Carl Heissler

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Carl Heissler, Lithographie von Josef Kriehuber, 1866

Carl Heissler (* 18. Jänner 1823 in Wien; † 13. November 1878 ebenda) war ein österreichischer Geiger und Bratschist.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Carl Heissler erhielt seine Ausbildung bei Georg Hellmesberger senior, Matthias Durst und Joseph Böhm am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. 1841 trat er in den Dienst des Hofopernorchester ein und spielte ab 1843 auch in der Hofmusikkapelle, zuerst als Substitut, seit 1860 als ordentliches Mitglied. Ab 1849 spielte er zweite Geige im Quartett Leopold Jansas. Josef Hellmesberger, ein Sohn seines Professors, gründete ebenfalls ein Quartett, für das er Jansas Musiker abwarb, darunter Carl Heissler. Er nannte das neue Ensemble Hellmesberger-Quartett.

Heissler unterrichtete im Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde; unter seinen Studenten waren Ernst Reiterer, Julius Winkler, Arnold Rosé, Hans Wessely, Eugen Grünberg, Hans Richter und Franz Schalk. 1869 wurde er der erste Leiter des Orchesters der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Sein Nachfolger war 1871 Anton Rubinstein, den bereits im folgenden Jahr Johannes Brahms ablöste.[1]

Literatur

  • Ernst Tittel: Die Wiener Musikhochschule. Vom Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde zur staatlichen Akademie für Musik und darstellende Kunst. Lafite, Wien 1967.
  • Oesterreichisches Musiklexikon. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2003, ISBN 3-7001-3044-9 (Band 2, G-Kl).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Johannes Brahms: Life and Letters, Selected and annotated by Styra Avins. Oxford University Press, Oxford 2001, S. 419 Fußnote (Weblink)