Denkmal zur Schlacht am Walserfeld

Denkmal zur Erinnerung an die Schlacht am Walserfeld
Tafel mit einer Gedenkinschrift an die Schlacht am Walserfeld

Das Denkmal zur Schlacht am Walserfeld wurde im Auftrag der Gemeinde Wals-Siezenheim von dem Steinmetzmeister Bernhard Hasenöhrl im Jahre 2000 in der Nähe von Gois errichtet.

Das Denkmal erinnert an die Schlacht am Walserfeld, bei der sich zwischen dem 12. und 14. Dezember 1800 rund 60 000 Soldaten des napoleonischen Frankreichs und 43 000 Mann der kaiserlich-österreichischen Truppen gegenüber standen. Die französischen Truppen befehligte Obergeneral Jean-Victor Moreau, die österreichischen der völlig unerfahrene 18-jährige Erzherzog Johann von Österreich. Letztendlich siegten die Franzosen und marschierten in das neutrale Fürsterzbistum Salzburg ein. Insgesamt waren 22.000 Tote, Verwundete und Vermisste zu beklagen, ca. 10 000 auf französischer und 12 000 auf österreichischer Seite. Dies war die größte militärische Auseinandersetzung auf Salzburger Boden. Auch heute findet man auf den Äckern des Walserfeldes noch Relikte aus diesem Krieg.

Das Denkmal selbst ist als Triptychon gedacht: In der Mitte steht ein Bischofsstab aus Untersberger Marmor, der das Erzbistum Salzburg symbolisiert. Dieser dringt zwischen zwei steinerne Keile, welche an die beiden feindlichen Heere erinnern, ein; der linke davon ist aus Wachauer Marmor gefertigt und stellt die kaiserliche Armee Österreichs dar, der rechte ist aus französischem „Napoleon Notre Dame“-Marmor und steht für die französischen Truppen. Die Inschrift ist in deutscher und französischer Sprache gehalten und lautet: „1800 Gewalt zerstört - Erinnerung lehrt - Friede vereint 2000“. Vor dem Denkmal wird auf einem Stein nochmals dem Ereignis gedacht und auf die Aufstellung des Denkmals im Jahre 2000 verwiesen.

Das kriegerische Ereignis war auch Gegenstand des Theaterstückes „Grenzland“ [1]

Literatur

  • Kurt A. Mitterer: Salzburg anno 1800. Die vergessene Schlacht auf den Walser Feldern. Österreichischer Miliz-Verlag, Salzburg 1999. ISBN 3-901185-18-6.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 3. Ainringer Theatersommer von 2008

47.94733333333312.97075440Koordinaten: 47° 56′ 50,4″ N, 12° 58′ 14,7″ O