British-Eagle-Flug 802/6

Dieser Artikel beschreibt den Absturz einer Maschine der British Eagle International Airlines im Jahr 1964. Der Absturz des Flugs 802 der gleichen Fluggesellschaft auf der gleichen Route im Jahr 1968 findet sich hier.
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British-Eagle-Flug 802/6
Unfall-Zusammenfassung
Unfallart Controlled flight into terrain, Pilotenfehler
Ort Glungezer, Österreich
Datum 29. Februar 1964
Todesopfer 83
Überlebende 0
Flugzeug
Flugzeugtyp Bristol Britannia
Fluggesellschaft British Eagle International Airlines
Kennzeichen G-AOVO
Passagiere 75
Besatzung 8
Liste von Katastrophen der Luftfahrt

British-Eagle-Flug 802/6 war ein Linienflug von London Heathrow nach Innsbruck Kranebitten. Am 29. Februar 1964 flog die Maschine knapp unterhalb des Gipfels in den Glungezer und zerschellte, wobei alle 83 Personen an Bord ums Leben kamen. Es ist bis heute (2012) das schwerste Flugunglück in Österreich.

Inhaltsverzeichnis

Verlauf

Die Bristol 175 Britannia Series 312 mit der Kennung G-AOVO der British Eagle International Airlines startete um 12:04 Uhr Ortszeit in London-Heathrow mit 75 Passagieren und acht Besatzungsmitgliedern an Bord. Bis Kempten erfolgte der Flug nach Instrumentenflugregeln (IFR). Dort änderten die Piloten ihren Flugplan, sodass der Anflug auf Innsbruck im Sichtflug (VFR) durchgeführt wurde; um 15:12 Uhr Ortszeit erfolgte der letzte Kontakt mit der Flugsicherung Innsbruck. Zu dieser Zeit befand sich die Maschine in einer Höhe von 10.000 Fuß (3050 m). Bis dahin war es nicht gelungen, die Wolkendecke zu durchbrechen.

Es gab keine Zeugen des Unglücks, vor allem wegen der schlechten Sichtverhältnisse. Der genaue Absturzort war zunächst unbekannt; erst am Vormittag des nächsten Tages wurde das Wrack gefunden, ungefähr gleichzeitig durch das Personal der Glungezerhütte und aus der Luft von einer DC-4 der amerikanischen Luftwaffe.[1]

Die Ostflanke des Glungezer, wo das Flugzeug aufprallte

Die Absturzstelle befindet sich in 2600 m Seehöhe wenige Meter unter dem Gipfel des Glungezer. Es kam zu keinem Brand, jedoch löste der Aufprall eine Lawine aus, durch die große Teile des Wracks mehrere hundert Meter in die Tiefe gerissen wurden. Die Bergung der Opfer war wegen der großen Lawinengefahr schwierig und erfolgte mit Hubschraubern.

Unfallursache

Der Unfallbericht nannte Pilotenfehler als Hauptursache für das Unglück. Der Pilot hätte demnach die unter den gegebenen Wetterbedingungen geltende Mindestflughöhe unterschritten.[2]

Opfer

Unter den Toten war eine einzige Österreicherin; alle anderen waren britische Staatsbürger.[3] Die meisten waren Touristen, die zum Wintersport nach Innsbruck wollten. Die Olympischen Winterspiele, die wenige Wochen vorher abgehalten worden waren, hatten viel zur Popularität Innsbrucks als Wintersportort beigetragen.

Einzelnachweise

  1. Bergung der Toten bei Lawinengefahr. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 3. März 1964, S. 5.
  2. ICAO Aircraft Accident Digest No.16, Circular 82-AN/69 (65–75)
  3. Heimweh trieb Rotraut in den Tod. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 3. März 1964, S. 5.

Literatur

Weblinks