Claudia Jung

Bernhard Pohl, Claudia Jung und Hubert Aiwanger beim PolitischernAschermittwoch in Deggendorf am 9. März 2011

Claudia Jung (* 12. April 1964 in Ratingen; bürgerlich Ute Singer, geborene Krummenast) ist eine deutsche Schlagersängerin, Schauspielerin und bayerische Landtagsabgeordnete. Seit 1997 ist sie mit dem Musikproduzenten Hans Singer verheiratet und hat mit ihm zusammen eine Tochter. Sie lebt seit 1998 auf einem Hof in Gerolsbach bei Pfaffenhofen an der Ilm zusammen mit etwa 50 Tieren.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Claudia Jung arbeitete zunächst als Fotolaborantin, Arzthelferin und Reiseleiterin in Italien. Zwischendurch trat sie immer wieder als Hobbysängerin auf. Als Kind nahm sie Gitarrenunterricht und sang während der Schulzeit im Amt-Angerland-Chor. Von 1974 bis 1980 besuchte sie die Liebfrauenschule in Ratingen.

1984 lernte sie den Musikproduzenten Hartmut Schairer (siehe Adam & Eve) kennen und machte mit ihm Probeaufnahmen. Zusammen mit Schairer, dem Komponisten und Produzenten Jean Frankfurter sowie dem Texter Erich Offierowski entstanden die ersten Lieder, die dann zur Singleveröffentlichung führten.

2005 hatte Claudia Jung eine Stimmbandlähmung, sodass ihre Tournee „Herzzeiten“ verschoben werden musste. Im Laufe ihrer Karriere erhielt sie mehrere goldene und Platin-Schallplatten sowie den Fred-Jay-Textdichterpreis. Außerdem sang sie mit vielen Stars im Duett, wie Richard Clayderman, Rosanna Perinic, Nino de Angelo. Seit 2005 ist Claudia Jung Mentorin des Projekts LILALU. Im November 2007 übernahm sie die Schirmherrschaft für das Projekt Paulihof des Kinderschutz e.V. in der Nähe von Aichach. Auf dem Hof arbeiten Tiere als „Co-Therapeuten“ mit Kindern, die durch schwere Traumata das Vertrauen in sich, die Menschen und ihre Umwelt verloren haben.

2008 gab Claudia Jung ihr Schauspieldebüt in der Musik-Komödie Das Musikhotel am Wolfgangsee, in der sie die Hotelrezeptionistin und Geliebte des Hotelmanagers (Sascha Hehn) darstellte.

Politik

Am 2. März 2008 wurde Claudia Jung bei den bayerischen Kommunalwahlen für die „Freien Wähler“ in den Kreistag des Landkreises Pfaffenhofen gewählt. Seitdem wirkt sie auch als Gemeinderätin für die Christliche Wählergemeinschaft der Gemeinde Gerolsbach. Darüber hinaus wurde Claudia Jung am 19. Mai 2008 im Stimmkreis 124 von den Freien Wählern als Direkt-Kandidatin für den Bayerischen Landtag nominiert und am 13. Juni 2008 auf der Versammlung des Wahlkreises Oberbayern zusätzlich auf den Listenplatz 20 in Oberbayern.

Bei der Landtagswahl am 28. September 2008 erreichte Claudia Jung im Stimmkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm, Schrobenhausen 19,4 % der Erststimmen und lag damit hinter Erika Görlitz (43,6 %, CSU) und vor Astrid Welter-Herzberger (12,8 %, SPD). Sie zog als Dritte der FW-Bezirksliste Oberbayern 2008 in den Bayerischen Landtag ein.[1] Sie gehört dem Ausschuss für Soziales, Familie und Arbeit und dem Ausschuss für Eingaben und Beschwerden des Landtages an. Zudem ist sie Vertreterin des Bayerischen Landtags im Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks.

Politische Positionen

Jung begrüßte die Pläne zur Reform der bayerischen Gymnasien hin zu einem G 8. Jedoch bemängelte sie den Tagesablauf an den Schulen: die Ganztagsschule solle endlich zum erklärten Ziel in ganz Bayern werden um einen abwechslungsreichen Tagesablauf zu gewährleisten.

Im Politikfeld Familie fordert sie eine Gleichstellung auf allen Ebenen zwischen Mann und Frau. Für Jung ist Mutterschaftsurlaub bzw. Adoptionsurlaub auch für den Vater in vollen Umfang zu gewähren. Sie möchte eine Anrechnung der Erziehungszeit auf die Rente beider Elternteile erreichen, ohne das diese zwingend verheiratet sein müssen.

Diskografie

Hauptartikel: Claudia Jung/Diskografie

Studioalben

Jahr Titel Chartpositionen [2] Anmerkung
DE AT CH
1988 Halt’ mich fest Erstveröffentlichung: 2. September 1988
1989 Etwas für die Ewigkeit Erstveröffentlichung: 6. Oktober 1989
1990 Spuren einer Nacht 33
(10 Wo.)
15
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. August 1990
Verkäufe: + 10.000
1991 Wo kommen die Träume her 21
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. August 1991
1992 Du ich lieb’ dich 53
(10 Wo.)
31
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. September 1992
Verkäufe: + 20.000
1994 Claudia Jung 22
(29 Wo.)
6
(35 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. September 1994
Verkäufe: + 315.000
1995 Sehnsucht 27
(25 Wo.)
4
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. November 1995
Verkäufe: + 20.000
1996 Winterträume 31
(5 Wo.)
3
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. November 1996
Verkäufe: + 10.000
1999 Für immer 23
(6 Wo.)
2
(13 Wo.)
41
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. April 1999
Verkäufe: + 10.000
2001 Auch wenn es nicht vernünftig ist 39
(6 Wo.)
2
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. September 2001
Verkäufe: + 10.000
2003 Seelenfeuer 47
(3 Wo.)
11
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. April 2003
2004 Herzzeiten 30
(7 Wo.)
4
(17 Wo.)
82
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. Oktober 2004
Verkäufe: + 10.000
2006 Träumen erlaubt 35
(4 Wo.)
7
(12 Wo.)
75
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. Mai 2006
2007 Unwiderstehlich 33
(3 Wo.)
11
(9 Wo.)
59
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. September 2007
Verkäufe: + 10.000
2008 Hemmungslos Liebe 28
(3 Wo.)
18
(6 Wo.)
85
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. Oktober 2008
Verkäufe: + 10.000
2009 Geheime Zeichen 50
(2 Wo.)
15
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Oktober 2009
2012 Alles nach Plan? 38
(… Wo.)
10
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Juni 2012

Auszeichnungen

Weblinks

 Commons: Claudia Jung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Landeswahlleiter Bayern
  2. Chartquellen: DE AT CH