Burgruine Eibenstein

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Burgruine Eibenstein
Die Ruine 2010

Die Ruine 2010

Entstehungszeit: vor 1194
Erhaltungszustand: Ruine
Geographische Lage 48° 50′ 47,7″ N, 15° 34′ 53,5″ O48.84658333333315.581527777778Koordinaten: 48° 50′ 47,7″ N, 15° 34′ 53,5″ O
Burgruine Eibenstein (Niederösterreich)
Burgruine Eibenstein
Burgruine Eibenstein an der Thaya

Die Ruine Eibenstein ist eine Ruine in Eibenstein im Bezirk Waidhofen an der Thaya in Niederösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die 1194 erstmals urkundlich erwähnte Burg wurde am 24. April 1543 an die Gebrüder Christoph und Erasmus von Schneckenreith oder Schneckenreither verkauft. Diese Familie starb 1569 aus. Zu einem unbekannten Zeitpunkt kam die Burg zur Herrschaft Drosendorf und steht heute im Besitz der Familie Hoyos.[1]

Da Georg Matthäus Vischer die Ruine Eibenstein im Gegensatz zu zahlreichen anderen Baulichkeiten in der näheren Umgebung nicht bildnerisch festgehalten hat, hält es der Heimatforscher Franz Xaver Kießling für theoretisch möglich, dass die Burg zu dessen Lebzeiten bereits verödet war. Während des Dreißigjährigen Krieges soll die Burgruine jedoch zumindest vorübergehend bewohnt worden sein.

In verschiedenen Sagen wird der letzte Besitzer der Burg Eibenstein mit dem Templerorden in Verbindung gebracht und die Burg schließlich von rebellischen Bauern verwüstet.

Lage

Die Ruine Eibenstein liegt am Südufer der Thaya gegenüber der Ortschaft Eibenstein mit der Pfarrkirche zum Heiligen Ägidius. Große Teile der Nordmauer der Burg sollen im Jahr 1867 über die steile Felswand in die Thaya gestürzt sein.

Literatur

  • Falko Daim, Karin Kühtreiber, Thomas Kühtreiber: Burgen Waldviertel Wachau – Mährisches Thayatal. 2. Auflage, Verlag Freytag & Bernd, Wien 2009, ISBN 978-3-7079-1273-9, S. 388-391;
  • Franz Xaver Kießling: Die drei Thayaburgen Buchenstein, Eibenstein, Unter-Thyrnau nebst der Oertlichkeit Lehstein und einem kurzen, geschichtlich-heraldischen Abrisse über das Geschlecht der Herren von Tirna (Thürnau]. Verlag Kubasta und Boigt, Wien 1895;
  • Österreichische Kunsttopographie, Herausgegeben vom Kunsthistorischen Institute der k.k. Zentral-Kommission für Denkmalpflege, Redigiert von Prof. Dr. Max Dvořák, Band IV, Die Denkmale des politischen Bezirks Waidhofen a. d. Thaya in Niederösterreich, in Kommission bei Anton Schroll & Co, Wien 1911;
  • DEHIO Niederösterreich - nördlich der Donau ISBN 3-7031-0652-2, 1990;

Weblinks

 Commons: Burgruine Eibenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Burgen Eibenstein auf eibenstein.heim.at; abgerufen am 4. Juni 2010