Bleiburg

Dieser Artikel beschreibt den Ort Bleiburg, für die nuklearmedizinische Laborausstattung siehe Bleiburg (Strahlenschutz).
Bleiburg/Pliberk
Wappen von Bleiburg/Pliberk
Bleiburg (Österreich)
Bleiburg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Völkermarkt
Kfz-Kennzeichen: VK
Fläche: 69,75 km²
Koordinaten: 46° 35′ N, 14° 48′ O46.5914.798888888889479Koordinaten: 46° 35′ 24″ N, 14° 47′ 56″ O
Höhe: 479 m ü. A.
Einwohner: 3.899 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 55,9 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9150
Vorwahl: 0 42 35
Gemeindekennziffer: 2 08 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
10. Oktober-Platz 1
9150 Bleiburg
Website: www.bleiburg.at
Politik
Bürgermeister: Stefan Visotschnig (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(23 Mitglieder)
8 ÖVP, 8 SPÖ, 4 EL, 3 FPK
Lage der Stadt Bleiburg/Pliberk im Bezirk Völkermarkt
Bleiburg Diex Eberndorf Eisenkappel-Vellach Feistritz ob Bleiburg Gallizien Globasnitz Griffen Neuhaus Ruden Sankt Kanzian am Klopeiner See Sittersdorf Völkermarkt KärntenLage der Gemeinde Bleiburg im Bezirk Völkermarkt (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Burg Bleiburg
Hauptplatz von Bleiburg
Gedenkstätte für die Opfer des Massakers von Bleiburg
NDH-Truppen und zivile Flüchtlinge auf dem Bleiburger Feld (Loibacher Feld) 3 km vor Bleiburg, Mai 1945
Lokalisationen der Massaker von Bleiburg im österreichischen Kärnten und Epizentren der Massentötungen in Slowenien


Bleiburg (slowen. Pliberk) ist eine zweisprachige Stadtgemeinde mit 3899 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) und Bezirksgerichtssitz im Bezirk Völkermarkt. Die Stadtgemeinde liegt im Jauntal, am Fuße der Petzen. Ihren Namen verdankt sie dem früheren Bergbau. Nahe Bleiburg kam es 1945 zum Massaker von Bleiburg.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Das Gemeindegebiet liegt am Jaunfeld südlich der Drau (im Südosten Kärntens) und grenzt an Slowenien. Der Hauptort Bleiburg ist ungefähr 4 km von der österreichisch-slowenischen Staatsgrenze entfernt.

Gemeindegliederung

Bleiburg ist in 12 Katastralgemeinden gegliedert:

Aich, Bleiburg, Grablach, Kömel, Moos, Oberloibach, Rinkenberg, St. Margarethen, Schattenberg, Unterloibach, Weißenstein und Woroujach.

Das Gemeindegebiet umfasst 23 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 2001):

  • Aich (Dob) (167)
  • Bleiburg (Pliberk) (1.339)
  • Dobrowa (Dobrova) (23)
  • Draurain (Brege) (16)
  • Ebersdorf (Drveša vas) (411)
  • Einersdorf (Nonča vas) (286)
  • Grablach (Grablje) (30)
  • Kömmel (Komelj) (78)
  • Kömmelgupf (Komeljski vrh) (25)
  • Loibach (Libuče) (429)
  • Lokowitzen (Lokovica) (6)
  • Moos (Blato) (177)
  • Replach (Replje) (66)
  • Rinkenberg (Vogrče) (284)
  • Rinkolach (Rinkole) (94)
  • Ruttach (Rute) (48)
  • Sankt Georgen (Šentjur) (38)
  • Sankt Margarethen (Šmarjeta) (89)
  • Schattenberg (Senčni Kraj) (25)
  • Schilterndorf (Čirkovče) (171)
  • Weißenstein (Belšak) (28)
  • Wiederndorf (Vidra vas) (175)
  • Woroujach (Borovje) (78)

Nachbargemeinden

Ruden Neuhaus
Eberndorf Nachbargemeinden Prevalje, Ravne na Koroškem
Feistritz ob Bleiburg Mežica

Geschichte

Mittelalter und frühere Neuzeit

Die erste urkundliche Erwähnung findet sich vor dem Jahr 1000: Bischof Albuin von Brixen schenkte seinem Bruder, dem Grafen Aribo, das Gut Liupicdorf, das spätere Bleiburg. Im Jahr 1228 wurde Bleiburg erstmals als castrum et forum pliburch erwähnt.

