Christoph Lieben-Seutter

Christoph Lieben-Seutter (* 3. Juni 1964 in Wien) ist ein österreichischer Intendant. Bis zum Jahr 2015 ist er als Generalintendant an der Elbphilharmonie in Hamburg verpflichtet.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Wiener Konzerthaus (2006)

Nach der Matura absolvierte er ab 1982 bei Philips in Wien eine Ausbildung als Software-Ingenieur und war als Marketing-Assistent mit europaweitem Einsatzgebiet tätig.[1] 1988 berief ihn der Generalsekretär Alexander Pereira als Direktionsassistent ans Wiener Konzerthaus, wo er sich „in den folgenden fünf Jahren mit praktisch allen Aufgabengebieten des Konzertwesens vertraut machte.“[1] Ab 1991 war im Konzerthaus Karsten Witt sein Betriebsdirektor,[2] in dieser Zeit übernahm er „die gesamte Termin-Koordination sowie Budgetplanung des künstlerischen Bereiches im Konzerthaus.“[1] Von 1993 bis 1996 folgte er als persönlicher Referent dem Intendanten Alexander Pereira ans Opernhaus Zürich. Anschließend ging er zurück nach Wien und übte von 1996 bis 2007 als Generalsekretär der Konzerthausgesellschaft und für das Festival Wien Modern die künstlerische und kaufmännische Leitung aus.[2] Zudem war er für die Generalsanierung des Konzerthauses zuständig.[3]

Seit 2007 ist er Generalintendant der Elbphilharmonie und der Laeiszhalle in Hamburg.[4] Sein Vertrag wurde zuletzt bis 2015 verlängert.[2] Beim Internationalen Kammermusikwettbewerb Hamburg 2009 war Lieben-Seutter in der Jury der Finalrunde.[5] Lieben-Seutter ist Präsident der European Concert Hall Organisation (ECHO) und Vorstandsmitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters.[2]

Privat

Seit Juli 1996[6] ist Lieben-Seutter mit der Librettistin[7] und Schauspielerin[8] Theresita Colloredo (* 27. Dezember 1965, geborene Colloredo-Mannsfeld,[9]) standesamtlich verheiratet, kirchlich seit Juni 1997.[6] Gemeinsam haben sie drei Töchter.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c Den Betrieb „von der Pieke auf“ gelernt. In: oe1.orf.at, Gesellschaft. 27. April 2005, abgerufen am 22. Juni 2010.
  2. a b c d Wer macht wo Karriere? Christoph Lieben-Seutter: Elbphilharmonie. In: Internetmagazin Klassik.com. Abgerufen am 22. Juni 2010.
  3. Judith Schmitzberger: Teurer Abflug an die Elbe: Christoph Lieben-Seutter. In: Wiener Zeitung. Printausgabe, 29. Mai 2010, abgerufen am 15. Juni 2012.
  4. Laeiszhalle Elbphilharmonie Hamburg: Laeiszhalle: Ein Haus mit Geschichte. Abgerufen am 26. April 2010.
  5. ICMC Hamburg: Internationaler Kammermusikwettbewerb Hamburg, 2009. Jury. Christoph Lieben-Seutter (nur Finalrunde). Abgerufen am 5. Juli 2010.
  6. a b Colloredo, genealogische Ziffer 2h). In: Paul Theroff’s Royal Genealogy Site. Abgerufen am 5. Juli 2010 (englisch).
  7. Beate Lammer: Kinderoper. Die "Omama im Apfelbaum" an der Wiener Staatsoper: bunt, spannend – und diskussionsfördernd. In: Die Presse, Printausgabe 17. April 2007. Abgerufen am 5. Juli 2010.
  8. Transart 05 (Bozen, Italien), Kurzbiografien: „Theresita Colloredo besuchte die Schule von Jaques Lecoq in Paris. Sie war neun Jahre als Dr. Lili Quack für die CliniClowns im Einsatz und lebt und arbeitet weiterhin als freie Schauspielerin in Wien. Die Umsetzung geeigneter Kindergeschichten für die Bühne in Zusammenarbeit mit der Komponistin Lisi Naske bildet den Schwerpunkt ihrer derzeitigen Arbeit.“ (Online im Pressebereich des Veranstaltungsarchivs. Abgerufen am 5. Juli 2010.)
  9. Die in Wien geborene Theresita Colloredo, wie sie sich weiterhin als Künstlerin nennt, stammt, wie ihr Vater Rudolf Colloredo-Mannsfeld (* 1938; Eintrag in Google Maps und folgend Herold.at) aus der (böhmisch-)österreichischen Familie Colloredo mit Stammsitz im Schloss Sierndorf.