Christoph Platzgummer

Christoph Platzgummer

Christoph Platzgummer (* 5. Oktober 1961 in Innsbruck) ist ein österreichischer Politiker (ÖVP) und seit 2010 Leiter des Zukunftsressorts des Landes Tirol.

Inhaltsverzeichnis

Familie und Jugend

Nachdem Besuch der Volksschule in Mariahilf und der Schihauptschule Neustift, maturierte er 1980 am Schigymnasium in Stams. 1980 trat er in die Sicherheitswache der Bundespolizeidirektion Innsbruck ein.

Platzgummer ist seit 1983 verheiratet und hat zwei Töchter.

Karriere

Er absolviert die Verwaltungsakademie des Bundes in Wien und beginnt 1987 im städtischen Dienst der Stadt Innsbruck, wo er für Bezirksverwaltung und Gewerberecht zuständig ist. Während seiner Dienstzeit wurde ein eigenes Amt für Aufenthaltsangelegenheiten und Gewerberecht eingeführt, dessen Leitung er anschließend übernahm. Er schloss sein Doktoratstudium in Innsbruck ab und absolvierte einen Lehrgang an der Verwaltungsakademie des Landes Tirol. Nach verschiedenen Engagements in Projektgruppen, Kommissionen und Fachausschüssen wurde er stellvertretender Magistratsdirektor. Am 1. Mai 2003 übernahm er die Direktion des Magistrats der Landeshauptstadt Innsbruck.

Politische Laufbahn

Er kandidierte erstmals bei den Gemeinderatswahlen 2006 auf Listenplatz 2. In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates am 8. Mai 2006 wurde er zum zweiten Vizebürgermeister der Stadt Innsbruck gewählt.

In dieser Funktion war er unter anderem an der Realisierung der Fußballakademie, der Veranstaltung der Special Olympics, der Initiierung des Trainingszentrums für die Jugend am Patscherkofel sowie der weltweit ersten olympischen Jugendspiele beteiligt.[1]

2009 wechselte Platzgummer, nachdem er wegen finanziellen Ungereimtheiten, die sich unter seiner Leitung im Rahmen der Fußball-EM 2008 ergaben, als Vizebürgermeister zurückgetretenen war,[2] ins Zukunftsbüro des Landes Tirol. Derzeit leitet er die Abteilung Landesentwicklung und Zukunftsstrategie.

2012 kehrte er überraschend in die Politik zurück und kandidierte als Spitzenkandidat für das Amt des Bürgermeisters von Innsbruck auf der Liste der Innsbrucker Volkspartei. Er führte seine Liste bei den Gemeinderatswahlen im April zwar zur stimmenstärksten Partei mit rund 22 Prozent der Stimmen blieb jedoch in der Bürgermeister-Direktwahl mit 28 Prozent der Stimmen nur knapp hinter der Amtsinhaberin Christine Oppitz-Plörer. Er unterlag in der Stichwahl, in der er 44 % der Stimmen und die regierende Bürgermeisterin Oppitz-Plörer 56 % der Stimmen bekam. Die ÖVP wurde erstmals seit 1945 auf die Oppositionsbank zurück gedrängt. Platzgummer kandidierte bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats am 16. April 2012 als 1. und 2. Vizebürgermeister, unterlag aber den Kandidaten der "Ampelkoalition". Er bekleidet daher im Stadtsenat, der Innsbrucker Stadtregierung, nur das Amt eines nicht-amtsführenden Stadtrats so wie der Stadtparteiobmann Franz Xaver Gruber.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Lukas Ivo Matošević: Management von Sportgroßveranstaltungen, Seite 74 ff. Diplomica Verlag, 2009, ISBN 978-3836672863
  2. Innsbrucks Vizebürgermeister tritt zurück, orf.at vom 22. Mai 2009, abgerufen am 17. April 2012