Im 13. Jahrhundert kam das Gebiet in den Besitz der Grafen von Heunburg, danach der Pfannberger und ab 1338 der Auffensteiner. Durch deren Aufstand und Verschwörung gegen die Habsburger kam es 1368 zur Belagerung und Verwüstung des Marktes, der danach in landesfürstlichen Besitz geriet. Wieder aufgebaut, erhielt er 1370 das Stadt- und 1393 das Marktrecht. Dieses bildet noch heute die rechtliche Grundlage für den Bleiburger Wiesenmarkt, der jährlich stattfindet. 1473, 1476, 1478 wurde die Stadt von den Türken stark zerstört. 1479 Erneuerung der Stadtbefestigung.

1739 verwüstete ein großer Brand die Stadt. 1864 wurde Bleiburg an die Bahnlinie FranzensfesteKlagenfurtMarburg angeschlossen.

Zweite Republik

Hauptartikel: Massaker von Bleiburg

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges fand rund um das Gemeindegebiet das Massaker von Bleiburg statt. Mitte Mai 1945 wurden in der Grenzstadt Bleiburg Tausende kroatische Domobranen, Ustascha- Soldaten und slowenische Domobrancen von den Briten an das titokommunistische Jugoslawien ausgeliefert. Ebenso wurden etliche österreichische Staatsbürger Deutschkärntner und deutschgesinnt slowenischsprachige Menschen aus Bleiburg und Südkärnten bei diesen Nachkriegsmassakern der Titokommunisten getötet. Seit den 1950ern versammeln sich jedes Jahr im Mai antikommunistische Kroaten aus aller Welt um der Opfer von Bleiburg zu Gedenken.[1]

Gegenwart

Seit den 1970er-Jahren ist Bleiburg auch in den Kärntner Ortstafelstreit verwickelt. (siehe unter Politik)

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung


Bleiburg, Kirche
Straße der Bleiburger Opfer in Zadar
Werner-Berg-Galerie am Hauptplatz von Bleiburg
Freyungsbrunnen von Kiki Kogelnik am Hauptplatz von Bleiburg
Elternhaus von Kiki Kogelnik am Bleiburger Hauptplatz
Seitenaltar der Pfarrkirche mit dem Heiligen Florian

Sprache und Religion

Nach der Volkszählung 2001 hat die Stadtgemeinde Bleiburg 4.083 Einwohner, davon sind 95,0 % österreichische und 2,5 % bosnische Staatsbürger. 30,4 % der Bevölkerung geben Slowenisch (teilweise in Kombination mit Deutsch) als Umgangssprache an.

Zur römisch-katholischen Kirche bekennen sich 92,2 % der Gemeindebevölkerung, zur orthodoxen Kirche 1,7 %, zur evangelischen Kirche 1,6 % und zum Islam 1,1 %. Ohne religiöses Bekenntnis sind 2,0 %.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Der Hauptplatz mit Pestsäule von 1724 ist umstanden mit Häusern aus dem 16. bis 18. Jahrhundert; die schlichten Fassaden stammen meist aus dem 19. Jahrhundert.
  • Schloss Bleiburg ist ein Renaissancebau im Besitz der Grafen von Thurn-Valsassina. Ursprünglich im frühen 12. Jahrhundert auf einem Hügel über der Stadt errichtet, stammt die heutige Bausubstanz großteils aus dem frühen 17. Jahrhundert[2]
  • Die Pfarrkirche Hll. Petrus und Paulus ist ein spätgotischer Bau des 14. Jahrhunderts
  • Die Wallfahrtskirche Heiligengrab, ein Barockbau aus dem Jahr 1761 steht auf einem Kalvarienberg.
  • Werner-Berg-Galerie am Hauptplatz
  • Kiki-Kogelnik-Elternhaus am Hauptplatz
  • Gedenkpark am Bleiburger Feld (Loibacher Feld) mit mehren Monumenten und einer Kapelle für die Opfer des Massakers von Bleiburg
  • Der Freyungsbrunnen von Kiki Kogelnik ist eines der späten Hauptwerke der Künstlerin Kiki Kogelnik und wurde aus Anlass des 600-jährigen Jubiläums des Bleiburger Wiesenmarktes im Jahre 1994 geschaffen. Der Brunnen vor ihrem Elternhaus stellt den geflügelten St.Lucas-Stier, das Wappentier von Bleiburg, dar. Der Brunnen dient auch als Aufstellungsort der Freyung, dem Symbol für das „freie Markten“. (Die Freyung wird jeweils eine Woche vor den großen Jahresmärkten aufgestellt.) Es sind auch Bestrebungen im Gange, eine „Kiki Kogelnik Galerie“ zu errichten, um so neben dem von ihr gestalteten Freyungsbrunnen eine weitere Dokumentation der Bleiburgerin präsentieren zu können.

