Carl von Bach

Carl von Bach

Carl von Bach (* 8. März 1847 in Stollberg/Erzgeb.; † 10. Oktober 1931 in Stuttgart; vollständiger Name: Julius Carl von Bach) war ein deutscher Maschinenbau-Ingenieur und Hochschullehrer.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Geboren als Sohn des Sattlermeisters und Wagenbauers Heinrich Julius Bach arbeitete er nach dem Besuch der Volksschule zunächst in der Maschinenfabrik Hartmann in Chemnitz.

Seine Leistungen auf der Werkmeisterschule in Chemnitz ermöglichten es ihm, von 1866 bis 1868 am Polytechnikum Dresden zu studieren. Während seines Studiums wurde er Mitglied der Sängerschaft Erato (heute in Darmstadt).[1] 1868 folgte er seinem Lehrer Wilhelm von Kankelwitz (1831–1892) als Assistent nach Stuttgart. 1878 wurde Bach als ordentlicher Professor an die Technische Hochschule Stuttgart berufen, deren Rektor er von 1885 bis 1888 war. Hier gründete er 1884 die Materialprüfungsanstalt Stuttgart. Rufe an die Universitäten in Wien, Berlin und Zürich lehnte Bach ab. In den Jahren von 1912 bis 1918 war Bach für die Technische Hochschule Mitglied der Ersten Kammer des Württembergischen Landtages. Bach gilt als der Begründer der modernen statischen Elastizitäts- und Festigkeitslehre.

Als seine Hauptwerke gelten die 1881 erschienene Schrift Die Maschinenelemente, ihre Bedeutung und Konstruktion, das 1889/1890 erschienene Werk Elastizität und Festigkeit. Die für die Technik wichtigsten Sätze und deren erfahrungsmäßige Grundlage sowie das 1914 gemeinsam mit Richard Baumann publizierte Buch Festigkeitseigenschaften und Gefügebilder.

1922 wurde Bach emeritiert.

Ehrungen

Sonstiges

Carl von Bach ist die seit 1984 von der MPA Stuttgart vergebene Carl-von-Bach-Gedenkmünze gewidmet.

Literatur

  •  Frank Raberg: Biographisches Handbuch der württembergischen Landtagsabgeordneten 1815–1933. Im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Kohlhammer, Stuttgart 2001, ISBN 3-17-016604-2, S. 19.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Paul Meißner (Hrsg.): Verzeichnis der Mitglieder des Verbandes Alter Sängerschafter in Weimar e.V. (VAS), WS 1928/29, Stand Januar 1929. Verlag Verband Alter Sängerschafter, Leipzig 1929, Seite 219.
  2. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Württemberg 1907, Seite 34