Christof Moser

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Christof Moser (* 7. Januar 1964 in Feldkirch, Vorarlberg) ist ein österreichischer Pianist, Komponist und Pädagoge. Seit 1995 lehrt Christof Moser an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, wo er 2010 zum a.o. Universitätsprofessor habilitierte.[1]

Leben

Christof Moser wurde in Feldkirch als eines von sechs Kindern einer musikbegeisterten Familie geboren. Mutter Josefine bekleidete über 60 Jahre das Amt der Organistin in Nenzing, Vater Ludwig war musikalisch als Leiter eines Männerchors und verschiedener Kinderchöre tätig. Mit sechs Jahren erwarb Christof Moser erste Bühnenerfahrung als Flötensolist und später als Kleine-Trommel-Spieler mit dem Lied Kleiner Tambour.

Zur selben Zeit begann sein Klavierunterricht an der Musikschule in Feldkirch bei Gisela Andergassen. Dieser setzte sich fort am Vorarlberger Landeskonservatorium bei Jacek Lukaszczyk. Mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 feierte Christof Moser sein Debut in der Stadthalle von Feldkirch. Er bildete sich im Jazzseminar in Dornbirn bei Rolf Aberer und Benny Gleeson weiter. Nach dreijähriger Unterrichtszeit als Klavierpädagoge an der Musikhauptschule in Thüringen und der Musikvolksschule in Bludesch wechselte Christof Moser nach Wien, wo er sein Studium an der damaligen Hochschule für Musik und darstellenden Kunst mit den Instrumenten Klavier bei Carlos Rivera, Keyboard bei Reinhard Theiser und Schlagzeug bei Walter Veigl, Kurt Prihoda, Fritz Ozmec und Walter Schiefer absolvierte.

Nach Abschluss des Studiums war Christof Moser am Wiener Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium 23 in der Anton-Baumgartner-Straße als Musikerzieher tätig. Die berufliche Laufbahn führte ihn dann an die Pädagogische Akademie Wien.

Christof Moser ist neben seiner Lehre als Leiter verschiedener Seminare und Workshops in den Bereichen Klavier, Keyboards und Ensemble tätig (u.a. für den Österreichischen Kulturservice (ÖKS), Kulturkontakte, den Österreichischen Bundesverlag, den Stadtschulrat Wien, das Pädagogisches Institut Wien und Tirol und Musik ohne Grenzen).

Christof Moser zeichnet sich besonders durch seine innovativen musikalischen Grenzüberschreitungen aus; er liebt auch die experimentelle Rockmusik und war als Jugendlicher Organist in der Pfarrkirche von Nenzing, wo er rockmusikalische Elemente über die Kirchenorgel erklingen ließ. Als Keyboarder (mit Piano, Hammond-Orgel, Mellotron und Synthesizer) spielte Christof Moser bei mehreren Rockbands, besonders aber galt sein Interesse seinen eigenen Bands Exodus (Preisträger beim Musikwettbewerb der Vorarlberger Industrie) und Do It Yourself (Sieger des Pop-odrom Wien, Yamaha Band Contests Austria, Yamaha Keyboard Award Deutschland, Feldkircher Kulturpreis). Es folgten erste Filmmusiken (Der Fremde, Universum Mostviertel, Adagio in White, Viola) und andere Auftragskompositionen (Hymne für den Fußballverein SK Rapid Wien, HSH, Andy Brando Productions etc.)

Christof Moser spielte (zusammen mit seinem langjährigen Klavierpartner Michael Hruby) die Uraufführung von Michael Amanns „ ... für 2 Klaviere“ im Bösendorfer Saal und wurde für die Einspielung dieses komplexen Werkes (einer Produktion des ORF, Landesstudio Vorarlberg, 2000) als Pianist vorgesehen, wobei er für beide Klavierparts im Multitrack-Verfahren verantwortlich zeichnete.

2005 spielte Christof Moser im Wiener Konzerthaus in einer Besetzung von Klavier und Schlagzeug und gründete daraufhin 2006 das Kammermusik-Duo pianodrum. Mit pianodrum verfolgt Christof Moser das Ziel, innovative Musik für die Besetzung von Klavier und Schlagzeug zu produzieren und aufzuführen. Neben Konzerten im In- und Ausland erfolgte die erste CD-Veröffentlichung bei Gramola im Herbst 2010 mit den Schlagzeugern Chester Thompson, Mario Lackner, Alex Dostal und Bernard Galane. Das Repertoire von pianodrum spannt einen Bogen von mehr als 300 Jahren Musik, angefangen bei Bearbeitungen barocker Klangkunst bis hin zu club-tauglicher Ambient-Lounge-Musik und Improvisation.

Weitere musikalische Tätigkeiten von Christof Moser: Kammermusik u. a. mit Rainer Honeck, Konzertmeister der Wiener Philharmoniker, dem Schauspieler Markus Meyer, Richard hyung-ki Joo, Luca Lombardo, Ilija Markovic, Michael Hruby, Claire Dolby, Maria Frodl und Lukas Schiske. Er beteiligte sich an Pop-Rockmusik-Projekten mit Betty S, Sumitra Nanjundan, Leni Lust, kjukoon, der Led Zeppelin Revival Band, The Lamb Lies Down On Broadway (Genesis).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Musikdokumentationsstelle des Landes Vorarlberg: Christof Moser; abgerufen am 21. Jän. 2012