Der seit 1983 bestehende Verein Kulturinitiative Bleiburg'' (KIB) veranstaltet unter anderem seit 1993 das Bleiburger Faschingskabarett.

2009 fand in Bleiburg – gemeinsam mit St. Paul im Lavanttal – die Europaausstellung statt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Seine abgeschiedene, unspektakuläre Lage macht Bleiburg zu einem Passivraum. Bleiburg liegt an der heute immer noch als Hauptbahnlinie ausgewiesenen, jedoch nicht elektrifizierten und eingleisigen Bahnlinie von Marburg (Slowenien) nach Franzensfeste (Südtirol). Diese wurde Anfang der 1860er Jahre gebaut und führt von Klagenfurt kommend über den 2010 neu erbauten Bahnhof Bleiburg (der rund 2 km außerhalb der Stadt liegt) und über den Holmecpass in das slowenische Miestal. Der Bahnhof Bleiburg wird spätestens 2020, mit der Fertigstellung der Koralmbahn ein wichtiger Güterbahnhof sein. Ursprünglich gelangte man über den Anschluss der Bahnstrecke Unterdrauburg–Knittelfeld im heute slowenischen Dravograd (Unterdrauburg) über Lavamünd wieder zurück nach Österreich. Bis 1964 wurde auf diese Art die bahnmäßige Anbindung des Lavanttals an den Rest Kärntens mittels Korridorverkehr bewältigt. Erst 1964 wurde die Nebenbahnlinie (Jauntalbahn) eröffnet, die Bleiburg mit St. Paul verbindet. Auf diese Weise bekam die Stadt mit der Bahnhaltestelle Bleiburg Stadt auch eine sehr zentrumsnah gelegene Zu- und Ausstiegsmöglichkeit. Die Bleiburger Schleife soll im Zuge des Baus der Koralmbahn elektrifiziert werden.

Die Südautobahn sowie Grenzübergänge nach Slowenien (Mießtal, Unterdrauburg) liegen in der Nähe. Auf der Petzen befindet sich ein kleines Skigebiet. In der Nähe von Bleiburg befindet sich auch das Sommertourismusgebiet Klopeinersee.

Der größte Arbeitgeber in der Umgebung ist das Filterwerk Mahle (St. Michael ob Bleiburg) in der Nachbargemeinde Feistritz ob Bleiburg, welches knapp 1700 Mitarbeiter beschäftigt. Als regionaler Arbeitgeber von Bedeutung ist auch die Goiginger Kaserne Bleiburg des Österreichischen Bundesheeres.

Durch den Bau der Bleiburger Schleife soll die Gemeinde an die derzeit in Planung befindliche Eisenbahn-Hochleistungsstrecke Koralmbahn angeschlossen werden.

Von wirtschaftlicher Bedeutung ist auch der Bleiburger Wiesenmarkt mit seiner Landmaschinenausstellung. Der Wiesenmarkt wurde 1393 erstmals urkundlich erwähnt und findet jährlich um Ägidius (1. September) statt.

