Dechantskirchen

Dechantskirchen
Wappen von Dechantskirchen
Dechantskirchen (Österreich)
Dechantskirchen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Hartberg
Kfz-Kennzeichen: HB
Fläche: 24,15 km²
Koordinaten: 47° 25′ N, 16° 1′ O47.41666666666716.016944444444531Koordinaten: 47° 25′ 0″ N, 16° 1′ 1″ O
Höhe: 531 m ü. A.
Einwohner: 1.614 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 66,83 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8241
Vorwahl: 03339
Gemeindekennziffer: 6 07 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dechantskirchen 34
8241 Dechantskirchen
Website: www.dechantskirchen.at
Politik
Bürgermeisterin: Waltraud Schwammer (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
11 ÖVP, 4 SPÖ
Lage der Gemeinde Dechantskirchen im Bezirk Hartberg
Bad Waltersdorf Blaindorf Buch-Geiseldorf Dechantskirchen Dienersdorf Ebersdorf Eichberg Friedberg (Steiermark) Grafendorf bei Hartberg Greinbach Hartberg Hartberg Umgebung Hartl Hofkirchen bei Hartberg Kaibing Kaindorf Lafnitz (Steiermark) Limbach bei Neudau Mönichwald Neudau Pinggau Pöllau Pöllauberg Puchegg Rabenwald Riegersberg Rohr bei Hartberg Rohrbach an der Lafnitz Saifen-Boden Sankt Jakob im Walde Sankt Johann bei Herberstein Sankt Johann in der Haide Sankt Lorenzen am Wechsel Sankt Magdalena am Lemberg Schachen bei Vorau Schäffern Schlag bei Thalberg Schönegg bei Pöllau Sebersdorf Siegersdorf bei Herberstein Sonnhofen Stambach Stubenberg Tiefenbach bei Kaindorf Vorau Vornholz Waldbach (Steiermark) Wenigzell Wörth an der Lafnitz Großhart SteiermarkLage der Gemeinde Dechantskirchen im Bezirk Feldbach (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Dechantskirchen ist eine Gemeinde mit 1614 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) in Österreich und befindet sich im Bundesland Steiermark (Gerichtsbezirk und Bezirk Hartberg).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Dechantskirchen liegt im Nordosten des Bezirks Hartberg und auch der Steiermark. Die Gemeinde befindet sich ca. 15 km nördlich der Bezirkshauptstadt Hartberg. Sie liegt am Fuße des Randgebirges östlich der Mur. Die höchste Erhebung im Gemeindegebiet ist der Hochkogel (1.314m), der südlichste Eintausender des Wechsels. Die Gemeinde wird von einigen Abflüssen des Wechsels durchzogen, die alle direkt oder indirekt Nebenflüsse der Lafnitz sind.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Dechantskirchen, Hohenau und Kroisbach mit den Ortschaften Bergen (128 Einwohner), Burgfeld (140), Dechantskirchen (643), Hohenau am Wechsel (116), Kroisbach (421) und Stögersbach (246) (Stand: 15. Mai 2001).

Eingemeindungen

Zum 1. Jänner 1967 wird die Gemeinde Hohenau an Wechsel nach Dechantskirchen eingemeindet.

Nachbargemeinden

Sankt Lorenzen am Wechsel Pinggau Friedberg
Schlag bei Thalberg Nachbargemeinden Friedberg
Schlag bei Thalberg Grafenschachen Pinkafeld

Geschichte

Das Gemeindegebiet von Dechantskirchen war bereits zur Römerzeit besiedelt, die damaligen Ortsgründe sind allerdings nicht erhalten geblieben. Zwei römische Grabsteine finden sich in der Friedhofsmauer östlich der Pfarrkirche. Hier ist der obere Teil einer römischen Grabstele für Masculus mit Adler, Delphinen und Palmettenverzierung eingemauert. Daneben ein fragmentiertes Grabrelief für drei Personen mit Resten einer Inschrift. Dargestellt sind ein Mann in römischer Kleidung, eine kopflose Frau mit Granatapfel und ein gepanzerter Soldat. Von den Ende des 6. Jahrhunderts eingefallenen Slawen ist nichts erhalten geblieben. Ende des 8. Jahrhunderts wurde das Gemeindegebiet Teil des Frankenreichs. Es fiel aber bereits Ende des 9. Jahrhunderts an die Ungarn, bevor es im Jahre 1043 von Heinrich III. zurückerobert wurde. Das Gemeindegebiet kam zuerst zu den Markgrafen von Wels-Lambach und bald zu den Grafen von Formbach und war bis dato eine riesige Waldlandschaft.

