Brentenjoch

Dieser Artikel erläutert den Berg der Tannheimer Berge, zum Pass bei Kufstein im Kaisergebirge siehe Brentenjoch (Kaisergebirge).
Brentenjoch
Brentenjoch vom Lumberger Grat

Brentenjoch vom Lumberger Grat

Höhe 2000 m ü. A.
Lage Tirol, Österreich
Gebirge Tannheimer Berge, Allgäuer Alpen
Dominanz 3,7 km → Große Schlicke
Schartenhöhe 282 m ↓ Vilser Jöchl
Geographische Lage 47° 31′ 56″ N, 10° 34′ 56″ O47.53222222222210.5822222222222000Koordinaten: 47° 31′ 56″ N, 10° 34′ 56″ O
Brentenjoch (Tirol)
Brentenjoch

Das Brentenjoch ist ein 2000 Meter hoher Berg in der Tannheimer Gruppe. Gipfel und Hauptaufbau befinden sich im österreichischen Bundesland Tirol. Ein Nordost-Grat verbindet den Hauptgipfel mit dem Nebengipfel Roßberg, der 1945 Meter hoch ist.

Inhaltsverzeichnis

Namensherkunft

Ursprünglich wurde die Bezeichnung Roßberg auf Pfrontener und Gräner Seite für den ganzen Berg verwendet und ist für das Jahr 1561 erstmals in einer Tannheimer Urkunde belegt. Auf Vilser Seite verwendete man Roßberg Saul. Für eine Verebnungszone in der Südflanke wurde jedoch die Bezeichnung Brentjoch verwendet. Dieser Name wurde nach und nach als offizielle Bezeichnung für den Hauptgipfel gebraucht. Die vermutlich Herkunft könnte von Brandrodungen im Latschen-Wald stammen.[1]

Lage und Umgebung

Das Brentenjoch erhebt sich über dem Vilstal bei Pfronten, von dem es sechseinhalb Kilometer entfernt ist. Die Entfernung zu Vils und Grän beträgt vier Kilometer. Westlich des Brentenjochs liegt der Aggenstein (1985 m), über die Einschartung zwischen beiden Bergen verläuft die Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Östlich des Bergs verläuft das Alptal, nach Südwesten zieht das Tal des Seebachs.

Stützpunkte

Am Aggenstein, etwas oberhalb der Einschartung zwischen den Bergen, befindet sich die Bad Kissinger Hütte (1792 m). Die im Jahr 1880 erstmals gebaute Hütte hieß früher Pfrontener Hütte. Sie ist im Sommer von Mai bis Oktober geöffnet und bietet den Gästen Zimmerlager und Bettenlager an. Im Winter steht ein Winterraum zur Verfügung.

Im Alptal befindet sich die Vilser Alm (1228 m), die das ganze Jahr über, mit einigen Unterbrechungen, geöffnet hat. Sie bietet 44 Personen Platz.

Besteigungen

Auf das Brentenjoch führen mehrere Anstiege. Ausgangspunkte sind dabei die Gräner Ortsteile Enge oder Lumberg sowie die Stadt Vils.

Von Enge führt der Weg zunächst über einen Forstweg ins Seebachtal. Das Tal entlang auf normalen Wanderwegen wird die Sebenalm erreicht, von wo der Weg zum Vilser Jöchl (1718 m) ansteigt. Durch einen Wald aus Bergkiefern erreicht man die freie Südflanke und von dort geht es über den flachen Südgrat auf den Gipfel. Auch zur Vilser Alm führt ein Fahrweg von Vils aus hinauf, der sich bis zur Durchachalm fortsetzt. Ab hier nimmt ebenfalls ein Wanderweg seinen Verlauf hinauf zum Vilser Jöchl.

Der Tannheimer Höhenweg verbindet die Bad Kissinger Hütte und das Brentenjoch über dessen Westgrat. Die Bergstation der Seilbahn auf das Füssener Jöchl ist Ausgangspunkt für den Gräner Höhenwege, der über den Sefensattel ins Sebental und zur Sebenalm führt. Von der Bergstation der Breitenbergbahn führt ein Wanderweg zu der Einschartung zwischen Brentenjoch und Aggenstein.

Um den Rossberg über den teilweise ausgesetzten Grat zu erreichen benötigt der Wanderer absolute Trittsicherheit und elementare Kletterkenntnisse.

In der Nordwand sind Klettereien möglich.

Bilder

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Thaddäus Steiner: Allgäuer Bergnamen. 2. Auflage. Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2008, ISBN 978-3-8987-0389-5 (S. 36 & 164).