dayli

TAP dayli Vertriebs GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 2012 (Rechtsübergang und Umfirmierung[1]);
1987 (Anton Schlecker Gesellschaft m.b.H.)
Sitz Pucking, Oberösterreich
Leitung Rudolf Haberleitner,
Peter Krammer[2]
Branche Drogerie,
Nahversorgung
Website dayli-shop.com

Die TAP dayli Vertriebs GmbH, als Wortmarke dayli mein shop, ist eine auf Nahversorgung fokussierte österreichische Drogeriekette, die 2012 aus Schlecker Österreich hervorging.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die am 27. August 1987 gegründete österreichische Firma Anton Schlecker Gesellschaft m.b.H. (Schlecker Österreich), war eine 100 %-Tochtergesellschaft der Schlecker International GmbH. Diese ist eine Tochter des insolventen deutschen Schlecker-Konzerns (firmiert als Einzelunternehmen Anton Schlecker e.K. i.L.). Ende Juli 2012 wurde Schlecker Österreich von einer österreichischen Investorengruppe rund um den Unternehmenssanierer Rudolf Haberleitner mit dessen Private-Equity-Fonds TAP 09 akquiriert. Mit der Restruktierung und der Umfirmierung zu dayli sollen die insgesamt rund 900 Filialen in Österreich, sowie 450 Filialen in Belgien, Luxemburg und Polen, sowie einem Teilgebiet in Italien erhalten bleiben. Die Zahl der Mitarbeiter soll von 5000 auf 4600, davon 3.000 in Österreich, reduziert werden.

Mitte August wurde mit der Umbenennung der Filialen begonnen. Schrittweise soll bis 2013 ein sparsamer Umbau älterer Filialen erfolgen. Danach ist eine Expansion nach Süddeutschland und später nach Ost- und Südosteuropa vorgesehen. Bis 2016 soll die eine Vergrößerung des europaweiten dayli-Filialnetzes auf 3500 Standorte und eine Umsatzsteigerung von 400 Mio. auf 1,2 Milliarden Euro bringen.[3]

Am 15. August wurde bekannt, dass mit Peter Krammer ein früherer dm-Manager in die Geschäftsleitung geholt wurde. Der Umbau der Filialen zu Nahversorgern soll für 10 Mio. Euro, d. h. 7.400 Euro pro Filiale, umgesetzt werden.[2] Die bisherige Anton Schlecker Gesellschaft m.b.H. wurde in TAP dayli Vertriebs GmbH umfirmiert.[1]

Im November 2012 steigt das Glückspielunternehmen Novomatic als Hälfteeigentümer in das Unternehmen ein, will aber operativ nicht mitreden.[4]

Ende November 2012 gab Haberleitner bekannt, dass er auch in Deutschland bis Ende 2013 600 ehemalige Schlecker-Filialen mieten will und sie wieder als Tante Emma-Läden eröffnen will.[5]

Markenname

Ursprünglich war geplant, die Kette „daily“ (engl. täglich) zu nennen, da sie ein „Nahversorger für den täglichen Bedarf“ sein soll. Dieser Name war markenrechtlich jedoch nicht schützbar, weshalb kurzfristig zwei Buchstaben vertauscht und der neue Name kreiert wurde.[6] Die Wortmarke lautet nun auf dayli mein shop.

Konzept

Laut Rudolf Haberleitner soll dayli über ein „völlig neues Nahversorgerkonzept“ verfügen. Er spricht von einem „Revival des früheren Kaufmanns“[7] (siehe Greißler).[8] So sollen einerseits das Schlecker-Drogeriesortiment um Lebensmittel und Zeitschriften erweitert, andererseits auch verschiedene Dienstleistungen, wie etwa eine Putzerei, ein Copyshop oder eine Postpartnerstelle, angeboten werden.[7] Rund 60 Prozent des Umsatzes sollen weiterhin mit Drogerieartikeln, bis zu acht Prozent mit Lebensmitteln, fünf bis sechs Prozent mit Dienstleistungen, etwa zehn Prozent mit Markenartikeln und „deutlich mehr“ als zehn Prozent mit Homeshopping erzielt werden. Wo es gesetzlich möglich ist, wie in Tourismusregionen, möchte er die Geschäfte auch sonntags offen halten.[9]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Firmenbuchnummer FN 86077i, vormals Anton Schlecker Gesellschaft m.b.H.
  2. a b Schlecker engagiert langjährigen dm-Manager. In: Kleine Zeitung, 15. August 2012. Abgerufen am 25. August 2012.
  3. Elisabeth Eidenberger: Schlecker-Käufer Haberleitner: „Wir konkurrieren nicht mit Spar und Billa“. Großinvestor Rudolf Haberleitner erläutert im OÖN-Gespräch seine Pläne für „dayli“. In: Oberösterreichische Nachrichten, 3. August 2012. Abgerufen am 6. August 2012.
  4. Novomatic versucht sein Glück bei dayli im Standard vom 23. November 2012 abgerufen am 16. Dezember 2012
  5. Dayli will deutsche Tante Emma werden im Standard vom 30. November 2012 abgerufen am 16. Dezember 2012
  6. Schlecker heißt nun doch "dayli". In: derstandard.at, 2. August 2012. Abgerufen am 2. August 2012.
  7. a b Schlecker-Verkauf: „Daily“ soll rasch wachsen. In: diepresse.com, 1. August 2012. Abgerufen am 2. August 2012.
  8. Schlecker: Greisslerladen statt Drogeriemarkt. In: Kurier, August 2012.
  9. "dayli" Idee entstand im Mariazeller Land. In: Mariazell online, 7. August 2012. Abgerufen am 25. August 2012.