Politik

Gemeinderatswahl 2009
Wahlbeteiligung: 88,48 %
 %
40
30
20
10
0
34,21 %
(-2,84 %p)
32,95 %
(+0,89 %p)
16,58 %
(-6,56 %p)
16,26 %
(n. k.)
n. k.
(-7,74 %p)
EL Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
2003

2009

  

Stadtrat und Bürgermeister

Der Stadtrat (Stadtregierung) von Bleiburg hat sechs Mitglieder. Direkt gewählter Bürgermeister ist Stefan Visotschnig (SPÖ).[3]

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 23 Mitglieder und setzt sich seit der letzten Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:[4]

Wappen

Das Wappen von Bleiburg zeigt „in Blau auf einem goldenen Schriftband mit der Inschrift S. LVCAS ein nach rechts schreitender herschauender, goldener Flügelstier.“[5]

Die Verwendung eines Stadtsiegels kann zwar für bald nach 1322 angenommen werden, ist aber erst am 22. Juli 1428 erwähnt und an einer Urkunde vom 29. November 1650 erhalten; Schrift und Siegelbild weisen allerdings in die Zeit um 1320/30. Der Stier ist als Attribut des Evangelisten Lukas eindeutig und unstrittig, der Anlass für dessen Verwendung ist aber nicht überliefert und unklar, denn die Stadtpfarrkirche ist dem Apostel Petrus geweiht. Eine mögliche Deutung ist, dass in Bleiberg zum Lukastag ein Jahrmarkt abgehalten wurde.

Die Führung des Wappens wurde der Stadtgemeinde am 10. September 1969 bestätigt. Die Fahne von Bleiburg ist Blau-Gelb mit eingearbeitetem Wappen.

Ortstafelstreit

Hauptartikel: Ortstafelstreit

Schon 2001 hatte der Verfassungsgerichtshof (VfGH) zum Kärntner Ortstafelstreit ein Grundsatzurteil (Aufstellung in den Gemeinden mit 10-%-Anteil binnen Jahresfrist) gefällt. Im Dezember 2005 entschied der VfGH, dass auf den Ortstafeln von Bleiburg und Bleiburg-Ebersdorf neben der deutschen auch die slowenischen Ortsbezeichnungen Pliberk und Drveša vas angeführt werden müssen. Darauf wurden die Tafeln stattdessen vom seinerzeitigen Landeshauptmann Jörg Haider in einer Presseaktion am 8. Februar 2006 um einige Meter versetzt, sodass sie so einer neuen Verordnung unterlagen, für die das VfGH-Urteil nicht galt. Diese als Ortstafelverrückung bekannt gewordene Maßnahme wurde am 26. Juni 2006 vom VfGH für rechtswidrig befunden. Daraufhin wurden kleine Tafeln als Zusatztafeln montiert. Folge waren Amtsmissbrauchs-Vorerhebungen gegen Haider und Straßenbaurefent Dörfler. 9. Juli 2010 befand der VfGH auch diese Lösung für unzulässig, und fordert Beschriftung beider Namensvarianten in gleicher Schriftgröße. Vom jetzigen Landeshauptmann Dörfler als „Fehlurteil“ bezeichnet, wurden trotzdem binnen weniger Tage urteilskonforme Tafeln aufgestellt.[6]

Sport

Vereinssport

Bleiburg ist in sportlicher Hinsicht nicht nur ein Zentrum Unterkärntens und des Bezirkes Völkermarkt, sondern beherbergt auch österreichweit bedeutende Sportvereine.

Der wohl erfolgreichste Sportverein ist der Volleyballklub SK Aich/Dob. Gegründet vom ehemaligen österreichischen Nationalspieler Gerhard Kitzinger, Anfang der 80er Jahre in der kleinen – nördlich von Bleiburg gelegenen Ortschaft Aich, slow. Dob – schaffte der Verein 1991 den Aufstieg in die österreichische Bundesliga. Die größten Erfolge waren die 2. Plätze im Cup 2007 und 2000 sowie Serien-Europacupteilnahmen (erstmals 1997). Mittlerweile scheint der SK-Aich-Dob den 3. Platz in der Bundesliga hinter den Millionenteams von Vienna Hotvolleys und Wasserkraft Tirol abonniert zu haben (so auch 2007 3. Platz in der aon-Volley-League).

Ein weiterer höchst erfolgreiche Verein aus Bleiburg ist der PPC-Bleiburg – ein Billard-Club. Etliche Staatsmeistertitel in vielen Altersklassen und Kategorien gehen auf das Konto des Vereines.

