Christofberg (Gemeinde Brückl)

Christofberg ist ein Ortsteil der Gemeinde Brückl im politischen Bezirk Sankt Veit an der Glan in Kärnten und zählt 19 Einwohner (2001).

Filialkirche heiliger Christophorus
Altarfigur heiliger Christophorus in der Filialkirche auf dem Christofberg
Figur des heiligen Christophorus auf dem linken Seitenaltar in der Filialkirche auf dem Christofberg
Kapelle auf dem Christofberg

Inhaltsverzeichnis

Geografie und Panorama

Die Streusiedlung liegt auf einer Bergkuppe südöstlich von Magdalensberg. Von der Kirche und vom Gasthaus hat man in südwestlicher bis südöstlicher Richtung einen prächtigen Panoramablick auf den südlichen Teil des Klagenfurter Beckens sowie die Bergkette der Karawanken.

Filialkirche heiliger Christophorus

Die 957 m hoch gelegene weithin sichtbare Kirche liegt auf einem Berggipfel innerhalb einer Umfassungsmauer. Der schlichte Bau wurde im Jahre 1627 unter Abt Hieronymus Marchstaller von Sankt Paul im Lavanttal begonnen und im 19. Jahrhundert erneuert.

Bauwerk

An der Süd-Seite des leicht eingezogenen Chors steht der Sakristeiturm mit Pyramidenhelm. Die Lichtflutung des Innenraums erfolgt über spitzbogige gotisierende Fenster aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Das westliche Vordach ruht auf Säulen. Das Langhaus ist flach gedeckt und hat einen rundbogigen Triumphbogen. Der Chor ist einjochig mit drei Achtel Schluss ausgestaltet und kreuzgratgewölbt.

Einrichtung

Der frühbarocke Hochaltar datiert um die Jahre 1630/1640, hat einen dreizonigen Aufbau über hohem Sockel, die erste und zweite Zone präsentiert sich in Gestalt von Ädikulen mit seitlichen Konsolfiguren unter Baldachinbögen, die dritte Zone ist als rundbogiger Beschlagwerkrahmen ausgestaltet, seitlich davon präsentieren sich zwei Engelsfiguren, der Abschluss erfolgt durch ein Kruzifix; in der Mitte steht die Figur des heiligen Christophorus, links die Figur des heiligen Petrus, rechts jene des heiligen Paulus; in der zweiten Zone gewahrt man ein Bild des heiligen Rochus, links die Figur der heiligen Barbara, rechts der heiligen Margarethe und als Aufsatz ein Vesperbild. Der Tabernakel aus dem Jahre 1771 wird Johann Pacher zugeschrieben. Aus der Werkstatt des Johann Pacher stammt auch der linke Seitenaltar (1771) sowie die Kanzel (1771), für die Tischlerarbeiten zeichnet Leopold Schmidt verantwortlich; 1773 wurde er gefasst von Franz Höcher. Der rechte Seitenaltar datiert um 1700. Er wird geziert von bemalten Antependien aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Eine Restauration beider Seitenaltäre erfolgte im Jahr 1988.

Glocken

Das Geläut stammt von den beiden Meistern Mathias Landsmann aus dem Jahre 1673 und Marx Mathias Zechenter aus dem Jahre 1719.

Kapelle

Der in die Umfassungsmauer einbezogene halbrunde vorne offene Bau mit Zwiebelhelm aus dem Jahre 1782 befindet sich südlich der Kirche. Er zeigt ein volkstümliches Christophorusbild.


46.7114.471388888889Koordinaten: 46° 43′ N, 14° 28′ O