Burg Marsbach

p3

Burg Marsbach
Marsbach um 1674, Stich von G.M.Vischer

Marsbach um 1674, Stich von G.M.Vischer

Entstehungszeit: 1075

(erste urk. Erwähnung)

Erhaltungszustand: gut erhalten, bewohnt
Ort: Hofkirchen im Mühlkreis
Geographische Lage 48° 27′ 32″ N, 13° 49′ 30″ O48.45888888888913.825Koordinaten: 48° 27′ 32″ N, 13° 49′ 30″ O
Burg Marsbach (Oberösterreich)
Burg Marsbach

Marsbach ist eine Burg im Donautal bei Hofkirchen im Mühlkreis in Oberösterreich.

Geschichte

Die Burg Marsbach wurde im Jahr 1075 als "Morspah" erstmals urkundlich erwähnt. Es ist damit der älteste Adelssitz des oberen Mühlviertels. Von der Anlage, das Festungscharakter hat, kann man die Donau von Niederranna bis zur Schlögener Schlinge einsehen. Dies war für die dort ansässigen Raubritter von großer Bedeutung.

In Passauer Urkunden aus dem Jahre 1226 wird Otto von Marsbach als Ministeriale genannt. Aufgrund einer Achterklärung durch König Heinrich VII. war Heinrich von Marsbach gezwungen, das “castrum marpsach” dem Bischof von Passau zur Wiedergutmachung auszuliefern. Otto von Marsbach bestätigte im Jahre 1255 die Unterwerfung, 1269 jedoch bemächtigte er sich der Burg und machte im Verein mit Pilgrim von Falkenstein und Chunrad von Tannberg die Wege zwischen Passau und Eferding unsicher.

Im Jahr 1529 wurde die Verwaltung der Passauer Besitzungen im Mühllande (Mühlviertel) und das vorher in Neufelden bestandene Landgericht nach Marsbach verlegt. In den Jahren von 1561 bis 1598 ließ Bischof Urban die baufällige Anlage im Stile der Renaissance renovieren.

Nach der Säkularisation des Bistums Passau kam Marsbach unter österreichische Herrschaft. Es wurde im Jahre 1805 Kammergut und im Jahre 1824 öffentlich versteigert.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es von Eduard Ritter von Krenn erworben, der es 1938 weiterveräußerte.

Im Jahr 1957 wurde die Anlage zu einem Schlosshotel ausgebaut, dieses ging jedoch in Konkurs. Heute ist die Burg in Privatbesitz.

Weblinks