Burgruine Haichenbach

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Burgruine Haichenbach
Alternativname(n): Kerschbaumerschlössl
Entstehungszeit: 12. Jahrhundert
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Ruine
Ort: Hofkirchen im Mühlkreis
Geographische Lage 48° 26′ 5″ N, 13° 51′ 18″ O48.43472222222213.855450Koordinaten: 48° 26′ 5″ N, 13° 51′ 18″ O
Höhe: 450 m ü. A.
Burgruine Haichenbach (Oberösterreich)
Burgruine Haichenbach

Burgruine Haichenbach, auch bekannt als Kerschbaumerschlössl, liegt im Gebiet der Gemeinde Hofkirchen im Mühlkreis im Bezirk Rohrbach im oberösterreichischen Mühlviertel.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die ehemalige Höhenburg befindet sich in 450 m ü. A. Seehöhe auf jenem Bergkamm, der an der Donau die so genannte Schlögener Schlinge bildet. Die Luftlinienentfernung vom Zentrum der Marktgemeinde Hofkirchen beträgt in südwestlicher Richtung ca. 6,3 km. Der der Burgruine an der Donau gegenüberliegende Ort ist Schlögen.

Beschreibung

Die ehemalige Burg war eine auf dem schmalen Plateau des Bergkamms in Nord-Süd-Richtung langgestreckte Anlage mit einer umbauten Gesamtfläche von 1.450 Quadratmetern. Hinter dem Burgtor im Norden erstreckte sich die sehr weitläufige Vorburg mit Gesindehäusern. An deren Nordostseite schloss sich die etwas höher gelegene Hauptburg an, die im Norden von einem Wohnturm beherrscht wurde, von dem aus auch das westlich darunterliegende Burgtor verteidigt werden konnte. Erhalten sind heute das wieder überdachte Burgtor, Teile der Ringmauer und der restaurierte und frei zugängliche Wohnturm, von dem aus sich ein einzigartiger Blick auf das Donautal bietet.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung der Burg Haichenbach (dazumal: Eichenbach) stammt aus dem Jahr 1160. Otto und Wernher de Eichenbach werden zu dieser Zeit als Vertreter jenes Ministerialadelsgeschlechts genannt, das seinen Namen von der Burg ableitete. Burg Haichenbach blieb bis 1337 im Besitz der Haichenbach. In diesem Jahr wurde die Herrschaft an das Bistum Passau verkauft, das seinerseits die Burg zunächst durch Pfleger verwalten ließ und danach als Lehen vergab: 1429 an Ritter Heinrich Nothaft, 1491 an Simon Oberheimer. Der Überlieferung nach soll sich das Geschlecht der Oberheimer in den Folgejahren unrechtmäßig durch überhöhte Abgaben, die den Donauschiffern auferlegt wurden, bereichert haben. 1516 wurde das Lehen durch den Passauer Bischof nach Beschwerden der Passauer Schiffsleute wieder eingezogen. 1529 beschloss die Bistumsverwaltung den gesamten bischöflichen Besitz an der Donau von Schloss Marsbach aus zu betreuen. Burg Haichenbach wurde verlassen. In der Folge geriet auch Name der Burg in Vergessenheit: Im Volksmund nannte man die von vielen Sagen umrankte Burgruine nach dem nahe gelegenen Bauernhof Kerschbaumer Kerschbaumerschlössl. Seit 1984 wurden vom Arbeitsausschuss für Heimatpflege Hofkirchen Sanierungsmaßnahmen gesetzt. Heutiger Besitzer ist Georg Stradiot.

Siehe auch

Literatur

  • Herbert E. Baumert und Georg Grüll: Burgen und Schlösser in Oberösterreich. Band 1: Mühlviertel und Linz. Wien 1988, S. 15-18.
  • Günther Kleinhanns: Burgruine Haichenbach. Entstehen und Bestehen eines Kulturdenkmals. In: Oberösterreichische Heimatblätter 46(1992)1, S. 143-161 (Digitalisat)

Weblinks