Burkhard Ellegast

Burkhard Ellegast OSB (* 6. November 1931 in Melk, Österreich) ist ein österreichischer Benediktiner. Er war von 1975 bis 2001 der 66. Abt des Stiftes Melk.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Burkhard Ellegast wurde als Sohn eines vom Stift angestellten Fleischhauers in der Gemeinde Melk geboren. Nach dem Besuch des Stiftsgymnasiums Melk trat er 1951 in den Konvent ein. Nach dem Noviziat studierte er bis 1956 Theologie an der Universität Salzburg. 1956 empfing er die Priesterweihe in der Stiftskirche Melk. Nach einem Lehramtsstudium für Latein und Griechisch wurde er 1962 an der Universität Wien zum Dr. phil. promoviert.

Er war zunächst als Gymnasialprofessor, später als Novizenmeister tätig. Am 7. August 1975 wurde er als Nachfolger von Reginald Zupancic zum Abt des Stiftes Melk gewählt. Zunächst auf eine Amtszeit von zwölf Jahren gewählt, wurde er 1987 und 1999 als Abt bestätigt. Ellegast war Initiator einer umfassenden Restaurierung des Stiftes, die zwanzig Jahre andauerte.

Nach den Bestimmungen der Österreichischen Benediktinerkongregation legte er mit seinem 70. Geburtstag am 6. November 2001 das Abtsamt nieder. Sein Nachfolger wurde Georg Wilfinger. Seit 2001 ist Ellegast Vorsitzender der Monastischen Kommission der Österreichischen Benediktinerkongregation. Er ist Landesbeirat für Niederösterreich in der Wiener Städtischen Versicherung.

Er ist Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.a.V. Norica im ÖCV und der Schülerverbindung K.Ö.St.V. Nibelungia Melk im MKV.[1]

Ehrungen und Auszeichnungen

Schriften

  • Die Melker Handschriften zur Regula Benedicti. Band 1–3, Dissertation Wien 1962
  • Die Anfänge einer Textkritik zur Regel des heiligen Benedikt in den Kreisen der Melker Reform (15.Jh.). In: Stift Melk in Geschichte und Gegenwart. Band 3, 1983, S. 8–91.
  • Reformtätigkeit in der Kirche des 15. Jahrhunderts. Die Kartause Aggsbach und das Reformzentrum Melk (Vinzenz von Aggsbach – Johannes Schlitpacher) (Vortrag anlässlich des Kartäuserkongresses in der Kartause Aggsbach am 14. September 1990). In: Die Ausbreitung kartäusischen Lebens und Geistes im Mittelalter. Band II (Anal.Cart. 63). Salzburg 1991, S. 108–117
  • Peter Bischof. Die Fresken in der Benedictus Kapelle von Stift Melk. Galerie Welz 1995, ISBN 3853492037
  • Stift Melk. Stift Melk, Eigenverlag, 1998, zusammen mit Ernst Bruckmüller, Martin Rotheneder
  • Der Weg des Raben. Ecowin Verlag, Salzburg 2010.

Literatur

  • Johann Reikerstorfer: Zum Heilsauftrag der Kirche. In: Die Zeit, in der wir leben. Abt Dr. Burkhard Ellegast OSB zum 60. Geburtstag. hg. v. Konvent des Stiftes Melk, Melk 1991, S. 245–256.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Kamingespräch mit VP-Klubobmann Wilhelm Molterer, Niederösterreichische Nachrichten, Ausgabe 18/2005. Abgerufen am 18. Februar 2012.
  2. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952


Vorgänger Amt Nachfolger
Reginald Zupancic Abt des Stiftes Melk
1975–2001
Georg Wilfinger