Burgruine Saxenegg

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Burgruine Saxenegg
Entstehungszeit: 13. Jahrhundert
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Ruine
Ort: St. Thomas am Blasenstein
Geographische Lage 48° 17′ 56″ N, 14° 44′ 25″ O48.29888888888914.740277777778Koordinaten: 48° 17′ 56″ N, 14° 44′ 25″ O
Burgruine Saxenegg (Oberösterreich)
Burgruine Saxenegg

Burgruine Saxenegg ist eine stark verfallene ehemalige Burganlage im Gemeindegebiet von St. Thomas am Blasenstein im Bezirk Perg im Mühlviertel in Oberösterreich. Die gleichnamige Ortschaft befindet sich südwestlich der Burgruine bereits auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Innernstein in der Marktgemeinde Münzbach und besteht aus kleineren Siedlungen und zerstreuten Häusern.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die ehemalige Höhenburg liegt auf einer nach Süden, Osten und Westen stark abfallenden, bewaldeten Hügelkuppe in 530 m ü. A. Seehöhe zwischen den Bächen Käfermühlbach und Rechbergerbach. Die Anlage befindet sich in südwestlicher Richtung rund 2,3 km (Luftlinie) vom Ortszentrum St. Thomas entfernt, knapp an der Gemeindegrenze zu Münzbach. Erreichbar ist die Burgruine über die zu Münzbach gehörende Ortschaft Saxenegg.

Beschreibung

Die umbaute Gesamtfläche der ehemaligen Höhenburg betrug 1.707 m2. Die Kernburg, bestehend aus Palas und Bergfried, lag auf einem nach Süden vorspringenden Felssporn. Nach Norden hin schloss sich die tiefer liegende, später errichtete Vorburg an, die von der Kernburg über eine Zugbrücke zu erreichen war und die ihrerseits zur nördlichen Hangseite hin von einem breiten und tiefen Halsgraben gesichert war. Von der heute im Wald liegenden Anlage sind nur mehr Mauerreste erhalten, insbesondere die hoch aufragende ehemalige Nordmauer des Bergfrieds.

Geschichte

Die genaue Entstehungszeit der Burg Saxenegg ist nicht bekannt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie am 12. März 1297. Als Besitzer wurden zu dieser Zeit Ulrich und Wernhart den Sechseneker genannt. 1342 gab Herzog Albrecht II. Burg Saxenegg Burghart dem Kneusser zum Lehen. 1382 verkaufte Hans der Kneusser die Anlage an Herzog Albrecht III.. Zu dieser Zeit gehörten zur Herrschaft Saxenegg 14 Höfe, 22 ½ Lehen und 23 Hofstätten in den umliegenden Pfarren. Danach wechselte die Herrschaft mehrmals ihren Lehensträger: Zunächst ging sie an Wolf dem Schenk von Dobra, 1403 an Hans den Ruckendorfer, 1405 an Albrecht dem Schweinwarter, 1410 an die Brüder Erhard und Wilhelm von Zelking.

Das Geschlecht der Zelkinger blieb fortan im Besitz von Saxenegg, bis ihnen König Albrecht am 26. Mai 1438 gestattete „die vest Sechsenekg die etwas pawfellig ist als wir vernemen abzeprechen und zuuernichten darczu in (ihm) unser leut helffen sullen.“ Die Burg wurde ab diesem Datum größtenteils aufgegeben, das Inventar der Burgkapelle vermachte Christoph von Zelking 1473 der Pfarrkirche von Kefermarkt. Die Herrschaft Saxenegg, zu der auch Nutzrechte an umliegendem Gebiet gehörten, etwa an Gewässern (Fischerei), Forst (Holz) oder der Wildbann, wurde 1493 von den Gebrüdern Prüschek auf Greinburg erworben, 1525 ging der Besitz an die Witwe Anna Freifrau von Prag und ihre Söhne. Die Herrschaft wurde fortan von der Herrschaft Windhaag aus verwaltet, bis 1848 die Grundobrigkeit aufgehoben wurde. In diesem Jahr sollen die Münzbacher Bürger am Fuße der ehemaligen Burg ein Freiheitsfest veranstaltet haben.

Literatur

  • Baumert, Herbert E. und Grüll, Georg: Burgen und Schlösser in Oberösterreich. Band 1: Mühlviertel und Linz. Wien 1988, S. 168-170.

Siehe auch

Weblinks