Carl Rotky

Carl Rotky (* 12. April 1891 in Graz; † 16. August 1977 in Grottenhof, Gemeinde Kaindorf an der Sulm) war ein österreichischer Maler, Graphiker und Schriftsteller.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Prof. Dr. Carl Rotky wurde am 21. April 1891 in Graz geboren. Sein Vater war k. u. k. Bezirkshauptmann von Königinhof a. d. Elbe (heute in Tschechien: Dvůr Králové nad Labem) in Böhmen, während seine Verwandten mütterlicherseits aus der Gegend von Witschein (heute slowenisch: Svečina) in der Untersteiermark stammten. Am Kogelberg bei Leibnitz kaufte der Vater Carl Rotkys ein kleines Bauerngut. Die Familie ließ sich 1893 in Graz nieder. Die beiden Brüder Carl und Harry Rotky wuchsen in Graz auf. Vom Frühjahr bis zum Herbst lebte die Familie am Kogelberg. Schon in der Mittelschule hegte Carl Rotky bereits den Wunsch, Maler zu werden. Doch durch den Vater, der dies nicht billigte, beeinflusst, wandte er sich nach der bestandenen Matura vorerst dem Studium der Medizin zu. Er studierte anfänglich an der Universität Graz und beendete 1914 sein Studium mit der Promotion zum Doktor der Medizin an der Karls-Universität Prag. Vom Ersten Weltkrieg, der ihn nach Russland, Galizien und Polen führte, kehrte er mehrfach ausgezeichnet als Militäroberarzt nach Graz zurück.

Nun drängte es den allseits geschätzten Arzt seinen künstlerischen Ambitionen nachzugehen und er begann in Graz an der Malschule mit dem Studium der Malerei und Graphik bei den Professoren Constantin Damianos (1869–1953) und Anton Marussig (1868–1925), welches er schließlich bei Prof. (Sandor) Alexander von Kubinyi (* 1875 in Debrecen ; † 1949 in München) in München beendete. 1929 siedelte er in sein Haus am Kogelberg über. Studienreisen führten ihn nach Deutschland, Frankreich, Italien, Jugoslawien und Griechenland.

Bis in sein hohes Alter blieb seine Schaffenskraft ungebrochen und es entstanden immer neue Bilder in seinem Atelier am Kogelberg. Prof. Dr. Carl Rotky verstarb am 16. August 1977 in Grottenhof bei Leibnitz.

Werk

Carl Rotky wandte sich mit großer Liebe dem Holz- und Linolschnitt zu. Es entstand sein graphisches Werk – auch als Illustrationen „seiner Gedichtbände“, u. a. „Heimatliches Bilderbuch“, „Das Leben“, Im Garten“, „ Die neuen Galgenlieder“ u. v. m.“ Bei seinen Studienreisen entstanden unzählige Bilder, die hohen Kunstwert erlangten. C. Rotky wurde eine markante Persönlichkeit der steirischen Kunstszene. Mit seinen spätimpressionistischen Stillleben und steirischen Landschaftsbildern stellte er seine südsteirische Wahlheimat in dem eigentümlichen Charakter ihrer weingesegneten Hügellandschaft und ihrem Hinweis auf die Stimmung des europäischen Südens meisterlich dar. Zahlreiche Bilder befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen, u. a. in der Albertina in Wien und der Neuen Galerie in Graz.

Ausstellungen

In zahlreichen Ausstellungen in Europa, Australien und Amerika erlangten seine Werke hohes Ansehen. Viele Zeitungen und Kunstzeitschriften in Österreich, Deutschland und England brachten Aufsätze und Bildwiedergaben.

Auszeichnungen

Carl Rotky erhielt viele Ehrungen, u. a.:

Literatur

  • August Trummer (Hrsg.), Carl Rotky – Das druckgraphische Werk, Eigenverlag Graz, 1982
  • Andreas Lendl, Haus der Kunst, Galerie, Ausstellung und Buchpräsentation: Bebilderter Folder mit Kurzbiografie von Carl Rotky (1891–1977), Graz (Jg.unbekannt)

Weblinks