Der SVG Petzenland Bleiburg wurde als Sportverein Grenzland Bleiburg 1946 gegründet und ist der Traditionsverein Südkärntens. Der SVG ist zweimaliger Kärntner Meister 1991 und 2007, war von 1977 bis 1996 über 19 Jahre „unabsteigbarer“ Bestandteil der Kärntner Landesliga und wurde nach dem Aufstieg in die neu geschaffene Regionalliga Mitte (Kärnten, Steiermark, Oberösterreich, Österreichs dritthöchste Spielklasse) auch in dieser Liga etabliert. 2006 musste man allerdings erstmals seit 1973 wieder einmal absteigen. In der darauffolgenden Saison in der Kärntner Landesliga dominierte man diese allerdings und somit ist der SVG ab Herbst 2007 wieder Teil der Regionalliga Mitte.

Ein großes Problem der erfolgreichen Bleiburger Vereine sind die ungenügenden Sportstätten. Der SK Aich-Dob spielt mit Sondergenehmigung in der viel zu niedrigen Kellerhalle im Kulturni Dom (Kulturhaus), der SVG-Sportplatz ist angesichts der Leistungen des SVG nicht mehr zeitgemäß. Die Bezirksballspielhalle, die seit Jahren durch die Medien geistert und wohl die Lösung der Hallenprobleme des SK-Aich-Dob darstellen würde, wurde bisher weder in Bleiburg noch in anderen Orten des Bezirkes errichtet. Der Sportplatz des SVG bräuchte als sofortige Maßnahme zumindest eine Flutlichtanlage, um publikumswirksamere Abendspiele durchführen zu können. Eine überdachte Zuschauertribüne wäre der Klasse entsprechend, dürfte allerdings Zukunftsmusik bleiben.

Breitensport

Bleiburg bietet vielfältige Möglichkeiten der Sportausübung im Breitensportbereich, sei es innerhalb von Vereinen wie außerhalb der organisierten Sportausübung. Beispielhaft seien erwähnt der Schisport nordisch wie alpin (Nähe zum Schigebiet Petzen), Laufen, Radfahren (hervorragendes Radwegnetz), Schwimmen und Baden (Nähe zu Kärntner Seen, Freibad), Breitensportvereine wie die Heiligengraber Gemeinschaft mit einem vielfältigen Sportangebot, Tennis (TC Bleiburg), Extremsportarten (Paragleiten, Bungy-Jumping und Rocket-Jump von der Jauntalbrücke)

Persönlichkeiten

  • Josef Sorgo (1869–1950), Internist und Pulmologe, in Bleiburg geboren
  • Milka Hartman (1902–1997), Dichterin, bei Bleiburg geboren
  • Werner Berg (1904–1981), Künstler; verbrachte einen Teil seiner Schaffenszeit in Bleiburg
  • Janko Messner (1921–2011), Schriftsteller, in Bleiburg geboren
  • Franz Brandl (1928-2012), Künstler, insbesondere in Bleiburg tätig gewesen
  • Kiki Kogelnik (1935–1997), Pop-Art-Künstlerin, in Bleiburg geboren
  • Hubert Fabian Kulterer (1938–2009), Aktionskünstler und Dichter
  • Rainer Schönfelder (* 1977), Skiläufer und mehrfacher Olympiamedaillengewinner

Weblinks

 Commons: Bleiburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Florian T. Rulitz: Die Tragödie von Bleiburg und Viktring. Partisanengewalt in Kärnten am Beispiel der antikommunistischen Flüchtlinge im Mai 1945. Hermagoras Verlag, Klagenfurt/Ljubljana/Wien, 2011. ISBN 978-3-7086-0616-3
  2. Schloss Bleiburg bei Burgen-Austria
  3. Amt der Kärntner Landesregierung, abgerufen 18. März 2009.
  4. Amt der Kärntner Landesregierung, abgerufen 18. März 2009.
  5. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 62
  6. Salzburger Nachrichten, 14. Juli 2010, S. 2 (online): Als eigentlicher Grund wird angegeben, dass die Ortstafeln nach den VfGH ungültig sind, also auch die 50-km/h-Beschränkung nicht in Kraft ist, und bei Unfällen der zuständige Amtsleiter persönlich amtshaftbar ist.