Brixental

Brixental (Tirol)
Brixental
Brixental

Das Brixental ist ein südöstliches Seitental des Tiroler Unterinntals. Bei Wörgl (513 m Meereshöhe) vereinigen sich Brixen- und Inntal. Es wird von der Brixentaler Ache durchflossen.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Landschaft

Das Brixental Richtung Osten
Bei Brixen im Thale

Das Brixental ist ein 30 km langes Seitental des Inntals und führt in die Kitzbüheler Alpen und entlang der Brixentalstraße (B 170) bis zum Skiort und Bezirkshauptstadt Kitzbühel, über Reith bei Kitzbühel bis Going am Wilden Kaiser. Dem Talverlauf folgt seit 1875 auch die Salzburg-Tiroler-Bahn.

Die Landschaft des Brixentals ist durch weiche, meist bewaldete Gebirgsformen bestimmt. Der Talboden ist für dieses Gebirgstal sehr flach und breit. An den Eingängen der wenigen Seitentäler findet man einige Murschwemmkegel, vor allem im Gemeindegebiet von Brixen, die durch Geröll und Gestein der Wildbäche nach und nach entstanden sind. Die Hänge sind nicht besonders steil und können landwirtschaftlich optimal genutzt werden. Nur die Hänge der Schattseiten sind mehr bewaldet werden nur vereinzelt für die Landwirtschaft verwendet.

Mehrere Gipfel reichen fast an 2.000 m heran: die weithin sichtbare Hohe Salve (1.829 m, auch genannt "der Rigi Tirols") mit der höchstgelegenen Wallfahrtskirche Österreichs, der Nachtsöllberg (1.886 m), der Fleiding (1.892 m), der Gampenkogel (1.957 m) und die Choralpe (1.820 m). Weitere Gipfel sind der Gaisberg (1.767 m), der Rauhe Kopf (1.580 m) und der Zinsberg (1.674 m).

Der größte Ort des Tales ist Hopfgarten im Brixental (622 m), wo es eine Richtungsänderung um 70° erfährt. Der Hauptort des Tales ist Brixen im Thale (794 m) und befindet sich im Oberlauf, wo der Talboden breiter wird (siehe Bild). Hier vereinigen sich mehrere Quellflüsse. Der zweitgrößte Ort ist Kirchberg in Tirol (828 m), der 6 km von der Bezirkshauptstadt Kitzbühel entfernt liegt und als einer der größten Tourismusorte in der Region gilt.

Im Gemeindegebiet von Brixen entspringt die Brixentaler Ache, wo der Lauterbach und der Schleicherbach zwei wichtige Nebenflüsse darstellen und die Wassermenge beträchtlich bestimmen. Im unteren Bereich - etwa zwischen Westendorf und Hopfgarten - durchströmt die Ache eine enge Schlucht, durch die sich nur die Bundesstraße schlängelt - die Bahnstrecke weicht im sogenannten Windauer Bogen weitläufig aus. Eine Engstelle ist auch die Klamm bei der Ortschaft Itter.

Hier ist der Bogen des Tales sichtbar, den das Brixental bei der Einmündung der Kelchsau und des Windautales in Hopfgarten beschreibt. Im Hintergrund ist die Einmündung des Brixentales in das Inntal sichtbar.

Größere Seitentäler sind (von Wörgl flussaufwärts gezählt):

  • im Unterlauf das von Söll kommende Mühltal (Tal des Nasenbachs), das Luechertal (bei Bruckhäusl) und das Bruggtal (bei Gries)
  • bei Hopfgarten das Schönbachtal und die zwei langen, von Süden kommenden Täler der Kelchsauer Ache (Kelchsauer Tal) und der Windauer Ache (Windautal)
  • im breiten Oberlauf (Talbreite über 1 km) gibt es zunächst nur kleine Seitenbäche; erst bei Brixen finden sich die Täler der Quellflüsse, Lauterbach-, Schleicherbach- und Brixenbachtal. Unweit des Sattels nach Kitzbühel öffnet sich schließlich das Spertental der Aschauer Ache bei Kirchberg, das allerdings orografisch nach Norden zur Großache entwässert (Talwasserscheide des Brixentals zum Leukental bei Kirchberg)

Das Einzugsgebiet der Brixentaler Ache umfasst etwa ein Drittel des Bezirks Kitzbühel, wozu die großen Zuflüsse der Windauer und Kelchsauer Ache wesentlich beitragen. Die Brixentaler Ache mündet in Wörgl in den Inn.

Geschichte

Das Brixental gehörte ab 1312 zum Erzstift Salzburg und kam erst 1816 bei der Neuordnung Europas (Wiener Kongress) zum Kronland Tirol.

Panorama

Blick ins Brixental vom Salvenberg

Literatur

  • Sebastian Posch (Hrsg.): Brixen im Thale 788-1988. Ein Heimatbuch. Innsbruck: Universitätsverlag Wagner, 1988. ISBN 3-7030-0200-X.

Weblinks