Brand-Nagelberg

Brand-Nagelberg
Wappen von Brand-Nagelberg
Brand-Nagelberg (Österreich)
Brand-Nagelberg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Gmünd
Kfz-Kennzeichen: GD
Hauptort: Alt-Nagelberg
Fläche: 36,7 km²
Koordinaten: 48° 50′ N, 14° 59′ O48.83333333333314.983333333333508Koordinaten: 48° 50′ 0″ N, 14° 59′ 0″ O
Höhe: 508 m ü. A.
Einwohner: 1.662 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 45,29 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3871
Vorwahl: 02859
Gemeindekennziffer: 3 09 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 117
3871 Alt-Nagelberg
Website: www.brand-nagelberg.at
Politik
Bürgermeister: Franz Freisehner (SPÖ)
Gemeinderat: (2010)
(19 Mitglieder)
15
4
15 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Brand-Nagelberg im Bezirk Gmünd
Amaliendorf-Aalfang Bad Großpertholz Brand-Nagelberg Eggern Eisgarn Gmünd Großdietmanns Großschönau Haugschlag Heidenreichstein Hirschbach Hoheneich Kirchberg am Walde Litschau Moorbad Harbach Reingers Schrems St. Martin Unserfrau-Altweitra Waldenstein Weitra NiederösterreichLage der Gemeinde Brand-Nagelberg im Bezirk Gmünd (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Brand-Nagelberg ist eine Marktgemeinde mit 1662 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Gmünd in Niederösterreich.

Brand-Nagelberg ist eine Mitgliedsgemeinde der Kleinregion Waldviertler StadtLand.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Brand-Nagelberg liegt im Waldviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 36,63 km². 68,22 Prozent der Fläche sind bewaldet. Katastralgemeinden sind Alt-Nagelberg, Brand, Finsternau, Neu-Nagelberg und Steinbach.

Nachbargemeinden

Litschau
Rapšach (CZ) Nachbargemeinden Heidenreichstein
Gmünd Schrems

Geschichte

Am Kaiblloch und am Kaiblstein wurden Funde aus der Jungsteinzeit gemacht.

Das Dorf Brand entstand nach einem Waldbrand im Jahr 1666 und wurde 1686 erstmals urkundlich erwähnt. Das Dorf Steinbach wurde bereits 1369 erstmals urkundlich erwähnt.[1]

Nagelberg ist ein traditioneller Ort der Glasherstellung. Urkundlich ist für das Jahr 1635 eine Glashütte belegt. Ab 1725 gilt der Bestand der Kallmünzerschen Glashütte in Alt-Nagelberg, der „Althütte“, für gesichert. Die „Neuhütte“ in Neu-Nagelberg bestand von 1811 bis 1931. Beide Produktionsstätten kamen 1858 in den Besitz von Carl Stölzle, dem Gründer von Stölzle-Oberglas.[2]

Brand wurde 1927 zur Marktgemeinde erhoben. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zur Errichtung zahlreicher neuer Ein- und Zweifamilienhäuser sowie von Gemeindebauten.

Einwohnerentwicklung

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1820 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 2013 Einwohner, 1981 2188 und im Jahr 1971 2461 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche zum Heiligen Andreas in Brand

Die Pfarrkirche zum Heiligen Andreas in Brand ist eine josephinische Saalkirche. Die auf einem Platz im Norden des Dorfes gelegene Kirche wurde von 1784 bis 1797 erbaut. Der zugehörige Pfarrhof wurde um 1800 errichtet.[3] Die Pfarrkirche in Alt-Nagelberg ist Josef dem Arbeiter geweiht und wurde von 1959 bis 1960 erbaut. Die Ortskapelle zum gekreuzigten Heiland in Steinbach stammt aus dem Jahr 1786.

Politik

Bürgermeister der Marktgemeinde ist seit 2002 Franz Freisehner (SPÖ).

Von den 19 Sitzen des Gemeinderats hält die SPÖ 15, die ÖVP 4 (Stand der Gemeinderatswahl 2010).

Wappen

Das Wappen zeigt im goldenen Feld über einem Berg einen Wald, aus dem rote Feuerzungen schlagen.

Partnergemeinde

Die Marktgemeinden Brand-Nagelberg und Brunn am Gebirge beschlossen 1974 die Partnerschaft. Beide Gemeinden waren traditionelle Glasproduktionsorte.

Wirtschaft und Infrastruktur

Bahnhof Neu-Nagelberg

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 83, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung von 1999 54. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 724. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 40,93 Prozent.

In Brand-Nagelberg befinden sich mehrere Stationen der Waldviertler Schmalspurbahnen. In Neu-Nagelberg besteht ein Grenzübergang der Europastraße 49 ins tschechische Halámky. Außerdem führt von Finsternau der Wandergrenzübergang Rapšach-Spáleniště/Brand durch die Wälder ins tschechische Malý Londýn.

Persönlichkeiten

  • Adolf Sabelko (1890–1973), römisch-katholischer Geistlicher und CSP-Politiker

Weblinks

 Commons: Brand-Nagelberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bundesdenkmalamt (Hrsg.): DEHIO Niederösterreich - nördlich der Donau. Scholl, Wien 1990, ISBN 3-7031-0652-2, S. 1118.
  2. Bundesdenkmalamt (Hrsg.): DEHIO Niederösterreich - nördlich der Donau. Scholl, Wien 1990, ISBN 3-7031-0652-2, S. 767.
  3. Bundesdenkmalamt (Hrsg.): DEHIO Niederösterreich - nördlich der Donau. Scholl, Wien 1990, ISBN 3-7031-0652-2, S. 70–71.