Burgruine Lichtenhag

Burgruine Lichtenhag
Burg Lichtenhag um 1674, Stich von G.M.Vischer

Burg Lichtenhag um 1674, Stich von G.M.Vischer

Alternativname(n): Burg Liechtenhaag
Entstehungszeit: 12. Jahrhundert
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Ruine
Ort: Gramastetten
Geographische Lage 48° 22′ 46″ N, 14° 10′ 32″ O48.37944444444414.175555555556470Koordinaten: 48° 22′ 46″ N, 14° 10′ 32″ O
Höhe: 470 m ü. A.
Burgruine Lichtenhag (Oberösterreich)
Burgruine Lichtenhag

Burgruine Lichtenhag, historisch auch Burg Liechtenhaag, liegt im Gebiet der Gemeinde Gramastetten im Mühlviertel in Oberösterreich. Die erstmalige urkundliche Erwähnung war 1167. Nachdem die Burg unter den Starhembergern mit anderen Herrschaften zusammengelegt wurde, begann der Verfall. Die Ruine ist heute in Privatbesitz.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die ehemalige Höhenburg befindet sich auf halber Höhe eines steil in das Tal der Großen Rodl abfallenden Bergrückens in 470 m ü. A. Seehöhe. Die Anlage gehört zur gleichnamigen Ortschaft Lichtenhag in der Marktgemeinde Gramastetten, von dessen Ortszentrum die ehemalige Burg ca. einen Kilometer Luftlinie westlich entfernt liegt.

Beschreibung

Die kleine ehemalige Burg weist einen ungleichmäßig dreiseitigen Grundriss auf. Die von der Ringmauer umbaute Gesamtfläche beträgt 1.100 Quadratmeter. Die Anlage bestand aus Gesindehäusern und einem mächtigen, fünfeckigen und einst fünfgeschoßigen Wohn- und Wehrturm mit gotischen Tor- und Fensterrahmen. Diese Gebäude sind heute Ruine. Ein zur Anlage gehöriges Wohnhaus vor der Ruine ist noch bewohnt.

Geschichte

Die erste urkundliche Nennung der Anlage stammt vom 14. Juli 1167. Besitzer waren zu dieser Zeit Leuthart und Chunrad de Hage. Das Geschlecht der Hager trug später den Familiennamen Aspan von Lichtenhag und blieb bis 1615 im Besitz der Herrschaft Lichtenhag. Am 8. März 1615 wurde die Burg an Wolf von Gera verkauft. 1615 wurde die Burg wie folgt beschrieben: Liechtenhag, welches am Dachwerk etwas schlecht, […] hat auf dem obern Stock eine große weite Stube und eine kleine; im heruntern Stock auch eine weite Stube und Kammer samt Kuchl und Keller, außerhalb des Schlosses Stallungen für 10 Pferde, Stuben und Kammern bei dem Tor.[1] Zur Herrschaft Lichtenhag gehörten zu dieser Zeit auch Wald, Wildbann, Fischbach, Meierhof, einige Grundstücke und 47 Untertanen. Bereits zur Mitte des 17. Jahrhunderts war die Burg jedoch nur mehr von Inwohnern bewohnt. 1654 wurde Burg Lichtenhag gemeinsam mit den Burgen Eschelberg und Waxenberg von Konrad Balthasar Starhemberg gekauft. Die Herrschaften wurden zusammengelegt und von Eschelberg aus verwaltet. Die Burggebäude Lichtenhags wurden dem Verfall überlassen, um 1674 war der Wohnturm bereits Ruine (vgl. Stich von G. M. Vischer). Seit 1954/55 werden denkmalpflegerische Maßnahmen gesetzt um den Wohnturm vor weiterem Verfall zu bewahren. 1964 wurde die Burgruine von Kurt Wöss gekauft und der Vorbau zum Wochenenddomizil umgebaut. Seit 1978 ist die Burgruine im Besitz der Familie Doblhofer.

Siehe auch

Literatur

  • Herbert E. Baumert und Georg Grüll: Burgen und Schlösser in Oberösterreich. Band 1: Mühlviertel und Linz. Wien 1988, S. 64-66.

Einzelnachweise

  1. Baumert, Burgen und Schlösser, S. 64.

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