Christian Pöppelreiter

Christian Pöppelreiter (* 22. April 1941 in Dresden) ist ein deutsch-österreichischer Opernregisseur und Hochschullehrer.

Der renommierte DDR-Regisseur und Hochschullehrer (Dresden, Rostock, Berlin) wurde im November 1981 über Vermittlung des Agenten Ioan Holender mit der Uraufführung der „Wölfli-Szenen“ an der Grazer Oper betraut. 1986 erhielt er eine Gastprofessur an der damaligen Grazer Musikhochschule, die 1988 in eine ordentliche Professur umgewandelt wurde. Damit erhielt Pöppelreiter automatisch die österreichische Staatsbürgerschaft. Von 2000 bis zum 30. September 2009 war Pöppelreiter als Ordinarius an der Kunstuniversität Graz (KUG) tätig. Zudem inszenierte er an zahlreichen bedeutenden Bühnen. Eine enge Zusammenarbeit verband ihn mit dem Saarländischen Staatstheater in Saarbrücken während der Intendanz von Kurt Josef Schildknecht, wo er neben Richard Wagners Tristan und Isolde im Bühnenbild von Daniel Libeskind und Das Rheingold vor allem einen vielbeachteten Zyklus "Neue Wiener Schule" inszenierte (Lulu, Moses und Aron, Wozzeck).

Pöppelreiter zeichnete getreu seinem Prinzip, die Studierenden ganze Werke erarbeiten zu lassen, für die Inszenierung von rund 30 KUG-Opernproduktionen verantwortlich. Seine Nachfolge für die Professur „Musikdramatische Darstellung – szenische Interpretation“ übernahm mit 1. Oktober 2009 die deutsche Opernregisseurin Barbara Beyer.

Als ordentlicher Universitätsprofessor und Leiter des Instituts für Musiktheater der KUG war Pöppelreiter auch Projektleiter der KUG beim Bau des im März 2009 eröffneten MUMUTH – Haus für Musik und Musiktheater.

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