Bruno Buchwieser

Bruno Buchwieser (* 5. Dezember 1883 in Linz; † 15. September 1960 in Wien) war ein österreichischer Architekt.

Bruno Buchwieser besuchte nach der Grund- und Bürgerschule die Werkmeisterschule. Im Jahr 1911 legte er die Baumeisterprüfung ab und bekam die dazugehörige Konzession. Im Ersten Weltkrieg wurde er verwundet.

In der Zwischenkriegszeit gelang es ihm, trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage immer wieder Aufträge zu bekommen. Diese waren hauptsächlich aus dem Kreis der katholischen Kirche. So plante und baute er zahlreiche Kirchen, Ordensspitäler oder Konventsbauten, wie die Kirche der Karmelitinnen in Wien. Aber auch im Ausland arbeitete Buchwieser, so in Ungarn, in der Schweiz und in den Niederlanden.

Nach dem „Anschluss“ im Jahr 1938 trat er der NSDAP bei, um Aufträge zu erhalten. So wurde er als Sachverständiger der Deutschen Reichsfront für die Ausführung von Hochbauten und als Sachverständiger für das Schätzungswesen für städtischen Grundbesitz zugelassen.

Im Jahr 1945 wurde seine Firma mit der Reparatur des Stephansdomes beauftragt. Auch sein Sohn Dr. Bruno Buchwieser, der auch die Österreichische Jungarbeiterbewegung gründete und dafür 1953 den Karl-Renner-Preis erhielt [1] [2], und seine Tochter Helene Koller-Buchwieser (1912–2008) gingen durch seine Schule und wurden zu bekannten Architekten.

Zu seinen bekanntesten Bauwerken zählen die Herz-Jesu-Sühnekirche in Hernals und das Gebäude des Krankenhauses zum Göttlichen Heiland.

Seine sakralen Bauwerke wurden, obwohl die Zeit des Historismus schon vorbei war, in den Grundzügen mittelalterlicher Bauten durchgeführt, wie sie die Amtskirche auch nach wie vor bevorzugte.

Realisierungen (Auswahl)

Weblinks

 Commons: Bruno Buchwieser – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Bruno Buchwieser. In: Architektenlexikon Wien 1770–1945. Herausgegeben vom Architekturzentrum Wien. Wien 2007.

Fußnoten

  1. Wiener Rathauskorrespondenz, 22. Dezember 1953, Blatt 2102
  2. Wiener Rathauskorrespondenz, 16. Jänner 1954, Blatt 67