Buch-St. Magdalena

Buch-St. Magdalena
Wappen fehlt
Buch-St. Magdalena (Österreich)
Buch-St. Magdalena
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Hartberg-Fürstenfeld
Kfz-Kennzeichen: HF (ab 1.7.2013; alt FF und HB)
Fläche: 26,41 km²
Koordinaten: 47° 14′ N, 16° 1′ O47.22638888888916.015Koordinaten: 47° 13′ 35″ N, 16° 0′ 54″ O
Einwohner: 2.162 (1. Jän. 2012)
Postleitzahlen: 8272, 8274, 8294
Vorwahl: 03332
Gemeindekennziffer: 6 22 05
Politik
Bürgermeister: Gerhard Gschiel (Regierungskommissär)
Gemeinderat: (2013)
(15 Mitglieder)
[1]
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Buch-St. Magdalena ist eine Gemeinde im Gerichtsbezirk Hartberg bzw. Bezirk Hartberg-Fürstenfeld in der Steiermark in Österreich. Sie entstand durch die Gemeindezusammenlegung von Sankt Magdalena am Lemberg und Buch-Geiseldorf am 1. Jänner 2013.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Buch-St. Magdalena liegt im Thermenland des oststeirischen Hügellandes etwa sieben Kilometer südlich der Bezirkshauptstadt Hartberg und ca. 40 km östlich der Landeshauptstadt Graz. Das Gemeindegebiet wird von Norden nach Süden von der Hartberger Safen durchflossen. Im Westen wird die Gemeinde durch den Dombach begrenzt, der kurze Zeit später in die Hartberger Safen mündet. Buch-St. Magdalena liegt am Westrand eines ausgedehnten Waldgebietes.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Buch-St. Magdalena besteht aus acht Katastralgemeinden (Fläche 2001):
Geiseldorf (346,32 ha), Hopfau (375,48 ha), Längenbach (145,99 ha), Lemberg (302,55 ha), Oberbuch (280,02 ha), Unterbuch (555,58 ha), Unterdombach (276,79 ha) und Weinberg (345,75 ha).

Ortschaften sind (Einwohner Stand: 15. Mai 2001):
Geiseldorf (185), Hopfau (418), Lemberg (248), Längenbach (49), Mitterndorf (68), Oberbuch (145), Unterbuch (546), Unterdombach (134) und Weinberg (358).

Eingemeindungen und Gemeindezusammenlegung

Die ehemalige Gemeinde Buch wurde im Jahr 1850 aus den beiden heutigen Katastralgemeinden Oberbuch und Unterbuch gegründet. Im Jahr 1959 wurde sie mit der Gemeinde Geiseldorf, die aus den Katastralgemeinden Geiseldorf und Unterdombach bestand, zur Gemeinde Buch-Geiseldorf zusammengelegt.[2]
Im Jahr 1969 wurde der Gemeinde Buch-Geiseldorf die heutige Katastralgemeinde Unterdombach von der Gemeinde Wenireith zugeschlagen, als letztere Teil der Gemeinde Hartberg Umgebung wurde.
Am 1. Jänner 2013 wurde Buch-Geiseldorf mit Sankt Magdalena am Lemberg zur neu geschaffenen Gemeinde Buch-St. Magdalena vereinigt.

Nachbargemeinden

Hartberg Umgebung Hartberg, Sankt Johann in der Haide Rohr bei Hartberg
Kaindorf, Ebersdorf Nachbargemeinden Rohr bei Hartberg, Wörth an der Lafnitz
Ebersdorf Sebersdorf Limbach bei Neudau


Geschichte

Geiseldorf

Geiseldorf wird erstmals im Jahr 1330 als Geislendorff (Dorf der Gisela) urkundlich erwähnt und befindet sich auf dem Land von Gisela von Assach und Eberhard von Öblarn, die es vermutlich um 1140 gründeten. Da sie kinderlos waren, ging das Dorf zunächst an die Dunkelsteiner[3] und nach häufig wechselnden Herrschaften an das Stift Vorau (1358 bestätigt). 1644 gelangte Geiseldorf an die Grafen von Saurau und zur Herrschaft Schielleiten. Aufgrund seiner Grenzlage wurde es -- wie auch Unterbuch -- von den Magyaren, Türken, Heiducken und Kuruzen überfallen und niedergebrannt, wobei der jeweilige Wiederaufbau aufgrund von Holzmangel nur langsam voranschritt. 1850 wurde Geiseldorf selbständig.

