Charly Gaudriot

Karl „Charly“ Gaudriot (* 12. März 1895 in Wien; † 15. April 1978 ebendort) war ein österreichischer Jazz- und Unterhaltungsmusiker (Klarinettist, Saxophonist, Kapellmeister, Komponist) sowie Musikpädagoge.

Gaudriot war ab 1918 als Klarinettist bei den Wiener Philharmonikern, mit denen er 1926 auf Südamerika-Tournee ging. Dort lernte er Jazz und vor allem den Klang des Saxophons kennen, dessen Beherrschung er sich autodidaktisch aneignete. 1928 stieg er bei den Philharmonikern aus und gründete die Jazzkapelle Charly Gaudriot, die Tanzmusik mit Jazzelementen spielte. Später wurde er für zwei Jahrzehnte Kapellmeister des Kleinen Orchesters von Radio Wien und leitete auch das Wiener Jazzorchester. Gemeinsam mit Hans Schneider setzte er mit den 20 Etüden für Saxophon (1929) instrumentalpädagogische Akzente, schrieb aber auch Tanzmusik, Schlager und Wienerlieder. Auch war er an der Musik zu Filmen wie Csibi, der Fratz (1933) beteiligt. Zu seinen Saxophon-Schülern zählte Karl Drewo.

Lexikalischer Eintrag

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