Das Dorf Dechantskirchen wird erstmals 1155 urkundlich erwähnt, als Erzbischof Eberhard I. von Salzburg dem Kloster Admont zwei Huben verlieh. Bereits 1163 kam das Dorf zum Stift Vorau aus Anlass von dessen Gründung durch Markgraf Otaker III. In der Folge wechselte der Ort häufig den Besitzer. Das Dorf Stögersbach wird erstmals 1396 urkundlich erwähnt, während Kroisbach bereits 1381 erstmals als Chreuspach erwähnt wird. Im 14. Jahrhundert war die Kolonisation des Gemeindegebietes damit abgeschlossen.


Bevölkerungsentwicklung

Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 1.147
1880 1.235
1890 1.153
1900 1.176
1910 1.276
1923 1.345
1934 1.423
1939 1.412
1951 1.422
1961 1.468
1971 1.564
1981 1.685
1991 1.665
2001 1.693

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Dechantskirchen liegt an der Wechsel Straße (B 54) und hat so eine gute Verbindung nach Hartberg im Süden und Wiener Neustadt im Norden sowie in die Nachbargemeinden Pinggau und Friedberg. Auch die Süd Autobahn (A 2) von Wien nach Graz ist in ca. 8 km über die Anschlussstelle Friedberg-Pinggau (95) zu erreichen.

In Dechantskirchen befindet sich ein zum Haltepunkt herabgestufter Bahnhof der Thermenbahn. Diese bietet zweistündliche Regionalzug-Verbindungen nach Wien und Hartberg.

Der Flughafen Graz und der Flughafen Wien-Schwechat sind beide ca. 100 km entfernt.

Politik

Gemeinderat

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten die folgenden Ergebnisse:

Partei 2005 2000 1995 1990
Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate
ÖVP 599 52 8 632 61 9 739 68 10 672 62 9
SPÖ 445 39 6 411 39 6 353 32 5 414 38 6
FPÖ 98 9 1
Wahlbeteiligung 85 % 84 % 90 % 93 %

Bürgermeister

Bürgermeisterin ist Waltraud Schwammer (ÖVP), Vizebürgermeister ist Johann Zinggl (ÖVP).

Wappen

Mit Wirkung vom 1. November 1974 bekam die Gemeinde Dechantskirchen ein Wappen verliehen. Blasonierung: In einem von Grün zu Silber schrägrechts geteilten Schild oben eine goldene, mit einer pfahlweise gestellten silbernen Sichel gekreuzte Ähre, unten eine rote Krone, durch die ein grüner Palmzweig gezogen ist.[1].

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die ehemalige Gemeinde und heutige Katastralgemeinde Hohenau am Wechsel hat die folgenden Ehrenbürger ernannt:

  • Pfarrer Alexander Mauerhofer, seit 1927
  • Bezirkshauptmann Dr. Adolf Rochelt, seit 1932
  • Otto von Habsburg (1912–2011), seit 1934
  • Pfarrer Norbert Wurst, seit 1948
  • Altbürgermeister Josef Groller, seit 1955
  • Bezirkshauptmann Dr. Erwin Stibenegg, seit 1955
Dechantskirchen (rechts unten) um 1878 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Söhne und Töchter der Stadt

  • Ottokar Kernstock (1848–1928), österreichischer Dichter und Priester, war von 1873 bis 1889 Kaplan in Dechantskirchen
  • Johann Reitmeier († 1977) stammte aus Dechantskirchen und wirkte als Seelsorger und Organisator in Treze Tílias (Dreizehnlinden)


Quellen

  1. http://www.dechantskirchen.at/politik/gemeindewappen.htm

Weblinks

 Commons: Dechantskirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien