Capital Bank

  Capital Bank – GRAWE Gruppe AG
Staat Österreich
Sitz Graz
Rechtsform Aktiengesellschaft
Bankleitzahl 196 00[1]
BIC RSBUAT2K[1]
Gründung 1922
Website www.capitalbank.at
Geschäftsdaten 2011[2]
Bilanzsumme 704,4 Mio. Euro
Mitarbeiter 162
Geschäftsstellen 5
Leitung
Vorstand Christian Jauk (Vors.)
Constantin Veyder-Malberg
Aufsichtsrat Othmar Ederer (Vors.)

Die Capital Bank – GRAWE Gruppe AG ist die Privat- und Investmentbank im Finanzkonzern der Grazer Wechselseitige Versicherung AG mit Sitz in Graz und Filialen in Wien, Salzburg, Kitzbühel und Klagenfurt.

Die Capital Bank ist die erste Bank in Österreich, die im Private Banking erfolgsabhängige Honorarberatung anbietet, d.h. dem Kunden werden sämtliche Bestandsprovisionen (Kick-backs, Retrozessionen) offengelegt und auf seinem Depot gutgeschrieben, er zahlt der Bank im Gegenzug ein Honorar, jedoch nur bei positiver Depotentwicklung.[3]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1922 erfolgte eine Gründung als Lavantaler Gewerbe- und Handelsbank reg. Gen. mbH. 1988 folgte die Beteiligung der Grazer Wechselseitigen Versicherung als Aktionär. 1989 kam es zur Gründung der Security Kapitalanlagegesellschaft

1991 war die Eröffnung der Filiale in Graz, Eintritt in den Verband Österreichischer Banken und Bankiers. Im Jahr 2000 gab es Probleme im Wertpapierbereich, in der Salzburger RBB-Filiale hatte eine Gruppe von Mitarbeitern 200 Millionen Schilling verspekuliert. Eine Übernahme durch die Hypo Alpe Adria Bank AG stand im Raum.[4] Nachdem ein Kauf durch die Hypo Alpe-Adria-Bank nicht zu Stande kam, übernahm die Grazer Wechselseitige das Institut, bestellte mit Christian Jauk und Constantin Veyder-Malberg zwei neue Vorstandsmitglieder und schoss 800 Millionen Schilling Kapital nach um die Verluste zu decken.[5] 2001 kam es zur Umbenennung von RBB Bank AG in Capital Bank-Grawe Gruppe AG. Im Jahr 2008 erfolgte eine Umstrukturierung der Bankentöchter der GRAWE Gruppe zu einer Kreditinstitutsgruppe.[6]

Stellung im Konzern der GRAWE Gruppe

Die Capital Bank ist Mitglied der Bankengruppe der Grazer Wechselseitigen und als Spezialbank hauptsächlich in folgenden Geschäftsbereichen tätig: Private Banking, Investment Banking, und Führung von Wertpapierdepots über die „Plattform“.

Neben der Capital Bank befindet sich auch die Bank Burgenland und die Security KAG im Finanzkonzern der GRAWE. Damit werden alle Bereiche in der Finanzindustrie im eigenen Konzern abgedeckt werden.[7]

Personen

Vorstandsvorsitzender ist Christian Jauk, MBA, Mitglied des Vorstandes Constantin Veyder–Malberg. [8] Vorsitzender des Aufsichtsrates der Capital Bank ist der Generaldirektor der GRAWE Othmar Ederer, weitere Aufsichtsratsmitglieder sind Siegfried Grigg, Günther Puchtler und Franz Hörhager.

Honorarberatung

Die Capital Bank ist das erste Bankhaus Österreichs das - seit dem Jahr 2005[9] - das Modell der Honorarberatung anbietet. Der Kernpunkt dieser Beratungsform ist eine Vergütung aller Bestandsprovision an den Kunden (Kick-backs, Retrozessionen), im Gegenzug bezahlt der Kunde ein Honorar an die Bank. Diese Honorar wird nur dann fällig, wenn die Geldanlage tatsächlich Gewinn abwirft. Weiters definiert der Gewinn des ersten Jahres die sogenannte "high-water-mark", das bedeutet, sollte der Gewinn im darauffolgenden Jahr darunter liegen, ist kein Honorar zu entrichten. Diese neue Vorgehensweise wurde im Juli 2009 als Reaktion auf die Auswirkungen der Wirtschaftskrise explizit an die Private Banking Kunden der Bank kommuniziert.[10]

Einzelnachweise

  1. a b Eintrag im Kreditinstitutsverzeichnis bei der Oesterreichischen Nationalbank
  2. Geschäftsbericht 2011
  3. Harald Fercher: Da schau her! Grazer Capital Bank macht Schluss ... Abgerufen am 28. März 2010.
  4. ots.at: "profil": Hypo Kärnten will RBB Bank Wolfsberg übernehmen, 17. September 2009
  5. Wirtschaftsblatt: RBB Bank erhält bald einen neuen Namen, 5. April 2001
  6. Geschichte des Bankhauses. Abgerufen am 21. April 2010.
  7. Capital Bank in der Konzernstruktur der GRAWE. Abgerufen am 21. April 2010.
  8. Vorstand der Capital Bank. Abgerufen am 21. April 2010.
  9. Bisher ist die „Honorarberatung“ in Österreich mehr eine Vision als Realität. ... Abgerufen am 22. April 2010.
  10. Offener Brief des Vorstands. Abgerufen am 22. April 2010.

Weblinks