Burgruine Rotenfels

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Burgruine Rotenfels
Alternativname(n): Ruine Alt-Waxenberg
Entstehungszeit: 1136
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Ruine
Ort: Herzogsdorf
Geographische Lage 48° 26′ 52″ N, 14° 10′ 9″ O48.44777777777814.169166666667740Koordinaten: 48° 26′ 52″ N, 14° 10′ 9″ O
Höhe: 740 m ü. A.
Burgruine Rotenfels (Oberösterreich)
Burgruine Rotenfels

Die Burgruine Rotenfels (auch: Alt-Waxenberg genannt) liegt in der Nähe von Herzogsdorf im Mühlviertel in Oberösterreich. Die Burg wurde um 1136 errichtet, nach rund 160 Jahren verlassen und verfiel im Laufe der Zeit.

Inhaltsverzeichnis

Name

Beim Burgnamen Rotenfels handelt es sich um einen Lagenamen. Gebildet wurde die Fügung aus mhd. rôt (= rot) und mhd. vels (= Fels). Durch die im Mittelalter übliche dativische Ortsnennung entstand das zusammengezogene „(zum) roten-Fels“, das auf wenigstens einen Felsen rötlichen (zB. eisenhaltigen) Gesteins hindeuten könnte.

Geschichte

Jahr Urkundliche
Bezeichnung[1]
1146 Rotenvels
1206 Rotinvels
1250 Rotenvels
1499 Rotenfelß

Es ist nicht überliefert, wer die Burg errichtet hat. Die erste Erwähnung war um 1136, als ein Colo de Rotenvelse als Inhaber erwähnt wurde. Die Rotenfels waren Ministeriale der Wilhering-Wachsenberger und waren rund 160 Jahre im Besitz der Burg. Nach Colo werden Marquart (1160), ein Leutold (1210), Hermann (1237), Wernhart (1250), Konrad (1297), der auch Abt in Wilhering war und ein Wernhart (1309 - 1328) als Besitzer genannt. Um 1356 wurde Alber als letzter Besitzer der Anlage erwähnt. Nach dessen Ableben verfiel die Burg.

Um 1291 wurde die Burg Waxenberg nur fünf Kilometer entfernt von den Wilheringern errichtet. Um 1291 dürfte auch das Landgericht von Rotenfels nach Waxenberg übergegangen sein. Manche Historiker meinen, dass Rotenfels als Herrschaftssitz der Vorgänger von Waxenberg gewesen sei, daher der Name Alt-Waxenberg. Andere meinen, die Burg sei eine Flankensicherung für Waxenberg gewesen, wie etwa auch St. Veit.

Bau

Die Burg lag auf einem Felskamm, der nach Norden und Süden steil abfällt. Nur von der Ostseite war die Burg zugänglich. Der Felskamm hat heute den Namen Buch- oder Burgholz.

Heute ist nur mehr Mauerwerk vorhanden, das eine Dicke von rund 2,5 Meter aufweist. An der höchsten Stelle erreicht die Mauer heute mehr als acht Meter. Die Anlage war rund 86 Meter lang und bis zu acht Meter breit. Die Mauer ist romanischen Ursprungs.

Siehe auch

Literatur

  • Oskar Hille: Burgen und Schlösser von Oberösterreich, Wilhelm Ennsthaler, 2. Auflage 1992, Steyr, ISBN 3850683230
  • Konrad Schiffmann: Historisches Ortsnamen-Lexikon des Landes Oberösterreich. München ua.: Oldenbourg 1935.

Einzelnachweise

  1. Schiffmann, Ortsnamenlexikon

Weblink