Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (Österreich)

OsterreichÖsterreich  Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Ehemalige österreichische Behörde
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Staatliche Ebene Bund
Stellung der Behörde Oberste Bundesbehörde
Gründung 2000 (BMWA mit Teilen des BMAGS)
Aufgelöst 2008 (in BMWFJ und BMASK
Hauptsitz Wien 1, Stubenring 1
Behördenleitung Reinhold Mitterlehner, Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit
Website www.bmwa.gv.at
Sitz des ehem. BMWA im Gebäude des ehem. k.u.k. Kriegsministeriums am Stubenring

Die als Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (kurz BMWA oder Wirtschaftsministerium) bezeichnete österreichische Verwaltungseinrichtung des Bundes war von 2000–2008 vor allem zuständig für Wirtschaftspolitik, Gewerbe und Industrie sowie Arbeit (Arbeitsrecht).

Das Ministerium wurde in der Regierung Wolfgang Schüssel als Gesamt-Wirtschaftsministerium aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten (BMWA) mit den Arbeitsagenden des Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (BMAGS) gebildet.
2008, mit Antritt der Regierung Faymann, wurden die beiden Aspekte wieder getrennt, und auf Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ, fortgeführtes Wirtschaftsministerium) und Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK, Sozialministerium) aufgeteilt

Inhaltsverzeichnis

Bundesminister

In den Bundesregierungen der Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (Regierung (III) und Gusenbauer war Martin Bartenstein (ÖVP) Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit. Bartenstein war von 1995-96 Bundesminister für Umwelt und von 1996-2000 Bundesminister für Umwelt, Jugend und Familie gewesen. Er blieb in der folgenden Regierung als Wirtschaftsminister im Amt.

Staatssekretärin für Arbeit waren Mares Rossmann (FPÖ, bis 2000–2003, Schüssel I) und Christine Marek (ÖVP, 2007–2008, Kabinett Faymann).

Kompetenzen

Das erste mal seit der ersten Republik wurde die in Österreich traditionelle Trennung der unternehmerische-wirtschaftlichen Angelegenheiten und der arbeitsmarktpolitischen, die dem Proporz der „schwarzen-blauen“ (konservativen und liberalen) und „roten“ (sozialistischen) Interessen entspricht, aufgehoben, und beide Aspekte in einem gesamtwirtschaftlichen Ministerium vereint. Dafür wurden diverse operative Angelegenheiten, die durch die Privatisierung der öffentlichen Wirtschaft an Umfang verloren hatten, den Fachministerien zugeteilt, so kamen Straßenbau und Bahnangelegenheiten zum Verkehrsministerium (nun BM für Verkehr, Innovation und Technologie – BMVIT, Infrastrukturministerium), das Ressort Wasserwirtschaft an das kombinierte Agrarwirtschafts- und Umweltministerium, nun BM für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft – BMLFUW, Lebensministerium).

Das BMWA war zuständig für:

Organisation

Das BMWA war folgendermaßen gegliedert:

Historische Entwicklung

  "Handelsministerium" "Bautenministerium" "Sozialministerium"
1848      Ministerium für Handel und öffentliche Arbeiten    
1861-67 Ministerium für Handel und Volkswirtschaft
1918 Staatsamt für Gewerbe, Industrie und Handel und Staatsamt für Kriegs- und Übergangswirtschaft
1919 Staatsamt für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten
1920 Bundesministerium für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten
1923-38 Bundesministerium für Handel und Verkehr
1945 Staatsamt für Industrie, Gewerbe, Handel und Verkehr
1945-66 Bundesministerium für Handel und Wiederaufbau
1966-87 Bundesministerium für Handel, Gewerbe und Industrie Bundesministerium für
Bauten und Technik
1987
Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
2000 Sämtliche Angelegenheiten des Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten werden mit den Arbeitsagenden des Bundesministerium für Arbeit und Soziales zusammengefasst. Die Sozialagenden werden dem Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen zugeteilt.
2008 Die Agenden "Arbeit" werden dem Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz zugeteilt, neu hinzu kommen die Agenden "Familie und Jugend".
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend

Weblinks

 Commons: Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise