Bschlabs

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Bschlabs (RotteOrtschaft)
Bschlabs (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Reutte (RE), Tirol
Pol. Gemeinde Pfafflar
Koordinaten 47° 18′ 31″ N, 10° 35′ 1″ O47.30861111111110.5836111111111314Koordinaten: 47° 18′ 31″ N, 10° 35′ 1″ Of1
Höhe 1314 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 87 (2001)
Postleitzahl A-6647 Pfafflar
Vorwahl +43/05635f1
Offizielle Website
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 16947
Zählbezirk/Zählsprengel Pfafflar (70825 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Bschlabs ist eine 1314 m ü. A. hoch gelegene Ortschaft der Gemeinde Pfafflar (Bezirk Reutte, Tirol). Die Ortschaft liegt am Streinbach (auch Streimbach genannt) und an der Hahntennjoch-Straße, die Imst im Inntal mit dem Lechtal verbindet.

Bschlabs hat ca. 125 Einwohner. Zu dieser Ortschaft zählen sieben Weiler: Aschlen, Sack, Windegg, Mitterhof, Taschach, Egg und Zwieslen.

Bschlabs befindet sich am Südabhang der Namloser Wetterspitze (2553 m ü. A.), im Nordwesten liegt die Rotwand (2334 m ü. A.), im Tal gegenüber der Spitzkopf (2346 m ü. A.).

Inhaltsverzeichnis

Entstehung des Ortsnamen

1284 wurde das Dorf Bislafes genannt. Später Pislaves oder danach in abgeänderter Form: Piselaves, Pshlavess oder Pischlaabz. Dies ist wiederum eine Ableitung von pos l'aves, was hinter den Wassern bedeutet . Damit ist der Zusammenfluss von Streimbach und seinen Seitenbächen gemeint.

Die Geschichte des Ortes und der Gemeinde

siehe: Geschichte der Gemeinde

Sehenswertes

Wallfahrtskirche „Maria-Schnee“

Die Kirche wurde 1639 als Kapelle erbaut und 1648 vom Weihbischof von Brixen geweiht. Vor dem Bau der Kirche mussten die Toten bis nach Dormitz (bei Nassereith) und später nach Imst getragen und dort beerdigt werden. 1670 kam der erste Kaplan, Nikolaus Kranebitter, in dieses Tal, war 40 Jahre lang Priester in Bschlabs und wurde unterhalb des Altars begraben. Die Aufzeichnungen des ältesten Taufbuches in der Pfarre, beginnen mit dem 31. Oktober 1670.

Das Kirchlein ist Anfang des 18. Jahrhunderts vergrößert worden. Der Turm wurde 1770 bis 1780 errichtet, mit achteckigem Obergeschoss und Zwiebelhaube. 1857 baute man eine Sakristei dazu. Zwei Jahre später wurde der Hochaltar errichtet. In der Mitte, anstelle eines Gemäldes, ist die Figur der Gnadenmadonna mit Kind; neben der Doppelsäulenstellung die Figuren der Apostelfürsten, links Paulus, rechts Petrus, darunter Jakobus und Johannes (aus der Werkstatt von Josef Witwer, Imst um 1770). Hoher Tabernakelvorbau mit Säulenstellung und Rundtempelbau; in den Rundnischen die Statuetten: links der Barbara und des Ignatius, rechts des Johannes Nepomuk und der Katharina (von Josef Anton Renn).
Die Seitenaltäre: Aufbau 1884, linker Seitenaltar mit Schutzengelgemälde, am rechten Seitenaltar Gemälde Hl. Josef mit Jesus beidseitig mit Putten (Witwer-Werkstätte).
Die Kanzel: Mitte 19. Jahrhundert in den Feldern Jesus- und Maria-Monogramm, Symbole der göttlichen Tugenden, Hl. Eucharistie, Gesetzestafeln mit Schwert und Palmzweig.
Das Kreuz über dem Sakristeieingang ist von Balthasar Jais aus Imst (1740).
In den Glasvitrinen: links, bekleidete Madonna mit Kind, 18. Jahrhundert; rechts, Mutter Gottes mit blauem Sternenmantel (wurde bei den Prozessionen mitgetragen). Die Glasgemälde der oben und unten halbkreisförmig geschlossenen Kirchenfenster aus der Tiroler Glasmalereianstalt Innsbruck (1919), stellen die Verkündigung, Heimsuchung und Geburt Jesu dar.
Die Brüstungsorgel von Josef Schreieck (1927) mit Teilen ist aus dem 18./19. Jahrhundert. Der Volksaltar, mit Abbildung des letzten Abendmahles, ist von Gottlieb Praxmarer aus Häselgehr.
An der Außenfassade der Kirche befinden sich zwei alte Fresken (Kreuzigungsgruppe und Hl. Christopherus), die erst bei der Renovierung der Kirche entdeckt wurden. Die renovierte Wallfahrtskirche wurde 1985 von Bischof Dr. Paulus Rusch neu geweiht. Das Patrozinium ist am 5. August.

Die Sankt Martins Kapelle

Diese Kapelle liegt am sogenannten Gröbegg bei Bschlabs/Aschlen am alten Fußweg von Elmen nach Bschlabs. Sie wurde 1988 renoviert.

Der Weg der Sinne

Der Weg der Sinne ist ein Fußweg beginnend unterhalb der Kirche in Bschlabs, führt durch einen Wald hinunter bis zum Streimbach über eine Hängebrücke und schattseitig hinauf zum Forstweg. Entlang des Weges sind Kunstwerke aus Holz, Metall und Stein mit besinnlichen Sprüchen, gestaltet von heimischen Künstlern. Die einzelnen Stationen mit Bildern finden Sie auf der Homepage der Gemeinde Pfafflar unter dem Punkt Sehenswertes.

Sonstiges

Über diese kleine Ortschaft wurde ein Lied geschrieben. Die Melodie und auch der Text stammen von Gerhard Hackenbuchner.

Hier der Text des Heimatliedes:

Bschlaber Lied

Refrain: Es gibt an stillen Fleck im schönen Tirol, das ist das Bschlabsertal, da fühlt man sich wohl. Dort wo der Kuckuck ruft und wo der Gamsbock springt, ja dort ist Bschlabs, ganz von Bergen umringt.

Kommst Du von Reutte her, so fahr zum Lechtal hin, auf dieser schönen Fahrt, da siehst Du Blumen blühn. Bist Du bei Elmen dann, mein Freund pass auf, dann geht es links zum Hahntennjoch hinauf.

Refrain: Es gibt an stillen Fleck ......

Nun geht es steil bergauf, am Fels entlang, Du siehst den Enzian am Bergeshang. Dann taucht a Kirch vor Deinen Augen auf, ein Glöcklein läutet und Du bist zu Haus

Refrain: Es gibt an stillen Fleck .......

Hier kannst Du wandern gehen, bergauf und bergab, und von den Gipfeln siehst, ins Tal Du hinab. Am Abend dann gibt’s in der „Gemütlichkeit“, a Brotzeit, Bier, Musik und Heiterkeit.

Refrain: Es gibt an stillen Fleck ........