Busserltunnel

Gumpoldskirchner Tunnel
Gumpoldskirchner Tunnel
Südportal des Tunnels
Nutzung Eisenbahntunnel
Verkehrsverbindung Südbahn
Ort Traiskirchen
Länge 156 m
Anzahl der Röhren 1
Querschnitt zweigleisigdep1
Bau
Bauherr Wien-Raaber Eisenbahn-Gesellschaft
Baubeginn 1841
Fertigstellung 1841
Betrieb
Betreiber ÖBB Infrastruktur AG
Lage
Busserltunnel (Niederösterreich)
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Koordinaten
Nordportal 48° 1′ 55″ N, 16° 16′ 28,8″ O48.03194444444416.274666666667
Südportal 48° 1′ 50,8″ N, 16° 16′ 23,9″ O48.03077777777816.273305555556

Unter dem Namen Busserltunnel ist ein Tunnel in Niederösterreich der Südbahn auf der Strecke zwischen Gumpoldskirchen und Pfaffstätten im Gemeindegebiet von Traiskirchen bekannt, während er unter dem offiziellen Namen Gumpoldskirchner Tunnel kaum bekannt ist. Er wurde 1841 an der Eisenbahn Wien-Gloggnitz gebaut und ist damit der älteste Bahntunnel Österreichs. Er hat eine Länge von 156 m (87 Klafter) und ist zweigleisig.

Da sich der Tunnel nicht in einem gebirgigen Gebiet befindet, sondern nur einen kleinen Bergrücken, den Katzenbühel unterquert, ranken sich noch heute Legenden um den Grund des Baues. Einerseits wollte man sich nicht die wertvollen Weinrieden in Gumpoldskirchen durch die damals skeptisch betrachtete Eisenbahn zerstören lassen. Andererseits soll er im Auftrag wegen des Spaßes an der Freud von Kaiser Ferdinand I. gebaut worden sein. Offiziell wurde jedoch einerseits eine Kostensenkung als andererseits eine mögliche höhere Geschwindigkeit der Bahn durch die Begradigung angegeben.[1]

Wahrscheinlich dürfte aber nach der am Tunnelportal ersichtlichen Inschrift Recta sequi, was auf deutsch Folge der Gerade bedeutet, sein, dass für die damals noch mit dem Tunnelbau unerfahrenen Techniker der Basistunnel technischen Referenzcharakter gehabt hatte.

Den Namen Busserltunnel erhielt der Tunnel aus dem Umstand, dass es durch die geringe Länge nicht möglich war, das Licht in den Waggons einzuschalten, und daher Zeit für ein Busserl (Kuss) im Dunkeln blieb. Arthur Schnitzler meinte dazu:„Das sei das Glück eines zufälligen Zusammentreffens in einem Eisenbahn-Coupé.“[2]

Einzelnachweise

  1. Phil. Volk: Die Eisenbahn von Wien nach Gloggnitz. In: Allgemeine Bauzeitung, Jahrgang 1842, S. 202 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/abz abgerufen am 10. November 2012
  2. Bahnhöfe, Stationen eines Lebens Niederösterreichische Wirtschaft vom 19. Jänner 2007 abgerufen am 21. Februar 2009

Weblinks

Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing