Burgruine Rottenburg

Burgruine Rottenburg

Die Burgruine Rottenburg steht auf einer felsigen Waldkuppe in der Gemeinde Buch in Tirol.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Rottenburg wurde 1149 urkundlich genannt. Sie war der Stammsitz der ursprünglich andechsischen Ministerialen von Rottenberg und bis 1410 in deren Eigentum. Ab 1410 steht sie in landesfürstlicher Pflege. 1468 ging sie als tirolerisches Pfandlehen an Mathias Türndl, 1474 an Lichtenstein, 1502 an Tänzl, 1515 an Schurff, 1567 an Schidenhofen. 1594 wurde der Gerichtssitz nach Thurneck-Rotholz verlegt. Damit begann der Verfall der Burg. 1596 ging die Burg an Markgraf Karl N. Burgau, 1613 an Pechio, 1672 an Wolfsthurn, 1704 als Mannslehen an die Grafen von Tannenberg, 1846 an die Grafen von Enzenberg, 1860 an die bischöfliche Mensa Brixen.

Burgruine

Auf der Kuppenspitze steht der von Herzog Sigmund unter Verwendung älterer Mauerteile errichtete, rechteckige Hauptbau. Im Obergeschoß sind gegen Südosten die Reste eines Erkers mit Kragsteinen aus Tuff erhalten. Tieferliegend, gegen Norden stand eine Vorburg aus dem 13. Jahrhundert mit vier nach innen offenen Schalentürmen. Der letzte erhaltene Schalenturm wurdeam Anfang des 20. Jahrhunderts abgetragen.

Kapelle hl. Notburga in der Rottenburg

Kapelle hl. Notburga

Die Kapelle wurde von 1956 bis 1957 von dem Architekten Josef (Sepp) oder Hans Menardi erbaut. Das Fresko Notburgalegende zur Heiligen Notburga von Rattenberg malte der Maler Karl Rieder. Den Kruzifix schuf der Bildhauer Hans Buchgschwenter.

Literatur

  • Dehio Tirol 1980, Buch bei Jenbach, Kapelle hl. Notburga in der Rottenburg, Burgruine Rottenburg, S. 218.

47.38444711.798116Koordinaten: 47° 23′ 4″ N, 11° 47′ 53″ O