Corps Suevia Prag

Suevia Prag

Das Corps Suevia Prag war eine farbentragende und pflichtschlagende Studentenverbindung in Prag.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Corps wurde am 25. Januar 1868 an der Karl-Ferdinands-Universität gegründet. Die Farben waren grün-weiß-gold auf oben gold-grün und unten grün-gold. Die Fuchsenfarben waren grün-weiß-grün auf Silberperkussion. Getragen wurde eine weiße Mütze, im Sommer ein weißer Stürmer. Der Wahlspruch war Einig, treu, wahr und frei!. Die Corpskneipe befand sich im Deutschen Studentenheim.

Bereits 1914 stellte Suevia den Antrag auf Aufnahme in den KSCV. Nachdem die Tätigkeit der dazu einberufenen Kommission durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen worden war, konnte die Aufnahme - gemeinsam mit dem Grazer SC - erst auf dem oKC 1919 vollzogen werden. Suevias wichtigster Fürsprecher war Gustav Gotthilf Winkel, der dafür ihr Band erhielt und das Vorstellungsverhältnis mit Masovia initiierte.

Nachdem das Corps mit Frankonia Prag, Marchia Brünn und Frankonia Brünn im Oktober 1933 aus dem KSCV ausgetreten war, gehörte es 1934 zu den vier Gründern des Prager SC-Verbandes. 1938 wurde Suevia behördlich aufgelöst. Nach 1945 sammelten sich die überlebenden Alten Herren in München und gründeten den Altherrenverband erneut. Eine Rekonstitution wurde nicht erwogen. Die von Suevia vorgeschlagene Fusion der Prager und der Brünner Corps nach dem Vorbild von Albertina in Hamburg wurde von den Altherrenschaften der drei anderen Corps abgelehnt. Die Feier des 100. Stiftungsfestes fand 1968 in Ulm statt.

Erbwalter

Anfangs wurden Altherrensöhne beim Corps Isaria aktiv und erwarben durch eine zusätzliche Mensur das Prager Schwabenband. Diese Beziehung wurde später gelöst und man näherte sich dem Corps Hubertia an. Seither bestand zu Hubertia ein Patenschaftsverhältnis. Schwabensöhne, die auf das Band von Suevia Prag gefochten hatten, konnten das Schwaben- zum Hubertenband tragen. 1962 wurde vierzehn Huberten das Schwabenband verliehen. Mit dem ehemaligen SC Corps Frankonia Prag zu Saarbrücken wurde ein Traditionsverhältnis abgeschlossen. Der AHV des Corps Suevia Prag löste sich 2001 nach Ablauf der KSCV Rekonstitutionsfrist auf. Teile des Corpsarchivs befinden sich in privater Hand sowie bei den Corps Frankonia Prag und Hubertia München.

Verhältnisse

1920 bestanden offizielle Vorstellungsverhältnisse mit Rhaetia, Austria, Marchia Brünn, Masovia, Guestphalia Jena, Lusatia Leipzig, Marchia Berlin, Guestfalia Greifswald, Palaiomarchia und Symposion.[1]

Bekannte Mitglieder

Bilder

Literatur

  • Ernst Stade: Corpsgeschichte des Corps Suevia zu Prag. 1968 Digitalisat

Einzelnachweise

  1. G. G. Winkel: Kösener SC-Handbuch. Leipzig 1920