Christoph Kühn (Theologe)

Christoph Kühn (2012)

Christoph Kühn (* 1963 in Datteln, Nordrhein-Westfalen) ist ein römisch-katholischer Priester des Bistums Eichstätt, Kirchenrechtler und päpstlicher Diplomat.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Christoph Kühn absolvierte seine philosophisch-theologische Ausbildung an der Katholischen Universität Eichstätt (KUE). Als Studentenvertreter arbeitete er dort im Senat und in einigen anderen universitären Gremien mit. 1990 empfing er in Eichstätt die Priesterweihe. Anschließend war er in der Seelsorge tätig und wirkte als Kaplan in Wemding, Neumarkt in der Oberpfalz und Greding. Von 1993 bis 1997 setzte er seine Studien in Rom fort und wurde in Kirchenrecht promoviert. Er erwarb zudem das Lizentiat im Völkerrecht und absolvierte die Päpstliche Diplomatenakademie. Nach Beendigung dieser Studien trat Christoph Kühn in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein und wurde zunächst Nuntiatur-Attaché an der Apostolischen Nuntiatur in Harare, Simbabwe. Von 1998 an arbeitete er als Nuntiatursekretär an der Päpstlichen Vertretung in Sambia und Malawi mit Dienstsitz in Lusaka. Von 2001 bis 2008 leitete er die deutschsprachige Abteilung der I. Sektion des Staatssekretariats des Heiligen Stuhls.

In dieser Aufgabe begleitete er zusammen mit anderen Mitarbeitern Papst Johannes Paul II. im Juni 2004 zum nationalen Jugendtreffen der Schweiz in Bern. Monsignore Kühn gehörte zum Gefolge von Papst Benedikt XVI. beim XX. Weltjugendtag 2005 in Köln sowie bei den Apostolischen Reisen nach Bayern im September 2006 und Österreich im September 2007. Unter der Leitung der Kardinalstaatssekretäre Angelo Sodano und Tarcisio Bertone sowie der Kurienerzbischöfe Leonardo Sandri und Fernando Filoni war er für einige Aspekte der vier Papstvisiten zuständig.

Vom 1. Juli 2008 bis 31. August 2012 war Kühn als Nuntiaturrat im diplomatischen Dienst in der Apostolischen Nuntiatur in Wien tätig. Zum 1. September 2012 wurde er von Bischof Gregor Maria Hanke zum Domkapitular in Eichstätt udn Leiter der Hauptabteilung Weltkirche ernannt.[1]

Seit Studientagen ist er Mitglied im W.K.St.V. Unitas Frankonia Eichstätt im UV und der K.A.V. Capitolina Rom im CV. Im Jahre 2000 wurde er im Kloster Casamari in den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem investiert.

Auszeichnungen und Ehrungen

Schriften

Neben verschiedenen Zeitschriftenartikeln sind folgende Veröffentlichungen bekannt:

  • Kirche im Gespräch. Theologische Orientierungen und geistliche Impulse. Kral, Abensberg/Ndb. 1992, ISBN 3-87442-034-5.
  • Die Rechtsbeziehungen des Heiligen Stuhls zum Europarat. Lang, Frankfurt am Main, Berlin,Bern, New York, Paris, Wien 1999, ISBN 3-631-34465-1. (Adnotationes in ius canonicum 9)
  • Der Rosenkranz nach Johannes Paul II. Eine Darstellung der 20 Rosenkranzgeheimnisse. Illustriert von Gian C Olcuire. Naumann, Würzburg 2003, ISBN 3-88567-088-7.
  • mit Pietro Principe: Der Glaube in Bildern. Editrice Vaticana, Vatikanstadt 2004, ISBN 88-209-7567-X.
  • Stärke unseren Glauben - Biblische Homilien. Pustet, Regensburg 2004, ISBN 3-7917-1921-1.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. „Prälat Christoph Kühn wird Domkapitular in Eichstätt“, kath.net, 18. Juli 2012
  2. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952
  3. Verdienstkreuz "Pro Piis Meritis" des Souveränen Malteser-Ritterordens für Christoph Kühn