Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend

OsterreichÖsterreich  Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
Österreichische Behörde
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Staatliche Ebene Bund
Stellung der Behörde Oberste Bundesbehörde
Gründung 1848
Hauptsitz Wien 1, Stubenring
Behördenleitung Reinhold Mitterlehner, Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend
Website www.bmwfj.gv.at

Die seit 2009 als Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (kurz BMWFJ oder Wirtschaftsministerium und Familienministerium) bezeichnete österreichische Verwaltungseinrichtung des Bundes ist vor allem zuständig für Wirtschaftspolitik, Gewerbe und Industrie sowie Familienpolitik und Angelegenheiten der Jugend.

Das Ministerium wurde mit Antritt der Regierung Faymann Dezember 2008 aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA, Wirtschaftsministerium) und dem Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend (BMGFJ, Gesundheits- und Familienministerium) gebildet.
Das österreichische Wirtschaftsministerium bildete sich aus einem Handels- und Gewerbeministerium (zeitweise auch Arbeitsministerium), Industrie-, Energie- und Bautenministerium, mit öffentlichen Arbeiten (zeitweise auch Verkehrsministerium), welche sich noch aus Monarchiezeiten herleiten.
Das österreichische Familienministerium (mit Jugend) wurde 1983 von Fred Sinowatz geschaffen (und umfasste zeitweise auch Frauen und Konsumentenschutz oder war mit einem Sozialministerium vereint).

Inhaltsverzeichnis

Bundesminister

In der derzeitig amtierenden Bundesregierung des Bundeskanzlers Faymann ist Reinhold Mitterlehner (ÖVP) Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend. Staatssekretärinnen für Familie und Jugend waren bis April 2011 Christine Marek bzw. Verena Remler (ÖVP).

Sitz des BMWFJ im Gebäude des ehem. k.u.k. Kriegsministeriums am Stubenring 1

Kompetenzen

Mit der Umbildung der Ministeriumsstruktur unter Kanzler Fayman wurden die Agenden der Wirtschaftspolitik mit dem der Familienpolitik, einem klassischen Kernportefeuille eines Sozialministeriums, zusammengefasst, gleichzeitig aber die Arbeitsmarktpolitik, ebenfalls eine Aufgabe eines Wirtschaftsministerium, dem Sozialministerium zugeteilt, sodass sich heute zwei Ministerien sowohl um sozialpolitische wie um wirtschaftsrelevante Angelegenheiten kümmern. Diese Aufteilung ist eine Reaktion auf die Lage in der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2007.

Der Bereich des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend umfasst zur Zeit die Rechtsmaterie von ca. 110 Bundesgesetze, 625 Verordnungen und zahlreichen Kundmachungen sowie bilateraler und multilateraler Abkommen, die im Bundesgesetzblatt kundgemacht sind.

Das BMWFJ ist zuständig für:

Organisation

Das BMWFJ ist folgendermaßen gegliedert:


Beim BMWFJ ist die Qualitätskontrollbehörde für Abschlussprüfer und Prüfungsgesellschaften (QKB) eingerichtet.

Historische Entwicklung

  Handels- / Industrie­ministerium Bauten­ministerium Arbeits­ministerium Familien­ministerium
Wirtschafts­ministerium
1848 Ministerium für Handel und öffentliche Arbeiten      
1861-67 Ministerium für Handel und Volkswirtschaft
1918 Staatsamt für Gewerbe, Industrie und Handel und Staatsamt für Kriegs- und Übergangswirtschaft
1919 Staatsamt für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten
1920 Bundesministerium für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten
1923-38 Bundesministerium für Handel und Verkehr Bundesministerium für soziale Verwaltung
1945 Staatsamt für Industrie, Gewerbe, Handel und Verkehr
1945-66 Bundesministerium für Handel und Wiederaufbau
1966-87 Bundesministerium für Handel, Gewerbe und Industrie Bundesministerium für Bauten und Technik 1983 Bundesministerium für Familie, Jugend und Konsumentenschutz

1987
Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten Bundesministerium für Arbeit und Soziales Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie
1995 Bundesministerium für Jugend und Familie
1997 Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales 1996 Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie

2000
Die meisten Angelegenheiten des Wirtschaftsministeriums werden mit dem Ressort Arbeit zusammengefasst, diverse operative Angelegenheiten, vor allem Straßenbau, gehen an das Verkehrsministerium, das Ressort Wasserwirtschaft an das Land- und Forstwirtschaftsministerium. Die Sozialagenden werden mit dem Familienministerium zusammengelegt.
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit logo.svg Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen
2003 Logo bmsk1.png
Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz
2007 Logo bmgfj(vektorgrafic).svg
Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend
2008 Die Agenden Arbeit werden wieder dem Sozialministerium zugeteilt, neu hinzu kommen die Agenden Familie und Jugend.
  Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz  
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend

Weblinks

 Commons: Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Eintrag zu Wirtschaftsministerium, Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit in: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online  (auf AEIOU)