Brigitte Ederer

Brigitte Ederer (* 27. Februar 1956 in Wien) ist Mitglied des Vorstands der Siemens AG und ehemalige österreichische Politikerin (SPÖ). Sie war EU-Staatssekretärin im österreichischen Bundeskanzleramt zu der Zeit, als sich Österreich auf den EU-Beitritt vorbereitete.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Brigitte Ederer besuchte das Bundesrealgymnasium im 21. Wiener Gemeindebezirk Floridsdorf und studierte anschließend Volkswirtschaft an der Universität Wien. 1980 schloss sie ihr Studium mit dem akademischen Grad Magister ab. Von 1977 bis 1992 arbeitete sie für die Arbeiterkammer. In ihrer Funktion als Staatssekretärin ab dem 3. April 1992 warb sie für den EU-Beitritt und propagierte den Ederer-Tausender. Nach dem Ausscheiden aus dieser Regierungsfunktion wurde sie Bundesgeschäftsführerin der SPÖ (bis 1997) und danach Finanzstadträtin in Wien.

Nach dem Ausscheiden aus der Politik im Jahr 2000 wechselte Ederer in den Vorstand der Siemens AG Österreich. Mit Ablauf der AR-Sitzung am 13. Dezember 2005 trat Brigitte Ederer die Nachfolge von Albert Hochleitner als Generaldirektorin und Vorstandsvorsitzende von Siemens Österreich an.

Im Mai 2010 wechselte Ederer in den Vorstand der Siemens AG nach München. Sie leitet den Bereich Corporate Human Resources und betreut die Wirtschaftsregion Europa einschließlich Deutschland.

Seit Mai 2010 ist Brigitte Ederer Obfrau des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) in der Wirtschaftskammer Österreich.[1]

Politische Laufbahn

  • Abgeordnete zum Nationalrat (1983–1992; XVI.–XVIII. Gesetzgebungsperiode)
  • Klubobmann-Stellvertreterin (1990–1992)
  • EU-Staatssekretärin im Bundeskanzleramt (1992–1995)
  • Abgeordnete zum Nationalrat (1994; XIX. Gesetzgebungsperiode)
  • Abgeordnete zum Nationalrat (1995–1997; XIX.–XX. Gesetzgebungsperiode)

Sonstiges

Brigitte Ederer ist mit dem österreichischen EU-Abgeordneten der SPÖ Hannes Swoboda verheiratet.

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. FEEI: Ederer ist neue Obfrau des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie Pressemeldung der FEEI vom 27. Mai 2010 abgerufen am 23. August 2012.