Burg Geiersberg (Lebing)

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ehemalige Burg Geiersberg
Burg Geiersberg (Lebing), die Zeichnung ist frei erfunden

Burg Geiersberg (Lebing), die Zeichnung ist frei erfunden

Entstehungszeit: 12. Jh.
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: abgekommen
Ständische Stellung: Gefolgsleute
Ort: Oberlebing/Reifegger
Geographische Lage 48° 16′ 56″ N, 14° 38′ 16″ O48.28222222222214.637777777778Koordinaten: 48° 16′ 56″ N, 14° 38′ 16″ O
ehemalige Burg Geiersberg (Oberösterreich)
ehemalige Burg Geiersberg

Die ehemalige Burg Geiersberg (Lebing) war eine im Regensburger Luß gelegene Burganlage oberhalb des Naarntals in der späteren Katastral- und Ortsgemeinde Oberlebing in der heutigen Naturparkgemeinde Allerheiligen im Mühlkreis im Bezirk Perg in Oberösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im 12. Jahrhundert nannten sich Gefolgsleute der Hochfreien Herren von Lengenbach und später der Kuenringer von der Regensburger Burg Windegg Öder von Geiersberg. Sie hatten ihren Stammsitz auf einer kleinen Burg in Oberlebing in der Nähe des Bauernhofes Reifegger.

Anfangs der 1920er-Jahre war Burg Geiersberg eines der Motive auf Notgeldscheinen der Gemeinde Lebing.[1]

Sage

Einer Sage zufolge waren die Herren von Geiersberg ein altes Rittergeschlecht im ausgehenden Mittelalter zu Beginn des 15. Jahrhunderts. Der Besitzer soll ein Jude gewesen sein, weshalb die nahe Ortschaft als Judenleiten bezeichnet wird, wo es auch eine Judenschule im Berghäusl Nr. 7 gegeben haben soll. Die zuletzt von einem Ludmannsdorfer und seiner Frau Margarete, Tochter des Grafen von Falkenstein bewohnte Burg wurde demnach 1418 überfallen und niedergebrannt. Die Quadersteine der Burg sollen zum Wiederaufbau der Kirche in Allerheiligen verwendet worden sein.[2]

Literatur

  • Alois Aumayr, Roland Huber, Josef Kiesenhofer, Karl Kitzmüller, Leopold Mayböck, Martin Lehner, Gemeindeamt Allerheiligen im Mühlkreis (Herausgeber und Verleger): Allerheiligen im Mühlkreis 1492 bis 1992 - Ein Heimatbuch für Pfarre und Gemeinde Allerheiligen im Mühlkreis - 500 Jahre Wallfahrtskirche, Allerheiligen 1992

Einzelnachweise

  1. Notgeld der Gemeinde Lebing mit Burg Geiersberg
  2. Karl Hohensinner: "Etymologie und Volksetymologie an Hand des Ortsnamensbuches des Landes Oberösterreich, Bezirke Freistadt und Perg", in Jahrbuch des OÖ. Museumsvereins, Band 148/1, Linz 2003, S. 101f PDF