Café Rosa

48.20817416.373819Koordinaten: 48° 12′ 29″ N, 16° 22′ 26″ O Das Café Rosa ist ein nicht-kommerzielles Kaffeehaus im neunten Wiener Gemeindebezirk Alsergrund. Es wurde im Mai 2011 eröffnet und wird von der ÖH Uni Wien betrieben. Es wurde gegründet, um Studenten einen Platz zu bieten, an dem sie sich ohne Konsumzwang treffen können. Außerdem sollte es „das politische Engagement außerhalb der politischen Parteien und Organisationen“ fördern. Im März 2012 wurde bekannt, dass dem Café die finanziellen Mittel fehlen, um den Betrieb weiterzuführen.[1][2]

Geschichte

Nachdem die ÖH Uni Wien seit einigen Jahren linksdominiert war, entschied sich die Vertretung (Grüne & Alternative StudentInnen, Verband Sozialistischer Studentinnen und Studenten Österreichs und der Kommunistische StudentInnenverband) für die Eröffnung eines Cafés, das jene Grundsätze hochhält, die Diskriminierung vorbeugen sollen: basisdemokratisch, feministisch, antisexistisch, progressiv, antidiskriminierend, antirassistisch, emanzipatorisch, ökologisch-nachhaltig, antifaschistisch, antinationalistisch, antiklerikal, antipatriarchal, antiheteronormativ, antikapitalistisch und solidarisch.[1] Der Name „Rosa“ wurde gewählt, um auf die Arbeit politisch aktiver Frauen wie etwa Rosa Luxemburg hinzuweisen. Finanziert wurde es aus Rücklagen der Hochschülerschaft, was die AktionsGemeinschaft (AG) und der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) als Geldverschwendung bezeichneten. Für Kritik sorgte auch die Tatsache, dass das Kaffeehaus nicht als GmbH, sondern als Verein gegründet wurde. Das Café Rosa wurde am 7. Mai 2011 feierlich eröffnet.[3] Im darauffolgenden Frühjahr kam seitens von AG und RFS der Vorwurf, dass es keine Transparenz im Budget des Cafés gäbe und dass es bereits zahlungsunfähig wäre. Außerdem erstattete der RFS Anzeige gegen die ÖH Uni Wien wegen des Verdachts der Untreue.[4] Wenige Zeit später stellte sich heraus, dass das Kaffeehaus nicht in der Form geführt werden durfte, die das Gesetz vorschreibt, da die ÖH Wirtschaftsbetriebe nur Kapitalgesellschaften führen darf.[5] Die ÖH-Opposition stellte einen Abwahlantrag gegen die Vorsitzende der Bundesvertretung, Janine Wulz, der allerdings erfolglos blieb.[6] Im Mai 2012 wurde das Café Rosa von Studenten besetzt, wenige Tage später wurde es aber geräumt.[7] Seither sucht die ÖH Uni Wien nach einem Kooperationspartner, um den Betrieb weiterführen zu können. Im Sommer 2012 wurde das Café geschlossen, der Mietvertrag für die Räumlichkeiten lief weiter, weil der Mietvertrag über fünf Jahre abgeschlossen worden war und bis 2016 weiterlief.[8][9] Bis Anfang Jänner 2013 konnte kein neuer Pächter für die Räumlichkeiten gefunden werden.[10]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b http://derstandard.at/1330390552986/OeH-Uni-Wien-Cafe-Rosa-Antikapitalistischer-Versuch-gescheitert
  2. http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/736909/Cafe-Rosa_Pleitegeier-ueber-antikapitalistischem-Lokal
  3. http://wien.gras.at/index.php?option=com_content&task=view&id=172
  4. http://derstandard.at/1331207224519/Studibeisl-Cafe-Rosa-RFS-zeigt-OeH-Uni-Wien-wegen-Verdachts-der-Untreue-an
  5. http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/bildung/uni_aktuell/466628_Betrieb-von-OeH-Cafe-Rosa-rechtswidrig.html
  6. http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/750186/Abwahlantrag-abgelehnt_Wulz-bleibt-OeHVorsitzende-
  7. http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/bildung/uni_aktuell/459280_Verbrennt-euer-Geld.html
  8. http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/1283474/Caf-Rosa-geschlossen-OeH-muss-Miete-weiterzahlen
  9. http://derstandard.at/1345165400240/Cafe-Rosa-Kein-Paechter-trotzdem-Miete
  10. http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/forumbildung/1329616/dem-Caf-Rosa