Caroline Weber

Caroline Weber wurde 2004, 2008 und 2009 zur Vorarlberger Sportlerin des Jahres gewählt.

Caroline Weber (* 31. Mai 1986 in Dornbirn) ist eine österreichische Rhythmische Gymnastin.

Inhaltsverzeichnis

Anfänge in der TS Dornbirn

Caroline Weber begann 1993 in der Turnerschaft Dornbirn mit der Rhythmischen Gymnastik. 1996 qualifizierte sie sich für den Vorarlberger Landeskader. Sie absolvierte das Sportgymnasium in Dornbirn und wurde 2006 als Profi-Sportlerin ins Heeresleistungszentrum des Österreichischen Bundesheeres aufgenommen.

Nationale Dominanz

Caroline Weber ist die die bisher erfolgreichste Gymnastin der Geschichte des Österreichischen Fachverband für Turnen. Sie hält im Jahr 2011 49 Österreichische Staatsmeistertitel, seit 2003 ist sie bei den Nationalen Meisterschaften ungeschlagen. Drei Mal wurde Caroline Weber Vorarlberger Sportlerin des Jahres. Eine Fachjury der Redaktionen der Vorarlberger Nachrichten und des ORF hatte sie in Zusammenarbeit mit einer Prominentenauswahl in den Jahren 2004 und 2008 und 2009 als beste Sportlerin des Bundeslandes ausgezeichnet.

Anschluss an die Weltspitze

Caroline Weber (2012)

Im Oktober 2003 übernahm Lucia Egermann (früher Lucia Ivanova bzw. Gencheva) die Funktion der Landestrainerin in der Vorarlberger Turnerschaft, ein Jahr später wurde sie österreichische Nationaltrainerin. Für die Karriere von Caroline Weber sollte das Engagement von Egermann den entscheidenden Impuls bringen. Lucia Egermann war in ihrer Jugend in Bulgarien selbst Spitzengymnastin gewesen. Als Trainerin betreute sie 1996 die südkoreanische Nationalmannschaft, 1997 war sie Einzelnationaltrainerin in Ägypten. Es folgten Engagements in Japan, Argentinien und Kanada, bevor sie nach Österreich kam.

Internationale Platzierungen

Betreut von Lucia Egermann qualifizierte sich Caroline Weber mit einer Serie konstanter Top-Leistungen im internationalen Spitzenfeld für Olympia 2008 in Peking. Sie erreichte somit ihr Karriereziel und war neben dem Fechter Roland Schlosser Vorarlbergs einzige Olympiateilnehmerin im Jahr 2008. Bei den Weltmeisterschaften 2011 in Montpellier erreichte sie im Mehrkampffinale Rang 15 und qualifizierte sich mit dieser Leistung für Olympia 2012. In der internationalen Szene gilt Caroline Weber als eine der wenigen Gymnastinnen West- und Mitteleuropas, die zur Weltspitze gehören, denn die Rhythmische Gymnastik wird von den osteuropäischen Ländern dominiert.

In der internationalen Bilanz von Caroline Weber finden sich bis 2011 neun EM-Teilnahmen, sieben WM-Starts sowie zahlreiche Top-Platzierungen in der Grand Prix-Serie. Die besten Ränge bei EM, WM, Grand Prix, Weltcup und Olympia sind in der Tabelle angeführt.


Wettkampf Jahr, Austragungsort Platzierung, Disziplin
Weltmeisterschaft 2007, Patras 14 (Mehrkampf)
Olympia 2008, Peking 17 (Mehrkampf)
Europameisterschaft 2008, Turin 12 (Mehrkampf)
Weltcup 2009, Portimão 8 (Mehrkampf)
Weltcup 2009, Maribor 7 (Mehrkampf), 5 (Ball und Seil), 4 (Band und Reifen)
Grand-Prix 2009, Burgas 3 (Reifen)
Europameisterschaft 2009, Baku 10 (Reifen)
Weltmeisterschaft 2009, Mie/Japan 18 (Mehrkampf)
Weltcup 2010, Debrezen 7 (Band)
Weltcup 2010, Portiamo 7 (Band)
Grand-Prix 2010, Thiais 5 (Mehrkampf), 5 (Band und Seil)
Weltcup 2010, St. Petersburg 8 (Mehrkampf), 6 (Band und Seil)
Europameisterschaft 2010, Bremen 9 (Mehrkampf), 7 (Reifen)
Grand-Prix 2010, Holon 5 (Band)
Grand-Prix 2010, Innsbruck 8 (Mehrkampf), 6 (Seil und Reifen)
Weltmeisterschaft 2010, Moskau 15 (Mehrkampf)
Weltcup 2011, Montreal 5 (Mehrkampf und Keulen), 4 (Ball und Reifen)
Grand-Prix 2011, Moskau 5 (Keulen), 6 (Ball und Band)
Weltcup 2011, Pesaro 7 (Keulen), 8 (Reifen)
Grand-Prix 2011, Thiais 6 (Reifen, Ball), 7 (Keulen)
Europameisterschaft 2011, Minsk 8 (Band-Finale)
Weltmeisterschaft 2011, Montpellier 15 (Mehrkampf)
Grand-Prix-Finale 2011, Brünn 6 (Keulen-Finale), 7 (Mehrkampf und Band), 8 (Reifen und Ball)
Olympia 2012, London 18 (Mehrkampf)

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