Lemberg

Das Dorf Lemberg ist um die Kirche herum entstanden. Schon in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts hatte das Dorf eine Schule, in der von einem Eremiten unterrichtet wurde. Im Jahr 1784 wurde die Pfarre eingerichtet.

Oberbuch

Oberbuch wurde erstmals 1258 als Pueche erwähnt und wurde vermutlich vor 1156 gegründet. Das Dorf ist eine planmäßig gegründete Gemeinde der Kolonisationszeit und wurde vom Herrenhof Hopfau auf einem Landstück gegründet, das einstmals den Aribonen gehörte. Das Dorf erlebte in der Folge eine wechselvolle Geschichte mit vielen Herren, bevor es 1849 mit Unterbuch zur Gemeinde Buch zusammengefasst worden ist.

Unterbuch

Unterbuch wird erstmals 1329 als inferior Puech genannt. Wie auch Oberbuch wurde das Dorf vermutlich im 12. Jahrhundert vom Herrenhof Hopfau auf einem Landstück der Aribonen gegründet. Unterbuch erlebte eine wechselvolle Geschichte, in der nicht nur ständig wechselnde Herren das Dorf bestimmten. Vermutlich im Jahr 1418 wurde das Dorf von den Ungarn verwüstet, 1532 von den Türken. 1558 ist das Dorf abgebrannt. Im Jahr 1605 wurde das Dorf von den Heiducken überfallen und niedergebrannt. In den Jahren 1704 und 1707 überfielen zwei Mal die Kuruzen das Dorf. 1712 war das Dorf wieder aufgebaut. 1849 wurde es schließlich mit Oberbuch zur Gemeinde Buch zusammengefasst.

Unterdombach

Unterdombach wird 1434 als Tampach erstmals urkundlich erwähnt. Es wurde vermutlich um 1193 durch die Starhemberger gegründet. Es wurde in seiner Geschichte wie auch die Nachbardörfer häufig überfallen und verwüstet. 1850 wurde Unterdombach der Gemeinde Wenireith angegliedert und kam 1969 zu Buch-Geiseldorf, als Wenireith Teil der Gemeinde Hartberg Umgebung wurde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Das Heimatmuseum in St. Magdalena am Lemberg ist im Frühjahr und im Sommer am Wochenende geöffnet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Süd Autobahn (A 2) verläuft zwar durch das Gemeindegebiet, hat in diesem Bereich aber keine Anschlussstelle. Die nächstgelegene Anschlussstelle ist Sebersdorf/Bad Waltersdorf (126). Die Wechsel Straße (B 54) von Hartberg nach Gleisdorf ist über den Nachbarort Hartberg erreichbar.

Die Thermenbahn verläuft zwar durch das Gemeindegebiet, hat hier aber keinen Haltepunkt. Da die Haltepunkte Buch und Geiseldorf nicht mehr bedient werden, befindet sich der nächstgelegene Bahnhof in Sebersdorf in ca. 5 km Entfernung. Er bietet Regionalzug-Verbindungen im Zweistundentakt nach Wien und Fehring.

Der Flughafen Graz ist ca. 65 km entfernt.

Bildung

In Sankt Magdalena gibt es eine Volksschule.

Politik

Nach der Gemeindezusammenlegung per 1. Jänner 2013 wird die Gemeinde Buch-St. Magdalena vorübergehend vom ehemaligen Bürgermeister der ehemaligen Gemeinde Sankt Magdalena am Lemberg, Gerhard Gschiel, als von der Steiermärkischen Landesregierung eingesetzter Regierungskommissär geleitet.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Ludwig Hirsch (* 1946 in Weinberg, † 2011 in Wien) Liedermacher und Schauspieler

Weblinks

 Commons: Buch-Sankt Magdalena – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Kommunalnet
  2.  Kramer - Mirsch - Rupp: DAHEIM IN .... Dokumentation der Gemeinden im Bezirk Hartberg. Scripta Verlag, 1996, S. 90.
  3. Forschung Dunkelstein