Daniela Golpashin

Daniela Donja Golpashin (* 2. Juni 1985 in Wien) ist eine österreichische Theater- und Filmschauspielerin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Golpashin studierte am Konservatorium der Stadt Wien. Vor dem ersten Ausbildungsjahr stand sie u. a. für eine Trautmann- und eine Kommissar Rex-Episode vor der Kamera. In ihrem zweiten Ausbildungsjahr wurde sie von Robert Dornhelm für den Historien-Zweiteiler Kronprinz Rudolfs letzte Liebe als dessen Frau Prinzessin Stephanie von Belgien vor die Kamera geholt, wofür sie 2007 mit dem Fernsehpreis Romy in der Kategorie Weiblicher Shootingstar ausgezeichnet wurde.

2008 machte sie erstmals Bekanntschaft mit Paulus Manker, der sie für sein Polydrama Alma-a Show Biz ans Ende von Joshua Sobol als Alma Mahler auf die Bühne holte. Sie gab die Titelrolle erstmals im Kurhaus Semmering, es folgten zwei weitere Produktionen im ehemaligen Wiener k.u.k Post und Telegrafenamt. 2010 führte sie diese Rolle auch nach Jerusalem, wo sie die Rolle der Alma an der Seite von Paulus Manker spielte.

Seit 2010 ist sie festes Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt. Sie debütierte unter der Regie von Intendant Herbert Föttinger als Leopoldine Schrabacher in Peter Turrinis und Silke Hasslers KZ-Volksoperette Jedem das Seine. Parallel spielte sie ihre erste Kinohauptrolle an der Seite von Christoph Luser für die Lotus Film, mit dem Titel Stillleben, der im Januar 2011 fertiggestellt wurde. Das Erstlingswerk von Sebastian Meise hatte seine Weltpremiere beim IFF San Sebastian und wurde mit einer Special Jury mention ausgezeichnet. Der Film war auf zahlreichen internationalen Festivals zu sehen, so wie dem Max Ophüls Film Festival oder dem Rotterdam Film Festival. Außerdem wurde der Film mit dem Hauptpreis der DIAGONALE ausgezeichnet. An der Josefstadt spielte sie die Constanze Weber in „Amadeus“ von Peter Shaffer und die „Peppi“ in „der böse Geist Lumpazivagabundus“ in einer modernen Inszenierung von Georg Schmiedleitner.

Seit 2011 dreht Golpashin wieder vermehrt Filme, u.a. übernahm sie die Hauptrolle in Barbara Gräftners Kinofilm „ Endlich Weltuntergang“, einer skurrilen Satire über die Mayaprophezeiung zum Jahr 2012. Im österreichischen Tatort „Angezählt“ übernahm sie die Rolle der jungen Mutter „Nora“ unter der Regie von Sabine Derflinger. Der Film erzählt die Geschichte eines jungen Kindes, das eine bulgarische Frau anzündet, um die eigene Mutter von der Prostitution wegzubringen.

An der Josefstadt spielt sie 2012 in Lilly Brets „Chuzpe“.

Golpashin ist die jüngere Schwester von TV-Moderatorin Doris Golpashin.

Filmografie

  • 2004: Kommissar Rex, TV-Serie
  • 2005: Trautmann 10: Die Hanno Herz Story. Rolle: Svetlana, Regie: Thomas Roth
  • 2006: Kronprinz Rudolfs letzte Liebe - Rolle: Stephanie von Belgien, Regie: Robert Dornhelm
  • 2007: Die Slupetzkis - Rolle: Diana Slupetzki, Regie: Claudia Jüptner-Jonsthoff
  • 2008: Soko Kitzbühel, TV-Serie
  • 2008: Und ewig schweigen die Männer - Rolle: Alix, Regie: Xaver Schwarzenberger
  • 2009: Schnell ermittelt, TV-Serie, Rolle: Irene Weissmann, Regie: Michi Riebl
  • 2009: Meine Tochter nicht - Rolle: Ira, Regie: Wolfgang Murnberger
  • 2010: Stillleben - Rolle Lydia, Regie: Sebastian Meise
  • 2011: Die Lottosieger- Rolle Leyla, Regie: Leo Bauer
  • 2012: Endlich Weltuntergang(Film), Regie: Barbara Gräftner
  • 2012: Tatort-Angezählt, Regie: Sabine Derflinger

Auszeichnungen

  • KurierROMY 2007 in der Kategorie Weiblicher Shootingstar
  • IFF San Sebastian Special Jury mention 2011 für Stillleben.
  • Diagonale Hauptpreis: bester Film
  • Max Ophüls Nominierung

Theater

  • 2008-2010: Alma Mahler von Joshua Sobol, Regie: Paulus Manker
  • 2006-2008: Konservatorium der Stadt Wien Probebühne
  • seit 2010: festes Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt

Weblinks