Daniela Kern

Daniela Kern (* 28. August 1960 in Wien, Geburtsname: Daniela Kobrc) ist eine österreichische Prähistorikerin.

Nach der Matura studierte sie ab 1978 Ur- und Frühgeschichte an der Universität Wien und promovierte im Mai 1990. Sie ist mit dem Prähistoriker Anton Kern seit 1981 verehelicht. Der Ehe entstammen drei Kinder.

Daniela Kern beschäftigt sich hauptsächlich mit der Jungsteinzeit und Bronzezeit Österreichs. Ihre Arbeiten verbinden seriöse Dokumentation und ideenreiche Interpretation zu einer Synthese mit neuer Aussage. Ein weiteres Interessensgebiet, in das zeitweise ihre ganze Familie eingebunden ist, betrifft Experimentelle Archäologie. Sie führte auch zahlreiche Grabungen und Fundbergungen in Österreich und in Frankreich durch oder war daran beteiligt. Vorläufige Berichte darüber erschienen in der Fachzeitschrift Fundberichte aus Österreich.

Sie ist im Auftrag des Institutes für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften beteiligt an der Aufarbeitung der Grabungsergebnisse von Höhensiedlungen wie Thunau am Kamp und Oberleis.

Weiters leitet sie das Projekt P18131 [1], das sich mit der Aufarbeitung der Ausgrabung der rund 130 Gräber des Spätneolithikums im Unteren Traisental befasst.

Werke

  • Eine linearbandkeramische Siedlung von Thomasl, Niederösterreich, Archaeologia Austriaca 67, 1983, S. 97ff.
  • Thunau am Kamp - Eine befestigte Höhensiedlung (Grabung 1965 - 1990). Urnenfelderzeitliche Siedlungsfunde der unteren Holzwiese, Mitteilungen der Prähistorischen Kommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 41, Wien 2001.
  • Der Oberleiserberg in der Bronzezeit, Die Urnenfelderkultur in Österreich - Standort und Ausblick, Wien 2003.
  • Überlegungen zum Nachweis von Mobilität und Migration in Ostösterreich zur Zeit der Glockenbecher, Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien 133, 2003, S. 73ff.