Seminaristen aber durch den Generalpräfekten Karl Lind und den Spiritual Franz Vollmann im Untergrund begleitet. Ab dem Schuljahr 1945/1946 begann der Seminar- und Gymnasialbetrieb wieder, im Jahr darauf konnte der Wiederbezug im "fürstbischöflichen Knabenseminar" beginnen. 1971 erfolgte die Trennung zwischen Seminar und Gymnasium, die bis dahin gemeinsam geführt wurden. Im Jahr 2000 wurden die ersten Seminaristen aufgenommen, die in Graz eine Berufsbildende Höhere Schule oder die Oberstufenform einer Allgemein Bildenden Höheren Schule besuchen. 2008-2009 wurde das ca. 23.000m2 große Gebäude zum 'Augustinum' umgebaut, das als Bischöfliches Zentrum für Bildung und Berufung alle Bildungs- und Berufungseinrichtungen der Diözese Graz-Seckau beherbergt.

Seminar heute

Mit "b+" setzt das Bischöfliche Seminar der Diözese Graz-Seckau im Jahr 2012 einen neuen Akzent: es ist ein Internat mit "Mehrwert", bietet es doch nicht bloß Raum für ca. 100 Personen im Internat an, sondern auch einen besonderen Ort im ("Augustinum" mit vielen Institutionen mitten im Bildungsbezirk von Graz, Geidorf); darüber hinaus werden Leben, Wohnen, Lernen gemeinsam und durch Erzieher, Präfekten genannt, begleitet. Dadurch wird gesamtheitliche Erziehung gewährleistet, die die Dimension des christlichen Glaubens bewusst einschließt.

Weblinks

Literatur

  • Jamnig Josef (Hg.): 150 Jahre Bischöfliches Seminar Graz, Graz: 1980
  • Janisch August: Bischöfliches Seminar und Gymnasium Graz. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Diplomarbeit zur Erlangung des akademischen Grades „Magister der Theologie“, hektogr., Graz 1980.